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25.11.2010, 14:05

Dortmund: Erfolgstrainer verlängert Vertrag

Frohes Fest: Klopp bleibt bis 2014 beim BVB

Dass er seinen Trainer für die Idealbesetzung und einen echten Glücksfall hält, daraus hat Hans-Joachim Watzke (51) nie einen Hehl gemacht. Genauso wenig hat der Geschäftsführer von Borussia Dortmund verschwiegen, dass er möglichst lange mit Jürgen Klopp (43) zusammenarbeiten möchte. Dieser Wunsch ging am Donnerstag in Erfüllung. Der Erfolgstrainer verlängerte seinen ursprünglich bis 2012 laufenden Vertrag vorzeitig um weitere zwei Jahre bis 2014.

Jürgen Klopp
Weiter für Schwarz-Gelb am Seitenrand: Jürgen Klopp.
© imagoZoomansicht

"Man soll nicht trennen, was zusammengehört", sagte Watzke nach der vollzogenen Verlängerung: "Das ist ein guter Tag für Borussia Dortmund."

"Ich bin unglaublich glücklich über dieses Vertrauen", sagte Klopp. "Als ich das mit der Vertragsverlängerung zuhause erzählt habe, ist Jubel ausgebrochen. Ich freue mich brutal auf die nächsten dreieinhalb Jahre." Auch die beiden Assistenztrainer Zeljko Buvac und Peter Krawietz - die Klopp beide aus Mainz mitbrachte - wurden mit neuen Verträgen mit gleicher Laufzeit ausgestattet.

Bereits zuvor kündigte sich eine Verlängerung der erfolgreichen Zusammenarbeit an. "Beide Seiten wollen das", hatte Marc Kosicke (39), Berater des populären Fußballlehrers gegenüber dem kicker gesagt, "jetzt müssen wir uns nur noch hinsetzen und einen Weg finden, dass es auch so kommt." Und Kosicke sollte recht behalten.

Frohes Fest!

Auf eine vom BVB sogar in Erwägung gezogene Verlängerung bis 2016 (oder den von Watzke eher symbolisch zur Diskussion gestellten unbefristeten Vertrag) ließ sich Klopp aber nicht ein. "Das gebieten der Respekt und die Verantwortung", sagt Kosicke, der in den vergangenen Monaten nach eigenen Angaben von anderen Klubs "verstärkt Anfragen" für seinen Klienten erhielt. Kosicke wimmelte alle ab: "Es hat überhaupt keine Gespräche gegeben. Wo soll Jürgen auch hin, um sich nicht zu verschlechtern?"

In Dortmund genießt Klopp als Architekt des neuen, jungen, erfolgshungrigen BVB längst Kultstatus. Durchschnittlich 1,852 Punkte sammelte er in 81 Ligaspielen mit der Borussia (42 Siege, 24 Unentschieden, 15 Niederlagen). Damit liegt er mittlerweile hauchdünn vor Ottmar Hitzfeld (207 Spiele, 110 Siege, 52 Unentschieden, 45 Niederlagen, 1,845 Punkte), dem Doppelmeister von 1995 und 1996 - und deutlich vor Matthias Sammer (136 Spiele, Punkteschnitt 1,77), Bert van Marwijk (85 Spiele, 1,45) oder Thomas Doll (43 Spiele, 1,30). Augenblicklich weist die Statistik den Coach als punktbesten aller BVB-Trainer aus, die mehr als eine ganze Saison auf der Kommandobrücke standen.

Mit Klopps Dienstantritt im Juli 2008 begann bei der Borussia jene neue Ära, die mit attraktivem Angriffsfußball und der Eroberung der Tabellenspitze in dieser Saison ihren vorläufigen Höhepunkt erlebt. Klopp steht für Leidenschaft ohne Limit, für extreme Emotion, aber auch für Langfristigkeit und Kontinuität. Deshalb stattete ihn Watzke mit einem Vertrag bis 2014 aus. Wie sehr er seinem Trainer vertraut, hatte der Dortmunder Geschäftsführer auch im März 2009 dokumentiert: Damals genehmigte er Klopp den jetzt noch gültigen Kontrakt - branchenunüblich nach sieben sieglosen Bundesligaspielen (fünf Unentschieden, zwei Niederlagen).

Weitere Vertragsverlängerungen stehen aus

Weitere Personalentscheidungen in Dortmund sollen nach Möglichkeit ähnlich zeitnah wie bei Klopp getroffen werden: Die Vertragsverlängerungen von Roman Weidenfeller (30, läuft aus), Marcel Schmelzer (22) und Kevin Großkreutz (22, beide bis 2012) stehen ganz oben auf der Prioritätenliste von BVB-Sportdirektor Michael Zorc (48). Die Gespräche mit dem am Dienstag operierten Patrick Owomoyela (31, Vertrag läuft ebenfalls aus) ruhen im Moment, werden nach Auskunft Zorcs aber "noch vor Weihnachten" wieder aufgenommen.

Tabellenrechner Bundesliga

Die Verhandlungen im Auftrag von Weidenfeller wird jetzt und in der Zukunft Jörg Neubauer führen. Dem in Berlin ansässigen Spieleragenten erteilte der Torwart das Mandat, nachdem er sich vor einem Monat überraschend von seinem Luxemburger Berater Dr. Michael Becker getrennt hatte, "nach zwölf Jahren guter Zusammenarbeit", wie Weidenfeller betont. Becker hatte immer wieder vehement in der Öffentlichkeit moniert, dass der Dortmunder Keeper nie für die A-Nationalmannschaft nominiert worden war. Näher an die DFB-Eliteauswahl hat er Weidenfeller durch seine scharfen Angriffe auf Joachim Löw (50) oder Andreas Köpke (48) nicht gebracht.

Auch Zorc soll bleiben

Auch Sportdirektor Michael Zorc soll den Westfalen länger erhalten bleiben. Noch in der Winterpause soll der ehemalige BVB-Profi ebenfalls mit einem neuen Vertrag bis 2014 ausgestattet werden. "Gehen Sie davon aus, dass die Resultate ähnlich wie bei Jürgen Klopp sein werden", kündigte Watzke an.

Thomas Hennecke

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weitere Infos zu Klopp

Vorname:Jürgen
Nachname:Klopp
Nation: Deutschland
Verein:FC Liverpool