Der Bundesliga-Sonntag war den Eurofightern vorbehalten. Bayer Leverkusen empfing am Nachmittag VfL Borussia Mönchengladbach zum Nachbarschaftsduell. Die Partie entwickelte sich zu einem echten Spektakel. Die Borussia spielte sich fast in einen Rausch und deklassierte die Heynckes-Elf mit 6:3. Gegen Reus und Idrissou wackelten Leverkusens Innenverteidiger Hyypiä und Reinartz ein ums andere Mal. Ballack konnte dem Spiel von Bayer keine Struktur geben. Der 19-jährige Jungspund Herrmann war mit zwei Treffern an dem grandiosen Erfolg beteiligt.
In der ersten Hälfte erteilte ein bärenstarker BVB den Schwaben eine Lehrstunde. Nach 37 Minuten führten die Westfalen völlig verdient mit 3:0. Die Stuttgarter Defensive mit Niedermeier und Boulahrouz taumelte von einer Verlegenheit in die nächste. Erst nach der Pause zeigte der VfB Gegenwehr. Mehr als das 1:3 durch Cacau war gegen clevere Dortmunder nicht drin. Der VfB rangiert nach zwei bitteren Niederlagen am Tabellenende, Dortmund gelang die Rehabilitation nach dem 0:2 gegen Leverkusen.
Alle Augen auf Diego. Einen Tag nach seiner Verpflichtung feierte der Brasilianer am Samstag sein Debüt für Wolfsburg. Und der Brasilianer setzte gegen Mainz Mitte der ersten Hälfte den Schlusspunkt unter verrückte sieben Minuten, in denen der VfL, auch dank haarsträubender Patzer der Gäste, dreimal traf. Die Entscheidung? Pustekuchen! Rasmussen setzte noch vor der Pause eine wahnsinnige Aufholjagd in Gang, die Szalai fünf Minuten vor dem Ende mit dem Siegtreffer zum 4:3 krönte! Das letzte Auswärtsteam, das nach einem 0:3-Rückstand in der Bundesliga noch gewann, war der VfL Bochum vor 20 Jahren beim 4:3 in Düsseldorf.
Wie die Wolfsburger kassierte auch Schalke 04 die zweite Niederlage im zweiten Spiel - und das hochverdient! Hannover 96 hätte zur Pause schon höher führen können, doch nach dem Führungstor von Rausch traf Stoppelkamp nur den Pfosten. Kurz nach dem Wechsel erhöhte Abdellaou für die Niedersachsen, die die großen Löcher in der Schalker Abwehr noch konsequenter hätten nutzen können und nach Jones' Anschlusstor so noch kurz zittern mussten.
Sechs Punkte hat auch der Hamburger SV auf dem Konto, der in Frankfurt trotz Halbzeit-Rückstands noch mit 3:1 gewann. Mathijsen gelang nach einer Ecke per Kopf der Ausgleich, sieben Minuten vor dem Ende war es dann erneut van Nistelrooy, der den Hamburgern einen Traumstart bescherte. Die Eintracht hingegen wartet weiter auf den ersten Punktgewinn.

Auch in Nürnberg hielt die Führung des Heimteams nicht. Nach einem Patzer von Gästetorhüter Pouplin köpfte Schieber den Club zwar in Führung, doch Cissé drehte den Spieß mit seinem Saisontreffern Nummer zwei und drei um und bewahrte den Sportclub vor einem Fehlstart. Franken ist für den SC ein gutes Pflaster. Am 14. Spieltag der vergangenen Saison hatten die Dutt-Schützlinge zuletzt auswärts gewonnen - in Nürnberg.
Der einzige Heimsieg gelang am Nachmittag Werder Bremen, das sich von den Europacup-Strapazen in Genua gut erholt zeigte und einen über weite Strecke harmlosen 1. FC Köln mit 4:2 bezwang. Mann des Tages war dabei Neuzugang Arnautovic, der zwei Treffer erzielte und einen weiteren vorbereitete.
Am Samstagabend feierte das Millerntor auf St. Pauli die Bundesliga-Rückkehr. Nach dem 3:1 in Freiburg verhinderte bei Bolls Kopfball einzig die Latte einen Start nach Maß für die Hamburger, die in der ersten Hälfte in einer überaus intensiven Partie das bessere Team waren. Erst nach dem Wechsel wurde Hoffenheim stärker. Fünf Minuten vor dem Ende beförderte Vorsah den Ball nach einer Ecke am ersten Pfosten über die Linie. Nach dem knappen 1:0-Erfolg sind die Rangnick-Schützlinge - saisonübergreifend - nun schon seit sechs Spielen ungeschlagen. Und grüßen gemeinsam mit Kaiserslautern von der Tabellenspitze.

Kaiserslautern lieferte am Freitagabend gegen die Bayern auf dem heimischen Betzenberg einen großen Kampf und gewann durch einen Doppelschlag in der 36. und 37. Minute mit 2:0 gewann. Die Bayern mühten sich zwar, um dem Spiel noch eine Wendung zu geben, blieben aber im Abschluss zu harmlos. Umgekehrt hatte der FCK noch die eine oder andere Kontermöglichkeit, um das Ergebnis sogar noch weiter auszubauen. Wermutstropfen: In der Nachspielzeit verloren die Lauterer Torschütze Ilicevic mit Gelb-Rot.
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | 1899 Hoffenheim | 5:1 | 6 |
![]() | 1. FC Kaiserslautern | 5:1 | 6 | |
| 3 | ![]() | 1. FSV Mainz 05 | 6:3 | 6 |
| 4 | ![]() | Hamburger SV | 5:2 | 6 |
| 5 | ![]() | Hannover 96 | 4:2 | 6 |
| 6 | ![]() | Borussia M'gladbach | 7:4 | 4 |
| 7 | ![]() | FC St. Pauli | 3:2 | 3 |
| 8 | ![]() | Borussia Dortmund | 3:3 | 3 |
| 9 | ![]() | Werder Bremen | 5:6 | 3 |
![]() | Bayer Leverkusen | 5:6 | 3 | |
| 11 | ![]() | SC Freiburg | 3:4 | 3 |
| 12 | ![]() | Bayern München | 2:3 | 3 |
| 13 | ![]() | 1. FC Nürnberg | 2:3 | 1 |
| 14 | ![]() | VfL Wolfsburg | 4:6 | 0 |
| 15 | ![]() | FC Schalke 04 | 2:4 | 0 |
| 16 | ![]() | Eintracht Frankfurt | 2:5 | 0 |
| 17 | ![]() | 1. FC Köln | 3:7 | 0 |
| 18 | ![]() | VfB Stuttgart | 1:5 | 0 |
| 1. Gomez, Mario | Bayern München | ![]() |
| Spiele: 32 | Tore: 28 | |
| 2. Cissé, Papiss Demba | SC Freiburg | ![]() |
| Spiele: 32 | Tore: 22 | |
| 3. Novakovic, Milivoje | 1. FC Köln | ![]() |
| Spiele: 28 | Tore: 17 | |
| 4. Barrios, Lucas | Borussia Dortmund | ![]() |
| Spiele: 32 | Tore: 16 | |
| 5. Gekas, Theofanis | Eintracht Frankfurt | ![]() |
| Spiele: 34 | Tore: 16 | |