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12.07.2011, 21:30

Mainz schlägt Legia 3:0 - Neuzugänge unter der Lupe

Malli ist "dran auf einem sehr hohen Niveau"

Mainz 05 hat den ersten richtigen Härtetest mit Bravour bestanden. Mit 3:0 besiegte die in einem großen Umbruch befindliche Mannschaft von Thomas Tuchel den polnischen Erstligisten Legia Warschau. Vor 500 Zuschauern in Schladming erzielten Ivanschitz, Müller und Choupo-Moting die Tore gegen einen der möglichen Gegner in der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League (28. Juli und 4. August). Nach zwei Niederlagen und zwei Siegen in den bisherigen Testspielen diente die Begegnung als wichtiger Stimmungsaufheller für das Überraschungsteam der Vorsaison.

Aus dem Mainzer Trainingslager in Schladming berichtet Uwe Röser

Yunus Malli
Gehört in Mainz zu den Gewinnern der Vorbereitung: Neuzugang Yunus Malli.
© imagoZoomansicht

"Wir kennen uns jetzt besser als Mannschaft, aber die Partie gegen Legia Warschau kommt für uns auf dem Höhepunkt der intensivsten Vorbereitung", hatte Tuchel vor dem zweiten Testspiel während des neuntägigen Trainingslagers in Flachau gesagt. "Wir erwarten schon, dass die Mannschaft sich bemüht, die gesetzten Schwerpunkte umzusetzen."

Das ist seinem Team sehr gut gelungen. Das kompakte Verteidigen, die Balleroberung sowie das schnelle Umschalten klappte viel besser als zuletzt. Entsprechend zufrieden zeigte sich der Cheftrainer, der bei der Belastungsdosierung der Trainingseinheiten wenig Rücksicht auf die Testspiele nahm, nach der Begegnung. "Das waren schon mehr als gute Ansätze. Wir haben viele Torchancen herausgespielt und hätten deutlich höher gewinnen können. Wir waren sehr kompakt, haben keine Torchancen zugelassen. Von daher kann man von einer sehr guten Leistung sprechen."

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Tuchel hat die Vorbereitung, die am 22. Juni begann, in drei große Blöcke eingeteilt, das Trainingslager bildet den mittleren. Neun Neuzugänge, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu der Mannschaft stießen, muss der Coach in die Mannschaft integrieren. Einige von ihnen sind noch sehr damit beschäftigt, sich an das sehr intensive Training, die hochkomplexen Übungs- und Spielformen sowie die speziellen Mainzer Spielprinzipien zu gewöhnen. Dennoch lässt sich nach 21 Trainingstagen erstes Zwischenfazit ziehen, was die Einschätzung der Neuverpflichtungen betrifft.

Von Choupo-Moting bis Schönheim: Die Neuzugänge im Zwischenfazit

Eric Maxim Choupo-Moting (22): Der Nationalspieler Kameruns, der für den Hamburger SV und Nürnberg bereits Bundesliga spielte, stieg aufgrund von Länderspieleinsätzen erst am 3. Juli ins Training ein. Der technisch versierte Angreifer ist kreativ, stark im Eins-gegen-eins und setzt sich immer wieder durch unorthodoxe Bewegungen und unerwartete Körpertäuschungen vom Gegenspieler ab.. Gegen Grödig probierte ihn Tuchel als hängende Spitze hinter Ujah aus, gegen Legia lief er nach der Pause als Rautenspitze auf und traf zum 3:0. Choupo-Moting kann in der Offensive alle Positionen bekleiden.

Anthony Ujah (20): Der Nigerianer steht voll im Saft, erzielte für Lilleström SK in der aktuellen Meisterschaftssaison zwölf Tore in 13 Spielen, bevor er nach Mainz wechselte. Gegen Warschau bildete er vor der Pause mit Allagui einen Zweimannsturm, war torgefährlich, oft anspielbar und arbeitete gut nach hinten mit. Ujah, der seine Stärken im Strafraum hat, aber im Kombinationsspiel noch zulegen muss, scheiterte einmal am Außennetz und einmal am gegnerischen Torwart.

Yunus Malli (19): Eigentlich war der kreative Mittelfeldspieler, der von Gladbachs A-Junioren kam, nur als Perspektivspieler eingeplant, aber der glänzende Techniker ist bereits jetzt "dran auf einem sehr hohen Niveau", sagte Tuchel. Seine ideale Position ist die vordere Rautenspitze, gegen Warschau gefiel er durch seine ständige Anspielbarkeit und kluge Pässe in die Spitze. Bei ihm sieht vieles leicht aus, gegen die Polen war er an vielen torgefährlichen Situationen beteiligt. Muss körperlich noch zulegen.

Zdenek Pospech
Klarer Kandidat auf einen Platz in der Stammelf: Zdenek Pospech.
© imago

Zdenek Pospech (32): Man darf jetzt schon davon ausgehen, dass der Tscheche, der beim FC Kopenhagen Champions League spielte, zur Stammformation gehört. Routiniert, resolut im Zweikampf und mit viel Offensivdrang. Idealerweise dürfte er rechts hinten verteidigen, durch die Vakanz auf der Linksverteidigerposition sieht ihn Tuchel dort auch als Alternative.

