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21.08.2011, 19:26

Überblick: Köln holt ersten Punkt

96 verpasst die Spitze, S04 dreht spät auf

Hannover verpasste durch das Remis gegen Hertha am Sonntagabend den Sprung auf Rang eins. Mainz strebte zuvor dem dritten Sieg in Folge entgegen, doch Schalke trumpfte nach der Pause groß auf. Nach dem furiosen Gladbacher Auftakt legten die Akteure am Samstag nach. Die Bayern demontierten den HSV, in Bremen jubelte nach einer turbulenten Schlussphase Werder gegen Freiburg. Im Spätspiel holten die Kölner ihren ersten Punkt gegen Lautern.

Kraft und Abdellaoue
Duell auf Augenhöhe: Thomas Kraft und Mohammed Abdellaoue.
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Mit dem fünften Pflichtspielsieg der Saison hätte sich Hannover am Sonntagabend an die Tabellenspitze setzen können. Die Gäste aus Berlin versteckten sich jedoch nicht, machten den agileren Hannoveranern das Leben schwer - bis Pinto aus fast 30 Metern die "Berliner Mauer" zum Einsturz brachte (33.). Raffael hatte sich aus dem Zwei-Mann-Verbund gelöst und die Lücke geöffnet. Auf der anderen Seite vergab der Brasilianer die einzig gute Chance der Hertha vor der Pause (43.). Die Hauptstädter wollten sich nicht geschlagen geben und schafften nach einem feinen Spielzug über rechts dank Joker Lasogga (83.) den Ausgleich. In den Schlussminuten entwickelte sich eine rassige Partie mit zahlreichen Torszenen auf beiden Seiten. Nach einer Freistoßflanke von Pander zappelte der Ball auf einmal im Berliner Netz, doch Referee Hartmann verweigerte dem Treffer ohne triftigen Grund die Anerkennung.

Schalke nach der Pause wie verwandelt

Joel Matip (re.) staubt zum 3:2 ab.
Die endgültige Wende: Joel Matip (re.) staubt für Schalke zum 3:2 ab.
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Sieben Siege fuhr Mainz 05 zu Beginn der Vorsaison ein - es hätten auch in dieser Spielzeit wieder drei werden können. Die 05er überrollten die Schalker in der Anfangsviertelstunde regelrecht: Ivanschitz (8.) war nach einer Standardsituation zur Stelle, Soto erhöhte nach einem üblen Fährmann-Patzer auf 2:0 (12.). Auch danach kamen die mit den Ex-Mainzern Holtby und Fuchs beginnenden Gelsenkirchener nicht mit der aggressiven Spielweise der Rot-Weißen zurecht, wie schon bei der Europa-League-Pleite in Helsinki (0:2) hinterließ die Rangnick-Elf einen bisweilen hilflosen Eindruck.

Schalkes Trainer reagierte in der Pause mit einem Doppelwechsel. Ein Schachzug, der voll aufging: Vor allem der lange verletzte Farfan wirbelte ordentlich auf der rechten Seite, auch wenn er am Anschlusstreffer nicht beteiligt war. Huntelaar schloss eine von Holtby initiierte Kombination erfolgreich ab (57.). Eine kurios zustande gekommene Ecke brachte S04 endgültig zurück ins Spiel - 2:2 durch Höwedes (64.). Kurz schien es, als ob Mainz nochmals zurückschlagen könnte, doch eine weitere Unachtsamkeit bei einer Ecke und ein Freistoß von Fuchs, der sich trotz ununterbrochener Pfiffe gegen seine Person nur still freute, stellten die Partie endgültig zugunsten der Königsblauen auf den Kopf.

Der FC Bayern feiert ein Fußball-Fest

Rafinha und Ribery
Partyalarm in München: Rafinha und Ribery bejubeln das 2:0.
© Getty Images

Beim letzten Auftritt in München kassierte der HSV eine 0:6-Packung - diesmal machten es die Norddeutschen besser und fingen sich nur fünf Gegentreffer ein. Das dürfte aber niemanden gefreut haben. Bayern startete mit hohem Tempo und zerlegte den Hamburger SV regelrecht. Bereits zur Halbzeit war die Partie entschieden. Van Buyten war beim Kopfball mal wieder bärenstark - 1:0. Ribery wagte ein Tänzchen mit Rincon und Diekmeier - 2:0. Robben wurde rechtzeitig fit und zauberte auf Rauls Spuren - 3:0. Gomez durfte auch mal - 4:0. Dass er dabei im knapp im Abseits stand, kümmerte kaum noch jemanden. Und weil grad alles so schön war, beendete Olic seine Leidenszeit endgültig: 5:0. Hamburgs Sportdirektor Frank Arnesen war darum bemüht den Ball flachzuhalten. "Wir haben Vertrauen in die Spieler und den Trainerstab und werden alles dafür tun, um es in den nächsten Spielen besser zu machen", hofft er auf schnelle Besserung.

