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20.07.2011, 10:00

Bremen: Nach Treffen von Aufsichtsrat und sportlicher Leitung

Sparkurs bestätigt - Hoffen auf Verstärkung

Bei Werder Bremen hing in den vergangenen Wochen der Haussegen etwas schief. Dem Wunsch der sportlichen Leitung nach einer Verstärkung im Defensivbereich standen die vom Aufsichtsrat vorgegebenen finanziellen Ziele im Weg. Viel wurde über-, wenig miteinander geredet. Bei einem Treffen in der Nacht zum Mittwoch wurde der eingeschlagene Sparkurs nochmals bestätigt, doch Trainer Thomas Schaaf darf weiter auf Verstärkung im Defensivbereich hoffen.

Lukas Schmitz und Tim Wiese
Warten auf die Verstärkung für die Abwehr: Bremens Schmitz und Keeper Wiese beim 4:3 im Test gegen Freiburg.
© imagoZoomansicht

Getroffen hatten sich die Mitglieder des Aufsichtsrates mit der Geschäftsführung. Sogar Sportdirektor Klaus Allofs war eigens aus dem Trainingslager in Donaueschingen angereist, um an dem Meeting teilzunehmen. In einer gemeinsamen Erklärung präsentierten die Hanseaten am Mittwochmorgen die Ergebnisse des nächtlichen Treffens.

"Wir haben hart, aber konstruktiv diskutiert. Da die Einnahmen aus der Champions League fehlen, ist die finanzielle Ausstattung gegenüber der Vorsaison, wo wir durch diese Einnahmen und den Özil-Transfer einen Gewinn erwirtschaftet haben, deutlich verringert. Das ist ein völlig normaler Vorgang. Dennoch wurden vom Aufsichtsrat bereits erhebliche Mittel für die Verpflichtungen der Spieler Ekici, Schmitz, Wolf, Stevanovic und Trybull frei gegeben. Das Planbudget 2011/2012 beinhaltet bereits jetzt signifikante Ausgaben, die deutlich über die erwarteten Einnahmen hinausgehen. Um der veränderten Einnahmesituation Rechnung zu tragen ist eine restriktive Ausgabenpolitik unabdingbar" stellte Willi Lemke, der Vorsitzende des Aufsichtsrates, noch einmal fest.

"Die Geschäftsführung hat dem Aufsichtsrat versichert, dass diese Haltung akzeptierter Grundsatz des gemeinsamen Handelns ist und eventuelle Irritationen in dieser Richtung bedauert. Werder Bremen hält an der Geschäftspolitik fest, einen finanziell gesunden Verein zu erhalten und auch weiterhin nur das Geld auszugeben, das eingenommen wird", führte Lemke weiter aus.

"Es ist gut und wichtig, dass wir jetzt alle Kräfte für einen erfolgreichen Saisonstart bündeln und gemeinsam die bevorstehenden Aufgaben meistern", fasste Allofs das Ergebnis der Gesprächsrunde zusammen.

Der ehemalige Werder-Manager Lemke erkennt den Wunsch der sportlichen Leitung nach einer weiteren Verstärkung an: "Natürlich haben wir Verständnis für die Sorgen der sportlichen Leitung, die durch die Verletzung von Mikael Silvestre sich noch einmal verstärkt haben. Wenn ein gangbarer Weg gefunden wird, unterstützen wir die Bemühungen, die derzeitige personelle Lage in der Innenverteidigung noch zu verbessern."

Der Franzose Silvestre musste sich Anfang Juli wegen eines Knorpelschadens einer Not-OP am Knie unterziehen und wird Schaaf im schlimmsten in der kompletten Hinrunde fehlen. Der 32-Jährige ist aber nicht das einzige Sorgenkind in der Defensive. Besonders hinter einer Rückkehr von Naldo, der wegen eines Knochenödems ein Jahr lang kein Spiel bestreiten konnte, steht noch ein dickes Fragezeichen.

Mit Sebastian Prödl (Operation am Gesäßmuskel) ist zudem wohl erst im September, mit Sebastian Boenisch Knorpelschaden) gar erst im Oktober wieder zu rechnen. Und auch Per Mertesacker konnte nicht wie gewünscht an der Vorbereitung teilnehmen. Der Nationalspieler hat Probleme mit der Ferse und befindet sich weiter in der Reha in Donaustauf, zum Saisonstart fällt er definitiv aus.

Dass in der Abwehr Nachholbedarf herrscht, wurde auch beim 4:3-Sieg im Testspiel am Dienstagabend gegen den Liga-Konkurrenten SC Freiburg deutlich. Zwar zeigten die Werderaner in der Offensive eine gute Leistung, besonders Sorgenkind Marko Arnautovic wusste mit zwei Toren zu überzeugen. Doch bei den Gegentreffern sah die Defensive alles andere als sattelfest aus.

"Wir klopfen in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat verschiedene Wege ab, um noch einen weiteren Abwehrspieler zeitnah verpflichten zu können", sagte Allofs nun nach dem Gespräch. Seit längerer Zeit wird an der Weser der Name von Sokratis Papastathopoulos (AC Mailand) gehandelt. Der 23-Jährige konnte sich bei den Lombarden allerdings nicht durchsetzen, Werder möchte in gerne ausleihen. Angeblich sind sich sämtliche Parteien über eine Einigung bereits sehr nahe gekommen.

20.07.11
 

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