Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
28.08.2011, 13:23

Hamburg: Trotz der 3:4-Pleite im Kellerduell gegen Köln

Rückendeckung für Oenning - Sorgen um Son

Der Hamburger SV ist am Tiefpunkt angekommen. 3:4 zuhause gegen Köln, Liga-Schlusslicht - die Raute ist aus den Fugen geraten. Dennoch wird es vorerst weitergehen mit Trainer Michael Oenning. Das beteuerten zumindest alle Verantwortlichen nach der Partie am Samstag. "Natürlich bin ich enttäuscht, aber das ist keine Frage des Trainers, sondern der Analyse des Spiels", so der HSV-Vorstandsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow im Sender "Liga total".

Frank Arnesen, Trainer Michael Oenning und der Vorstandsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow
Dreigestirn unter Druck: Sportdirektor Frank Arnesen, Trainer Michael Oenning und der Vorstandsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow.
© imagoZoomansicht

Man solle den Profis kein Alibi geben und einem Coach grundsätzlich Zeit bis Weihnachten lassen, erklärte Jarchow weiter. Natürlich hatte auch er die Oenning-raus-Rufe in der imtech-Arena zur Kenntnis genommen. Jarchow ließ die Forderung kalt. "Damit gehen wir sehr offensiv um und werden von unserer Seite darüber gar keine Diskussion führen" Man habe nun zwei Wochen Zeit, die werde man nutzen, erklärte er.

Gegen Köln hatte der HSV keineswegs enttäuscht, bis zur 84. Minute noch mit 3:2 geführt. Ein Missverständnis bei einer Ecke und ein Schnitzer von Schlussmann Drobny sorgten für die unerwartetete Wende. "Wir haben guten Fußball gespielt, die Chancen zum 4:2 allerdings nicht genutzt", erklärte Oenning die Niederlage. "Zu dieser Zeit hatte ich nie das Gefühl, dass wir verlieren könnten, aber wir haben klare Fehler bei den Gegentoren gemacht, trotzdem haben wir kein Torwartproblem", nahm er Drobny in Schutz.

zum Spielbericht

Ein echtes Konzept scheint dennoch nicht vorhanden zu sein. Der HSV ging in die fünfte Partie mit einer zum fünften Mal veränderten Aufstellung ins Rennen. Oenning wechselte im Vergleich zum 0:5-Offenbarungseid bei Bayern München viermal durch, ist weiter verzweifelt auf der Suche nach seiner Wunschelf. Nur drei Trainingseinheiten nach seiner Verpflichtung stand Slobodan Rajkovic schon in der Startaufstellung. Auch der Serbe konnte die vier Gegentore nicht verhindern, traf dafür vorne zum zwischenzeitlichen 2:2.

Ob der HSV seine massiven Abwehrprobleme mit dem 22-Jährigen in den Griff bekommt, bleibt abzuwarten. "Die Spieler sind ja überwiegend sehr junge Spieler, die noch nicht das Selbstvertrauen gewinnen konnten, was man einfach braucht, um so ein Spiel über die Runden bringen zu können. Da fehlen einfach noch die Erfolgserlebnisse", glaubt Jarchow.

Erstmals seit viereinhalb Jahren stehen die Norddeutschen am Tabellenende. Nach der Länderspielpause steht der Nordschlager bei Werder Bremen (Samstag, 18.30 Uhr) auf dem Programm. Mit Oenning. Jarchow antwortete auf die Frage, ob Oenning auf der Bank sitzen werde mit: "Ja, natürlich".

HSV sorgt sich um Son

Ob dann auch Stürmer Heung Min Son mit von der Partie sein wird, ist hingegen fraglich. In der zweiten Halbzeit gegen Köln landete der Südkoreaner nach einem Kopfball-Duell unglücklich und knickte dabei mit dem rechten Fuß um. Am Montag wird sich der junge Torjäger des HSV einer Kernspintomographie unterziehen. Son war in der 75. Minute ausgewechselt worden, in der 62. Minute hatte er die zwischenzeitliche 3:2-Führung erzielt.

 
Seite versenden
zum Thema

weitere Infos zu Oenning

Vorname:Michael
Nachname:Oenning
Nation: Deutschland

weitere Infos zu Son

Vorname:Heung-Min
Nachname:Son
Nation: Südkorea
Verein:Tottenham Hotspur
Geboren am:08.07.1992