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10.11.2010, 09:00

Die Tragödie: Heute vor einem Jahr starb Robert Enke

Das Jahr danach - Die Zukunft

Vor einem Jahr wählte Robert Enke (32) den Freitod, der Fußball in Deutschland hielt kurz inne. Was ist seither passiert? Hat sich wirklich etwas verändert?

© imago

Er war ein großartiger Mensch, liebevoller Ehemann und Vater, ein außergewöhnlich guter Fußballspieler. Und er trug eine tückische Krankheit in sich, die ihn am 10. November 2009 in den Suizid führte.

Das Jahr nach Robert Enke war geprägt von Schock und tiefer Trauer weit über den Sport hinaus, von Fußball unter teils unwirklichen Bedingungen und vom schwierigen Umgang mit dem Geschehenen. Menschlich nachvollziehbar etwa die Unsicherheit, wie sein Klub Hannover 96 das Ereignis zu bewältigen versuchte. Sie stieß in der Öffentlichkeit wie in Enkes Umfeld nicht auf ungeteilte Zustimmung. Einen Platz oder einen Bereich im Stadion, der an den Torhüter erinnert, wird es unter anderem auch deshalb nicht geben. Eine Straße in der Nähe aber soll Enkes Namen erhalten.

Am Mittwoch werden Vertreter von DFB, Nationalmannschaft und Hannover 96 mit einer Kranzniederlegung am Grab des Verstorbenen gedenken. Die Diskussion, wie es zu der Tragödie kommen konnte, warum sie nicht verhindert wurde, wird weitergehen. "Wir haben uns oft gefragt, wo wir Robert schützen und wo wir ihm das Gefühl geben mussten, dass ihm noch etwas gelingt", sagt Freund und Manager Jörg Neblung (43). "Wir durften ihm den Fußball nicht nehmen." Schwer vermittelbar sei Nichtbetroffenen das Verhalten depressiver Menschen. Er selbst habe eine "gewisse Wut" verspürt, dass Enke auch ihn getäuscht und seine Selbsttötung verwirklicht habe.

Neblung richtet den Blick nach vorne: "Dass Roberts Schicksal vielen, darunter seinem Berufskollegen Andreas Biermann, der sich offenbarte, vielleicht das Leben rettete, dass in Praxen und bei Therapeuten der Zulauf Hilfesuchender ansteigt, sind gute Zeichen."

In der Gesellschaft scheint sich etwas zu verändern, was im Profifußball jedoch kaum möglich ist. Jörg Neblung: "Dort werden immer die elf Stärksten spielen. Es wird kein Platz für die Schwachen sein."

Michael Richter

 

kicker

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