Nicolai Müller (23): Kam von Zweitligist Greuther Fürth und durfte gegen den polnischen Pokalsieger im halbrechten Mittelfeld spielen. Müller ist außerordentlich schnell und hat einen präzisen Torabschuss, was er mit seinem Treffer zum 2:0 untermauerte. In den Trainingseinheiten noch oft mit angezogener Handbremse, was durch die Umstellung auf die Mainzer Spielprinzipien aber verständlich ist.

Zoltan Stieber (22): Blitzschnelle Bewegungen und eine hervorragende Schusstechnik zeichnen den Ungarn aus, der von Zweitligist Alemannia Aachen kam. Gegen Warschau unauffällig im halblinken Mittelfeld. Ähnlich wie Müller ist der Offensivspieler im Training noch darauf bedacht, keine Fehler zu machen. Muss körperlich robuster werden, hat aber gute Anlagen.

Julian Baumgartlinger
Erfüllt die Erwartungen vollends: Julian Baumgartlinger.
© imagoZoomansicht

Julian Baumgartlinger (23): Der österreichische Nationalspieler, der von Austria Wien kam, erfüllt bislang die Erwartungen vollends. Sehr präsent im Mittelfeld, spielte gegen Warschau zentral defensiv. Ein Stratege, zweikampfstark und ruhig am Ball. Besitzt große Chancen auf einen Platz in der Startelf.

Deniz Yilmaz (23): Gegen Grödig probierte Tuchel den Offensivmann, von Drittligist Bayern München II gekommen, auf der rechten Außenbahn aus, gegen Warschau als Spitze. Noch sucht Tuchel nach der richtigen Position. Yilmaz ist ein Kämpfer und einer, der den Torabschluss sucht, aber er braucht noch Zeit. Sein Kombinationsspiel ist ausbaufähig.

Fabian Schönheim (24): Der von Drittligist Wehen-Wiesbaden gekommene Linksverteidiger benötigt noch einiges an Zeit, um sich an das wesentlich höhere Niveau in der Bundesliga zu gewöhnen. Gegen Warschau als Innenverteidger aufgeboten. Hat in vielen Bereichen noch Nachholbedarf, auch was seine Körpersprache betrifft. Mainz schaut sich momenatn nach einem weiteren Linksverteidiger um.


Mainz 1. Halbzeit: H. Müller - Pospech, Bungert, Noveski, Caligiuri - Polanski - Risse, Ivanschitz - Malli - Allagui, Ujah
Mainz 2. Halbzeit: H. Müller - Risse, Zabavnik, Schönheim, Gopko - Baumgartlinger - Stieber, Müller - Choupo-Moting - Yilmaz, Sliskovic

12.07.11
 
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zum Thema

weitere Infos zu Malli

Vorname:Yunus
Nachname:Malli
Nation: Deutschland
Verein:1. FSV Mainz 05
Geboren am:24.02.1992

weitere Infos zu Ujah

Vorname:Anthony
Nachname:Ujah
Nation: Nigeria
Verein:1. FSV Mainz 05
Geboren am:14.10.1990

weitere Infos zu Choupo-Moting

Vorname:Eric Maxim
Nachname:Choupo-Moting
Nation: Deutschland
  Kamerun
Verein:1. FSV Mainz 05
Geboren am:23.03.1989

weitere Infos zu Pospech

Vorname:Zdenek
Nachname:Pospech
Nation: Tschechien
Verein:1. FSV Mainz 05
Geboren am:14.12.1978

weitere Infos zu N. Müller

Vorname:Nicolai
Nachname:Müller
Nation: Deutschland
Verein:1. FSV Mainz 05
Geboren am:25.09.1987

weitere Infos zu Stieber

Vorname:Zoltan
Nachname:Stieber
Nation: Ungarn
Verein:1. FSV Mainz 05
Geboren am:16.10.1988

weitere Infos zu Baumgartlinger

Vorname:Julian
Nachname:Baumgartlinger
Nation: Österreich
Verein:1. FSV Mainz 05
Geboren am:02.01.1988

weitere Infos zu Yilmaz

Vorname:Deniz
Nachname:Yilmaz
Nation: Deutschland
  Türkei
Verein:1. FSV Mainz 05
Geboren am:26.02.1988

weitere Infos zu Schönheim

Vorname:Fabian
Nachname:Schönheim
Nation: Deutschland
Verein:1. FSV Mainz 05
Geboren am:14.02.1987

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Wechselbörse - 1. FSV Mainz 05

NameZ/APositionDatum
Zidan, MohamedSturm31.01.2012
 
Bell, StefanAbwehr19.01.2012
 
Heller, FlorianMittelfeld10.01.2012
 
Gavranovic, MarioSturm31.08.2011
 
Sliskovic, PetarSturm31.08.2011
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