Der Linksverteidiger tritt die Nachfolge von Edin Dzeko an, der im Winter für über 30 Millionen Euro zu Manchester City gewechselt war und vor der Spielzeit "leicht politisch motiviert" zum Spielführer des VfL ernannt wurde. Der schon damals abwanderunsgwillige Angreifer sollte mit der Binde am Arm in eine verantwortungsvollere Rolle bei den Niedersachsen gebracht werden. "Er ist beim VfL mit viel Leidenschaft bei der Sache, ein sehr professioneller Spieler, der Erfolg mit dem Verein möchte. Marcel ist ein echter Teamplayer", begründete Trainer Steve McClaren seine Entscheidung.
Im Rennen um das Kapitänsamt war auch der Schweizer Nationaltorwart Diego Benaglio. "Über ihn kann ich das Gleiche sagen wie über Marcel Schäfer. Aber ich wollte gerne jemanden, der als Feldspieler näher an der Mannschaft ist", sagte McClaren.
Der 26-jährige Schäfer wechselte 2007 von 1860 München nach Wolfsburg und absolvierte seither 112 Ligaspiele für den VfL. Dabei erzielte der Linksverteidiger sechs Tore und legte 22 weitere Treffer auf. Unter Ex-Trainer Felix Magath avancierte Schäfer zum Nationalspieler und trug bisher achtmal das Trikot des DFB, doch hat er sich vorerst wieder aus dem Kreis der Löw'schen Elitekicker verabschiedet.
Die offensive Außenbahn sollte Ziani nach seinem Wechsel von Olympique Marseille in die Bundesliga beackern, doch der algerische Nationalspieler schaffte den Sprung beim VfL nicht. Lediglich 15 Spiele absolvierte er für Wolfsburg, nur zwei über die volle Distanz. In dieser Saison kam er fünfmal zum Einsatz, Akzente konnte er nicht setzen.
Nun wechselt er auf Leihbasis zu Kayserispor, dem Tabellen-4. der türkischen SüperLig. Dort soll Ziani, der beim VfL mit Leistenproblemen zu kämpfen hatte, zunächst sechs Monate spielen. Der türkische Erstligist hat sich im Anschluss an das halbe Jahr eine Kaufoption für 2,5 Millionen Euro zusichern lassen.
Während Ziani und Ben Khalifa, der sich dem 1. FC Nürnberg anschließt, auf Leihbasis ihr Glück woanders versuchen, will Arne Friedrich endlich im Trikot der "Wölfe" durchstarten. Bei der WM in Südafrika war er der Stabilisator der deutschen Abwehr, für Wolfsburg konnte der Neuzugang in der Bundesliga aufgrund eines Bandscheibenvorfalls noch keine einzige Minute auflaufen.
Gegen den FC Bayern feiert der Innenverteidiger am Samstag nun sein Liga-Debüt für die Niedersachsen. "Es ist egal, wer der Gegner ist. Wir müssen 100 Prozent geben. Dann kommt der Rest von alleine", sagte der deutsche Nationalspieler. Der soll der Abwehr der McClaren-Elf entsprechend Rückhalt geben und die "Wölfe" in die Spur führen. In der Hinrunde sammelte Wolfsburg nur 19 Punkte und liegt als 13. bereits zehn Zähler hinter dem Saisonziel Europapokalplatz. "Wolfsburg hat ein schweres halbes Jahr hinter sich. Doch ich bin mir sicher, dass wir in der Rückrunde ein anderes Gesicht zeigen", meinte Friedrich.
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