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21.01.2011, 19:12

Nach Gespräch mit Zwanziger und Niersbach

Sammer bleibt beim DFB - Rieckhoff enttäuscht

Matthias Sammer bleibt beim Deutschen Fußball-Bund und wird nicht Sportdirektor beim Hamburger SV! Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Sammer mit DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und Generalsekretär Wolfgang Niersbach am Freitag in Frankfurt am Main. Sammer wird nun seinen bis 2013 laufenden Vertrag beim DFB erfüllen. Der HSV-Aufsichtsratsvorsitzende Ernst-Otto Rieckhoff kann die Entscheidung von Sammer überhaupt nicht nachvollziehen.

Matthias Sammer
DFB statt HSV: Matthias Sammer hat sich entschieden.
© picture-allianceZoomansicht

Mit Unverständnis reagierte Rieckhoff am Abend auf die Entscheidung Sammers. "Wir sind enttäuscht und überrascht. Wir hatten über Wochen sehr gute und konstruktive Gespräche und waren uns in den inhaltlichen Fragen einig", erklärte er. "Es lag ein ausverhandelter Vertrag vor. Sein Rückzug ist für uns nicht nachvollziehbar."

Schon am Dienstag hatten sich sechs HSV-Aufsichtsräte mit Sammer getroffen und satte vier Stunden lang verhandelt. Am Donnerstag wurden bereits Details über den Kontrakt mit Sammers Anwalt besprochen. Trotzdem kam es zu keiner Einigung. Eine Blamage für den HSV? "Ich finde es überhaupt nicht peinlich, denn wir haben uns keinerlei Versäumnisse vorzuwerfen", erklärte Rieckhoff, der betonte, im Werben um Sammer gegenüber dem DFB stets mit offenen Karten gespielt zu haben. Rieckhoff ist der Meinung, "dass der DFB Sammer zeitlich unter Druck gesetzt hat". Beim HSV soll es nun erstmal weitergehen wie bisher, denn: "Es gab keine Suche, es gab nur die Option Sammer", so der HSV-Aufsichtsratsvorsitzende. Bastian Reinhardt werde weitermachen wie bisher, eine Unterredung habe bereits stattgefunden.

Zwanziger und Niersbach erfreut über Sammers Verbleib

Ganz anders die Stimmung beim DFB: Am Rande der turnusmäßigen Präsidiumssitzung des DFB äußerte sich Verbandspräsident Dr. Theo Zwanziger erfreut über den Verbleib Sammers: "Matthias Sammer hat in den vergangenen Jahren viele positive Dinge für die Entwicklung des deutschen Fußballs auf den Weg gebracht. Wir freuen uns, dass er seine engagierte Arbeit im Nachwuchsbereich auch in Zukunft fortsetzen wird." Zwanziger hatte am Mittwoch gegenüber dem kicker von Sammer für Freitag eine klare Aussage gefordert. Nach knapp fünf Stunden Dauer bekamm Zwanziger diese.

Wolfgang Niersbach fügte an: "Für den DFB ist es wichtig, dass wir auf einer solchen Position Klarheit und Planungssicherheit haben. Umso mehr freuen wir uns über dieses deutliche Bekenntnis von Matthias Sammer zum DFB."

Sammer, seit 2006 im Amt, erklärte seine Entscheidung via dfb.de: "Nach reiflicher Überlegung und vor dem Hintergrund, dass eine schnelle Stellungnahme gefordert war, bin ich zu dieser Entscheidung gekommen. Das Interesse des HSV ehrt mich sehr, aber es warten beim DFB noch viele Aufgaben, auf die ich mich freue."

Elf Kandidaten seit dem Beiersdorfer-Aus 2009

Die lange Suche beim Hamburger SV nach einem neuen Sportdirektor geht damit weiter. Große Unruhe herrschte am 24. Juni 2009 mit dem Aus von Sportchef Dietmar Beiersdorfer - niemand hätte da prophezeit, dass der Wirbel von da an erst richtig losgehen würde. Zehn konkrete Kandidaten waren seitdem im Rennen (u.a. Oliver Kreuzer, Roman Grill, Martin Bader, Horst Heldt, Nico Hoogma, Sergej Barbarez, Stefan Beinlich und Urs Siegenthaler). Sammer ist nun der elfte, der den Weg nach Hamburg nicht findet.

Sein Nein bedeutet zugleich eine erste schwere Schlappe für den neuen Aufsichtsrat um Chef Ernst-Otto Rieckhoff. Und Ex-Profi Bastian Reinhardt bleibt beim siebenmaligen deutschen Meister vorerst für die sportlichen Entscheidungen zuständig. "Ich bin ratlos und enttäuscht, weil ich Matthias Sammer sehr gern beim HSV gesehen hätte. Solange ich seine Gründe für die Absage nicht kenne, werde ich mich aber nicht weiter dazu äußern", sagte Aufsichtsratmitglied Jürgen Hunke gegenüber der "Welt". Der HSV müsse jetzt "gemeinsam und fest zusammenstehen und eine neue Lösung finden".

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 21.01., 18:14 Uhr
GAU beim HSV - Sammer sagt ab
Was für eine Blamage für den HSV! Matthias Sammer wird nun doch nicht Sportdirektor bei den Norddeutschen, er wird dem DFB weiter die Treue halten. Trainer Armin Veh wird diese Nachricht übel aufstoßen, hatte er sich doch schon auf den neuen Mann im Hintergrund gefreut. Auch kicker-Chefredakteur Klaus Smentek kommentiert: Schlimmer hätte es für die Hamburger kaum kommen können.
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Gründungsdatum:28.01.1900
Anschrift:Deutscher Fußball-Bund (DFB)
Otto-Fleck-Schneise 6
Postfach 71 02 65
60492 Frankfurt am Main
Telefon: 0 69 - 6 78 80
Telefax: 0 69 - 6 78 82 66
Internet:http://www.dfb.de/

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Vereinsname:Hamburger SV
Gründungsdatum:29.09.1887
Mitglieder:84.237 (01.08.2018)
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz
Anschrift:Sylvesterallee 7
22525 Hamburg
Telefon: (040) 41551887
Telefax: (040) 41551234
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Internet:http://www.hsv.de


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