BVB muss lange zittern

Der Club verteidigte in der Anfangsphase mit seinem jungen Team, in dem der 18-Jährige Rakovsky für den verletzten Schäfer im Tor stand, richtig gut. Dem BVB wollte zunächst nicht viel einfallen. Zur Halbzeit konnte gar notiert werden, dass die Franken die besseren Chancen hatten. Doch manchmal reicht eine Unachtsamkeit und es klingelt. Nach einer Ecke für Nürnberg schaltete der BVB blitzschnell um und der Meister führte. Danach tat sich die Klopp-Truppe leichter, verpasste aber zu erhöhen, Perisic hatte mit einem Pfostentreffer die beste Möglichkeit. Nürnberg blieb gefährlich, so dass sich Dortmund zum Sieg zittern musste. Erst ein Duseltor von Großkreutz besiegelte den zweiten Saisonsieg.

Leno zeigt's Ulreich

Der VfB ist mit viel Euphorie in die Saison gestartet, aber Bayer spielte nicht so recht mit und hinterließ in den ersten Minuten den besseren Eindruck. Vor der Partie stand vor allem Bernd Leno, vom VfB ausgeliehener Bayer-Keeper, im Mittelpunkt. Doch das änderte sich. Nachdem sein Gegenüber Ulreich einen Kadlec-Schuss abprallen ließ, staubte Kießling zur völlig verdienten Führung ab. Die Schwaben fanden keine Bindung zum Spiel. Erst nach dem Wechsel agierte der VfB etwas temperamentvoller. Aber Bayer hatte alles im Griff und brachte die Punkte sicher nach Hause.

Cissé gibt alles, aber es reicht nicht

Marin und Arnautovic
Glücksgefühle in Bremen: Marin und Arnautovic.
© Getty Images

Toptorjäger Cissé trifft auch in dieser Saison (drei Spiele, vier Tore), doch der Sportclub lässt hinten mehr Tore zu, als Cissé vorne erzielen kann. Die Breisgauer waren lange das bessere Team, ehe sich Werder nach 30 Minuten am Spiel beteiligte. Viele hochkarätige Chancen, zwei Tore binnen fünf Minuten und die Partie war gedreht. Aber da Freiburgs Torjäger darum bemüht ist, seinen Marktwert weiter zu erhöhen, stand es bald wieder 2:2. Das Spielchen wiederholte sich erneut. Werder legte vor, Freiburg nach, diesmal zur Abwechslung mal mit Reisinger. Doch Werder hatte den nötigen Killerinstinkt und machte in einer turbulenten Schlussphase mit zwei weiteren Toren zum 5:3 den Sieg perfekt.

Tabellenrechner Bundesliga

Torattacke von Babel

Mit einem Frühstart versuchte Hoffenheim nach der "Akustik-Attacke", sich wieder auf das Sportliche zu konzentrieren. In einer tollen Anfangsphase hatte Augsburg den Kraichgauern nur wenig entgegenzusetzen. Babel erzielte bereits in der fünften Minute die Führung. Erst nach einer halben Stunde fing sich der Aufsteiger und kam besser in die Partie. Aber beste Chancen blieben in der Folge ungenutzt, selbst Mölders, bis dato die Augsburger Lebensversicherung mit drei Toren, scheiterte per Foulelfmeter. Letztlich setzte sich die Erfahrung durch. Salihovic zeigte Mölders wie's geht und erzielte vom Punkt das 2:0.

Jajalos Tor bringt ersten Punkt

Kölns Trainer Stale Solbakken hatte vor dem Duell mit Kaiserslautern bereits das erste "Finale" der Saison ausgerufen. Wenn man weiß, wie ungeduldig das Umfeld in Köln ist, wohl nicht ganz zu Unrecht. Doch ehe es losging, gab der Verein bekannt, dass der Transfer mit Sereno unter Dach und Fach ist. Ohne Podolski, Rensing und dem Neuzugang ging es los und der FC erwischte einen schlechten Start. Erst musste Eichner mit einer Platzwunde raus, dann folgte die Führung für die Pfälzer. Doch die Platzherren zeigten Moral und hatten sofort die richtige Antwort parat - Jajalo glich aus. Dabei blieb es, vor allem, weil den Kölnern in aussichtsreicher Lage ein ums andere Mal der letzte Pass nicht gelingen wollte. Die Quittung: Die "Geißböcke" bleiben Schlusslicht. So kommt es nächste Woche erneut zum Duell Letzter gegen Vorletzter, wenn der FC in Hamburg zu Gast ist.

Gladbacher Feuerwerk gegen konsternierte "Wölfe"

Filip Daems
Fingerzeig: Kapitän Filip Daems ebnet den Weg der Gladbacher nach oben.
© imagoZoomansicht

Nach dem Auftaktsieg bei den Bayern und dem 1:1 gegen den VfB brannte der letztjährige Fast-Absteiger Mönchengladbach gegen Wolfsburg lange ein Feuerwerk ab und sicherte sich gegen die über weite Strecken überforderten Niedersachsen verdient die drei Zähler. Dabei fing es für die "Wölfe", die mit Neuzugang Hitzlsperger starteten, im Borussia-Park glänzend an, doch Hasebes Führungstor hatte nicht lange Bestand. Kjaer rutschte weg, Reus profitierte - und die Borussia war nicht mehr zu bremsen. Lauf- und zweikampfstark, spielfreudig, torgefährlich - die Favre-Elf verdiente sich den 3:1-Pausenvorsprung redlich. Wer dachte, dass die "Fohlen" einen Gang rausnehmen würden, sah sich getäuscht. Vielmehr legte die Heimelf durch Reus sehenswert nach und übernimmt zumindest vorläufig Platz eins.

 
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