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13.09.2011, 13:05

Neuregelung hatte für starke Irritationen gesorgt

DFL hält Daten-Veröffentlichung aufrecht

Die von der Impire AG seit dieser Saison für die DFL gesammelten offiziellen Spieldaten werden auch weiterhin und in dem bisherigen Umfang Medienpartnern zur Verfügung gestellt. Das teilte die DFL am Dienstag mit. Vorausgegangen seien intensive Gespräche zwischen Klub-Vertretern, der DFL und Impire, in denen "die Erfahrungen der ersten Spieltage bewertet und Irritationen ausgeräumt" worden seien.

Mitarbeiter von Impire, seit dieser Saison Lieferant umfangreicher Daten der beiden Profiligen, bei der Arbeit im Stadion.
Mitarbeiter von Impire, seit dieser Saison Lieferant umfangreicher Daten der beiden Profiligen, bei der Arbeit im Stadion.
© Getty ImagesZoomansicht

Impire werde auch weiterhin die Daten "in der gleichen Tiefe, wie dies beispielsweise in der Champions League oder englischen Premier League üblich" sei, ermitteln.

Auf einer Managertagung am 15. August hatten die Klub-Vertreter teilweise erheblichen Unmut darüber geäußert, weil Impire seit dieser Saison neben den klassischen Statistiken wie der Zahl der Eckbälle und Torschüsse auch physische Daten wie die Laufleistung oder die Zahl der Sprints eines Spielers veröffentlicht. Augsburgs Manager Andreas Rettig warnte beispielsweise davor, "Daten-Sündenböcke" zu schaffen. In einem Interview mit dem kicker-Sportmagazin hatte Rettig an die Medien appelliert, "seriös und fachgerecht" mit den Daten umzugehen. Ein Appell, dem sich DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus nun anschloss. Impire-Vorstand Harald Keilbach will "zukünftig den Dialog mit unseren Vertragspartnern, insbesondere den Klubs und den Medien, noch weiter intensivieren. Wir wissen um die Sensibilität und um die Verantwortung dieser Daten, auch dem internationalen Beobachter gegenüber."

Hintergrund: In Boulevardmedien war Kölns Offensivmann Lukas Podolski als "lauffaulster Bundesligaprofi" stigmatisiert worden. "Wenn etwa die Laufleistung einzelner Profis ins Gerede kommt, wie bei Podolski, kann man die Zahl nicht einfach so stehen lassen, sondern muss sie in Relation zu anderen Spielern, Positionen und Spielverläufen sehen", so Rettig. Beispielsweise werde die Laufleistung in Spielen, die oft unterbrochen seien oder kaum Nachspielzeit hätten, allgemein niedriger sein.

Impire räumt mögliche Anlaufschwierigkeiten ein

In die Kritik geraten war der Vertrag mit Impire aber auch wegen der mangelnden Vorbereitungszeit und wegen - wohl damit zusammenhängend - angeblich unzureichender Daten zu Saisonbeginn. So gab es am ersten Spieltag unter anderem beim Spiel Augsburg gegen Freiburg keine physischen Daten. "Wir können jetzt im Nachhinein nicht ausschließen, dass es an den ersten beiden Spieltagen Fehler bei der Datenqualität gegeben hat", so Keilbach. Die Probleme seien aber inzwischen behoben: "Die DFL hat uns bestätigt, dass die folgenden Spieltage sehr gut waren."

Eine nach dem Treffen am 15. August gebildete Arbeitsgruppe aus Bundesliga-Managern empfiehlt nun "nach Abwägung aller Fakten, die vom Vorstand des Ligaverbandes beschlossene komplette Vermarktung und Veröffentlichung der Spieldaten beizubehalten". Denn: "Spieldaten bilden in der heutigen Zeit auch im internationalen Maßstab eine unverzichtbare Arbeitsgrundlage für die sportliche Leitung in den Klubs und bieten gleichzeitig einen Mehrwert für die Öffentlichkeit."

Mehrwert bieten die Daten insbesondere aber auch den weniger betuchten Vereine: Denn wer sich Datenmaterial und Analysesoftware im fünf- bis sechsstelligen Euro-Bereich bislang nicht leisten konnte, erhält nun zumindest ersteres kostenlos von Impire. Eine Software zur Auswertung der Daten für Spielanalyse, Leistungsdiagnostik oder Scouting müssen die Klubs allerdings noch selber anschaffen.


Lesen Sie dazu auch den ersten Teil "Die große Datenpanne" unserer neuen kicker-Serie "Der gläserne Profi" in der neuen Ausgabe des kicker-Sportmagazin.

 

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