Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

03.05.2011, 09:07

Gladbach: Konzept des Trainers greift

Favre voll in Fahrt

Energisch auf dem Platz und resolut beim Punktesammeln, bescheiden indes im Auftreten hinterher. So gibt sich Lucien Favre mit seiner Gladbacher Borussia, der in Hannover den zweiten Sieg in Folge, ein Novum in dieser Spielzeit, eher dezent und zurückhaltend kommentierte.

Lucien Favre
Hat der Borussia wieder Leben eingehaucht: Lucien Favre.
© picture-allianceZoomansicht

"Lucien", musste Mirko Slomka den Kollegen auffordern, "sei nicht so bescheiden. Der Erfolg war absolut verdient. Ihr wart in allen Belangen deutlich besser."

Volle Fahrt voraus bei den Gladbachern. Wieder 1:0 gegen eine Spitzenmannschaft, wie in der Vorwoche gegen den Meister Dortmund. Die vor Wochen schon als Absteiger gehandelte niederrheinische Borussia kämpft weiter furios und famos ums Überleben. Ein Stehaufmännchen, das enormen Behauptungswillen verkörpert. So dass in Niedersachsen nicht nur Manager Max Eberl (37) ungebrochene Zuversicht verströmte, als er die "beeindruckende Leistung" würdigte: "Natürlich, ich glaube absolut an die Rettung."

Gladbach in Fahrt, auf der Überholspur im Tabellenkeller, Konkurrent Frankfurt wieder in Sichtweite und Schlagdistanz. Der Trainer dabei auch in Fahrt. Lucien Favre, eher als einer der Stillen im Land bekannt, coachte die Truppe gestenreich zum Sieg. Verkehrte Welt in der Arena: Favres Zöglinge keineswegs wie ein Absteiger, sondern so, wie man es vom Überraschungsteam 96 erwartet hätte.

"Wir wissen, wie die spielen."Filip Daems über Favres Vorbereitung

- Anzeige -

Der "gute Lauf", wie Kapitän Filip Daems (32) den Endspurt im Saisonfinale nennt, hat einen Grund: Lucien Favre, der Trainer. Alle loben sein Konzept, seine Strategie. Der Trainer, sagt Abwehrchef Martin Stranzl (30), bereite sie immer akribisch auf den nächsten Gegner vor. "Wir wissen, wie die spielen." Es glückte auch gegen 96, vielleicht die beste Kontermannschaft der Liga. "Wir wollten hoch spielen", erläuterte Favre selbst. Die Gäste setzten es perfekt um. Vorbildlich in der Defensive, immer mit dem Drang nach vorn, das Ganze indes ohne Risiko, mit der nötigen Absicherung. Stranzl strich das "gute Umkehrspiel" heraus: "Wir alle waren schnell hinter dem Ball."

Dazu gibt es mit Geburtstagskind Marc-André ter Stegen (19) einen neuen Rückhalt, mit dem Torschützen Marco Reus einen Hoffnungsträger, doch über allem thront momentan der Coach. Dieser glaubt ans positive Ende. Drei Siege, so hatte er vor Hannover gerechnet, reichen für den direkten Klassenerhalt. Wobei leichte Zweifel angebracht sind. Wenn es hart auf hart kommt, könnte Gladbach auch mit 28 Punkten aus der Rückrunde absteigen. Doch Favre bleibt bei seiner Arithmetik: "Sieben Punkte, und es geht in die Relegation, sechs könnten zu wenig sein, weniger - und wir sind tot." Drei hat er schon, die Borussia ist noch sehr lebendig.

Jan Lustig

03.05.11
 
- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema
- Anzeige -

1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Borussia Dortmund64:2172
 
2Bayer Leverkusen63:4465
 
3Bayern München79:3962
 
4Hannover 9646:4457
 
51. FSV Mainz 0550:3855
 
61. FC Nürnberg46:4247
 
7Hamburger SV45:5144
 
8SC Freiburg41:4944
 
91899 Hoffenheim49:4743
 
101. FC Kaiserslautern45:4943
 
11VfB Stuttgart59:5742
 
12Werder Bremen45:5841
 
131. FC Köln45:6141
 
14FC Schalke 0437:4240
 
15VfL Wolfsburg40:4735
 
16Borussia M'gladbach47:6435
 
17Eintracht Frankfurt30:4634
 
18FC St. Pauli34:6629
- Anzeige -

- Anzeige -