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16.08.2011, 21:30

Schalke/Köln: Randale gab's schon vor dem Spiel

Fäkalien-Attacke: FC-Präsident Overath entsetzt

Akustik-Attacke in Sinsheim, Fäkalien-Würfe auf Schalke - negative Schlagzeilen überlagen dieser Tage das sportliche Geschehen in der Bundesliga. Die Gelsenkirchener Polizei strengt Untersuchungen gegen einige Ultras des 1. FC Köln an. Diese sollen mit Urin und Kot gefüllte Becher in benachbarte Fanblöcke geworfen haben, wohlgemerkt auch in Kölner Bereiche. In einer offiziellen Stellungnahme kündigten die Geißböcke Konsequenzen an - Präsident Wolfgang Overath zeigte sich entsetzt.

Das NRW-Duell Schalke gegen Köln sorgte nicht nur auf dem Rasen für Schlagzeilen.
Das NRW-Duell Schalke gegen Köln sorgte nicht nur auf dem Rasen für Schlagzeilen.
© imagoZoomansicht

"Das sind keine Fußballfans, diese Menschen haben kein Interesse am Sport und haben deshalb auch nichts in den Stadien zu suchen", sagte Overath gegenüber dem Sport-Informations-Dienst (SID).

"Man kann das gar nicht nachvollziehen, dass der Fußball für solche unfassbaren Aktionen missbraucht wird. Da müssen sich der Deutsche Fußball-Bund und natürlich wir als Vereine Gedanken machen, wie es zu solchen Auswüchsen kommen kann." Der FC-Boss machte aber auch deutlich, dass es sich nur um wenige Personen handelt, die den Fußball und in diesem Fall speziell dem 1. FC Köln Schaden zufügen.

Kölns Geschäftsführer Claus Horstmann teilte in einer offiziellen Stellungnahme mit: "Das Verhalten einzelner Mitgereister beim Spiel des FC gegen Schalke 04 wird vom 1. FC Köln scharf verurteilt und wird für die Beteiligten Konsequenzen haben. Neben der Verhängung eines bundesweiten Stadionverbotes werden wir für den Fall, dass es sich bei den Tätern um Vereinsmitglieder handelt, sofort deren Ausschluss vornehmen." Der Klub erwarte, "dass sich alle Beteiligten zu ihren Taten bekennen, die Verantwortung übernehmen und sich für ihr Verhalten bei den Betroffenen entschuldigen".

Wie der zuvor WDR berichtete, lägen der Polizei Videoaufnahmen vor, die eine Identifikation dreier Tatverdächtiger ermöglichten. Nach Berichten der "Kölnischen Rundschau" und des "Kölner Stadt-Anzeigers" (Dienstag) hätte ein Zeuge beobachtet, wie eine Person Kot in einen Bierbecher legte und Richtung Schalke-Block schleuderte. Auch zwei mit Urin gefüllte Bierbecher seien auf die Schalker Fans geworfen worden.

Insgesamt wurden beim 5:1-Sieg der Schalker neun sogenannte freiheitsentziehende Maßnahmen wegen Körperverletzung, Widerstands, Sachbeschädigung, Beleidigung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ausgesprochen. Mitglieder der Fangruppierung "Wilde Horde" hatten schon vor dem Spiel Polizisten mit Flaschen und anderen gefährlichen Gegenständen beworfen, auf dem Weg zur Schalke-Arena wurden zudem in Bahnen Scheiben zerstört. Die Polizei setzte Pfefferspray und Schlagstöcke gegen die Randalierer ein.

Der Fanbeauftragte des 1. FC Köln, Rainer Mendel, zeigte gegenüber der dpa keinerlei Verständnis für die Vorfälle: "Wir als Verein distanzieren uns natürlich von diesen Leuten. Dieses Verhalten geht gar nicht. Da darf es keine zwei Meinungen geben."

 
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Vereinsdaten

Vereinsname:1. FC Köln
Gründungsdatum:13.02.1948
Mitglieder:79.500 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Rot-Weiß
Anschrift:1. FC Köln
Geißbockheim
Rhein-Energie-Sportpark
Franz-Kremer-Allee 1-3
50937 Köln
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