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01.01.2011, 19:33

Hoffenheim: 1899 und der Trainer gehen wohl getrennte Wege

Rangnicks Zeit scheint abgelaufen

Vom Dorfverein zum Bundesligisten: Den entscheidenden Schritt dahin ging 1899 Hoffenheim mit Ralf Rangnick als Trainer. Doch die Erfolgsgeschichte zwischen dem 52-Jährigen und dem Tabellen-8. des deutschen Oberhauses endet mit einem Paukenschlag am Neujahrstag: Rangnick und die TSG sollen in Zukunft getrennte Wege gehen.

Ralf Rangnick
Nicht mehr für Hoffenheim verantwortlich? Trainer Ralf Rangnick.
© imagoZoomansicht

Nach Informationen der "Bild am Sonntag" haben sich die Hoffenheimer und Rangnick in beiderseitigem Einvernehmen auf eine sofortige Auflösung des bis 30. Juni 2012 laufenden Vertrages geeinigt. Der Kontrakt des Coaches wurde erst im Mai 2010 vorzeitig verlängert. "Wir können und werden das momentan nicht kommentieren", erklärte TSG-Pressesprecher Markus Sieger gegenüber dem Sport-Informations-Dienstes (SID) am Samstagabend, verwies allerdings auf eine Pressekonferenz des Vereins am Sonntagvormittag.

Rangnick hatte das Traineramt in Hoffenheim im Juli 2006 übernommen. Die TSG spielte damals in der drittklassigen Regionalliga. Der Fußballlehrer, der zuvor für den VfB Stuttgart, für Hannover 96 und für Schalke 04 in der Bundesliga verantwortlich zeichnete, marschierte mit Hoffenheim in die Bundesliga durch und überraschte mit dem Herbstmeistertitel 2008. Am Ende reichte es für Rangnick und 1899 im ersten Bundesligajahr zu Rang sieben.

Die TSG hat sich in der Bundesliga etabliert, zuletzt gab es dennoch Meinungsverschiedenheiten zwischen Mäzen Dietmar Hopp und Rangnick. Vor allem um den Wechsel von Luiz Gustavo zum FC Bayern. Der Coach hatte betont, den Brasilianer nicht in der Winterpause abgeben zu wollen, dennoch ging der Transfer über die Bühne.

Rangnick ist der vierte Trainer in der Bundesliga, der in dieser Saison vorzeitig seinen Hut nehmen muss. Vor Rangnick wurde in Köln Zvonimir Soldo durch Frank Schaefer ersetzt. Christian Gross gab in Stuttgart den Platz an Jens Keller ab, der wiederum Bruno Labbadia weichen musste.

 

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