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18.08.2011, 21:30

Köln: Mohamad-Transfer noch nicht durch - Sereno im Check

Rensing bricht ab

Die Transferaktivitäten von Köln schienen so gut wie abgeschlossen - der Finanznot geschuldet. Der Transfer von Youssef Mohamad (31) zum Al Ahli Club in Dubai würde den finanziellen Spielraum erheblich verbessern, allerdings teilte der Verein am Donnerstag mit, dass noch nichts unterschrieben sei. Damit ist auch die Verpflichtung von Henrique Sereno, der sich derzeit einem Medizincheck in Köln unterzieht, noch nicht unter Dach und Fach. Keine guten Nachrichten gibt es derweil von Stammkeeper Michael Rensing.

Sereno
Wunschspieler im Wartestand: Portos Sereno steht unmittelbar vor einem Transfer nach Köln.
© imagoZoomansicht

Die kolportierte Ablöse von 1,8 Millionen Euro und das gesparte Gehalt des Libanesen von knapp vier Millionen Euro würde einer Neuverpflichtung Raum geben. Am Dienstag hatten sich beide Klubs bereits mündlich geeinigt, der schriftliche Vollzug steht aber weiter aus.

Auf der Suche nach Ersatz ist Sportdirektor Volker Finke (63) beim FC Porto fündig geworden, wie kicker online am Mittwoch exklusiv berichtete, als Finke in Portugal verhandelte, um Innenverteidiger Henrique Sereno (26) zu verpflichten, der beim Europa-League- und Doublegewinner aufgrund hochkarätiger Konkurrenz im Abwehrzentrum (u. a. der Brasilia­ner Maicon, der Portugiese Rolando und der ArgentinierOtamendi) nur Ersatz ist. Der Spieler ist bereits in Köln und unterzieht sich am Donnerstag dem obligatorischen Medizincheck.

Die Konditionen für den Deal sind günstig: Sereno, der auch au­ßen verteidigen kann und einst bei Vitoria Guimaraes mit FC-Kapitän Pedro Geromel (25) die zentrale Ab­wehr bildete, kann für etwa 300 000 Euro ausgeliehen werden, würde inklusive Gehalt nicht einmal die Hälfte des Geldes aufzehren, das der Mohamad-Deal freisetzt.

Damit wäre die Voraussetzung geschaffen, dass Stale Solbakken auch einen nötigen neuen Angreifer bekommt, und der FC seine Bemü­hungen um des Trainers Wunschstürmer Peter Utaka (27, Odense) oder den Berliner Rob Friend (30) wieder aufnehmen kann. Zudem sucht der FC einen linken Vertei­diger. Nikolaos Spyropoulos (27, Panathinaikos) wurde angeboten. Doch kann sich der FC einen dritten Neuen leisten? Links hinten würde ohnehin nur ein Backup für Christian Eichner (28) benötigt.

Geschäftsführer Horstmann wird attackiert

Auch wenn FC-Investor Franz-Josef Wernze dies anders sieht. Dieser polterte im Kölner Stadtanzeiger, der FC müsse "die Misere auf der Linksverteidigerposition" beheben. Vom Klub gab es keine Replik darauf, dass der Geldgeber öffentlich FC-Spieler schlechtedet. Doch der von Wernze offenbar ab­hängige Klub kann es sich wohl nicht leisten, es sich mit dem In­vestor zu verscherzen, der mehrere FC-Transfers (zum Teil) finanzierte. Darüber hinaus schoss Wernze auch FC-Geschäftsführer Claus Horstmann (46) an: "Die jetzige sportliche Leitung ist belastet durch alte Verträge aus der Ära Michael Meier und Claus Horstmann, die viel Geld kosten. Horstmann kann jetzt nicht sagen, dass er da nicht verantwortlich war." Eine Reaktion des FC blieb aus.

Einen peinlichen Fauxpas leistete sich am Dienstag Volker Finke. Er dementierte öffentlich den anstehenden Wechsel Mohamads, sprach davon, dass der Spieler nur aus familiären Gründen in den Libanon habe fliegen dürfe und nicht verkauft werden soll. Keine drei Stunden später zeigte die offizielle Klub Homepage von Al Ahli Fotos von der sportärztlichen Untersuchung Mohamads...

Rensing bricht ab

Michael Rensing brach am Donnerstag das Training ab.
Michael Rensing brach am Donnerstag das Training ab - Euinsatz gegen den FCK fraglich.
© Getty Images

Michael Rensing muss um seinen Einsatz im Heimspiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen den 1. FC Kaiserslautern bangen. Der Keeper des Tabellenletzten brach am Donnerstag das Training ab. Rensing hatte bei der Übungseinheit mit FC-Torwarttrainer Alexander Bade einen leichten Schmerz an seiner im Juli erlittenen Verletzung verspürt. Der ehemalige Schlussmann des FC Bayern München laborierte vor dem Saisonauftakt an einer schweren Knieprellung und einer Zerrung des linken Innenbandes, die er sich im Test gegen den FC Arsenal zuzog.

Stephan von Nocks

 
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