
| Vorname: | Torsten |
| Nachname: | Frings |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | FC Toronto |
| Geboren am: | 22.11.1976 |
Als er den entscheidenden Moment des Spiels, seinen mit 108 Stundenkilometern ins Netz gewuchteten Freistoß in der Nachspielzeit, beschreiben sollte, wechselte der Bremer Oldie schnell das Thema. Kein Wort kam dem Spielgewinner über seinen tollen Schuss über die Lippen, vielmehr widmete er sich sofort Werder und der Gesamtsituation: "Die drei Punkte waren heute sehr wichtig für uns. Wir haben uns für unsere gute Leistung somit belohnt."
Sogleich schilderte der frühere Nationalspieler die Minuten nach dem Ausgleich der Hoffenheimer. Angefressen sei er gewesen, so Frings. "Nur wir hatten den Sieg verdient." Seine Wut hatte sich auch angestaut wegen eines nicht erfolgten Elfmeter-Pfiffs. Frings zum Handspiel Becks: "Keine natürliche Handbewegung, ein klarer Elfer. Unverständlich, wie man so etwas nicht ahnden kann." Es wäre die Chance zum 2:0 gewesen, womöglich die Vorentscheidung. "Bitter, wenn das Spiel anders ausgeht!"
Dass der Unparteiische Felix Zwayer mit seiner Fehlentscheidung nicht noch mehr in den Fokus rückte, hatte er dem Werder-Schützen zu verdanken. Dieser legte seine ganze Frustration in seinen Gewaltschuss, der für viele Beobachter überraschend kam. Die Spezialisten nicht da: Naldo verletzt, Hugo Almeida verkauft, Marko Arnautovic ausgetauscht. Mit Avdic ein kopfballstarker Mann eingewechselt. Alles wartete auf einen Heber in den Strafraum. Doch Frings, der Chef, entschied anders. "Leg den Ball vor!", ordnete er im Dialog mit Marko Marin an. Dieser tat, wie befohlen. Die letzte Aktion eines Krimis. Die Pointe des Spiels, über die Klaus Allofs (54) mit einem Schmunzeln sagte: "Das war ja unser Trick, weil viele mit einem hohen Ball rechneten." Der Werder-Chef dann ernsthaft: "Wir haben dies einstudiert."
Bei aller getroffenen Vorkehrung kam natürlich Glück dazu. "Was uns zuletzt oft gefehlt hat", so Meisterschütze Frings. Ein Faktor, den man sich erarbeiten müsse. Werder tat es, mit Frings, der vorneweg marschierte. Die lebendig gewordene Willensstärke, die personifizierte Leidenschaft. Seinen Einsatz, "sich gegen Widerstände zu wehren", lobte Trainer Thomas Schaaf (49) bei seinem Lieblingsschüler. Und auch Allofs stimmte in den Lobgesang ein, indem er von einem "Sieg des Willens" sprach. Bezogen auf Frings, mehr noch auf die gesamte Elf: "Wir spielen nur erfolgreich, wenn wir so auftreten."
Allofs umarmte Frings nach dessen Glanztat. Eine spontane Aktion, aus der sich keinerlei Trends in Hinsicht auf die Zukunft von Frings ableiten lassen. Wie es weitergeht, bleibt offen (siehe auch kicker vom 10. 1.). "Es geht darum, die richtigen Schritte einzuleiten", sagte Allofs, "für beide Seiten." Der alte Mann jedenfalls hat sich zurückgemeldet: Kämpfer Frings wieder da!
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | Borussia Dortmund | 42:11 | 46 |
| 2 | ![]() | Hannover 96 | 28:27 | 34 |
| 3 | ![]() | 1. FSV Mainz 05 | 30:20 | 33 |
| 4 | ![]() | Bayer Leverkusen | 36:28 | 33 |
| 5 | ![]() | Bayern München | 32:21 | 30 |
| 6 | ![]() | SC Freiburg | 27:27 | 29 |
| 7 | ![]() | Hamburger SV | 28:28 | 27 |
| 8 | ![]() | Eintracht Frankfurt | 24:24 | 26 |
| 9 | ![]() | 1899 Hoffenheim | 33:24 | 25 |
| 10 | ![]() | 1. FC Kaiserslautern | 28:28 | 22 |
| 11 | ![]() | FC Schalke 04 | 25:25 | 22 |
| 12 | ![]() | 1. FC Nürnberg | 22:29 | 22 |
| 13 | ![]() | Werder Bremen | 25:36 | 22 |
| 14 | ![]() | VfL Wolfsburg | 25:26 | 20 |
| 15 | ![]() | FC St. Pauli | 18:32 | 18 |
| 16 | ![]() | 1. FC Köln | 19:34 | 16 |
| 17 | ![]() | VfB Stuttgart | 33:35 | 15 |
| 18 | ![]() | Borussia M'gladbach | 27:47 | 13 |