In drei Fällen sollen die Versuche gescheitert sein, in einem Fall jedoch soll Alicante "erfolgreich" gewesen sein. Einen Monat vor Beginn der neuen Saison fordert Spaniens Staatssekretär für Sport, Jaime Lissavetzky, schnelle Aufklärung.
Hercules hatte sich den Aufstieg erst am letzten Spieltag gesichert. Real Betis aus Sevilla schaute seinerzeit in die Röhre, die Andalusier verlangen nun einen Platz in der Primera División für den Fall, dass sich die Vorwürfe gegen Alicante bestätigten.
Die spanische Justiz sei dem Hercules-Eigentümer Enrique Ortiz bei Ermittlungen wegen eines Korruptionsskandals bei der Müllabfuhr von Alicante auf die Spur gekommen. Beim Abhören von Telefonaten des Geschäftsmanns sollen die Ermittler von den Bestechungsversuchen im Fußball erfahren haben.
Die Zweitligisten UD Salamanca, CF Girona und Recreativo de Huelva sollen Bestechungsversuche des Klubchefs zurückgewiesen haben. Dahingegen soll der Torwart des CF Cordoba, Raul Navas, ein Schmiergeld von 100.000 Euro angenommen haben. Hercules gewann mit 4:0. Der Keeper bestreitet energisch, Geld von Hercules entgegengenommen zu haben.
Für die Justiz stellen Manipulation von Spielausgängen nach spanischem Recht bislang keinen Straftatbestand dar. Die Sportbehörden forderten jedoch die Staatsanwaltschaft auf, ihnen Beweismaterial zur Verfügung zu stellen, damit sportliche Sanktionen verhängt werden können. Die Vorwürfe müssten vor dem Saisonstart am 31. August aufgeklärt werden. Hercules-Präsident Valentin Botella sagte: "Wir sind auf sportlich einwandfreie Weise aufgestiegen. Auf dieses Ziel hatten wir jahrelang hingearbeitet."
Mittlerweile wurden neue Vorwürfe gegen den Verein bekannt. So soll laut der spanischen Tageszeitung "El Pais" vom Dienstag der Klub-Eigner Enrique Ortiz mit der Bestechung des Cordoba-Keepers geprahlt haben.
"Bei unserem ersten Tor warf der Keeper sich in die falsche Ecke", soll der Bauunternehmer nach Angaben des Blattes in einem abgehörten Telefongespräch mit einem Angehörigen gesagt haben. "Mensch, das war einfach super."
"Salamanca haben wir 150.000 Euro angeboten", sagte Ortiz nach Angaben der Zeitung in dem abgehörten Gespräch. "Das Team wollte das Geld aber nicht, dennoch haben wir es mit 4:0 abgefertigt."
Allerdings droht der Bestechungsskandal, im Sande zu verlaufen. Denn ein Gericht entschied, belastendes Beweismaterial unter Verschluss zu halten und nicht den Sportverbänden zur Verfügung zu stellen. Damit hat der spanische Fußball-Verband (RFEF) praktisch keine Handhabe, Sanktionen wegen angeblicher Schmiergeldzahlungen zu verhängen.
Die Justiz stellte ihre Ermittlungen in dem Fall ein, weil die Manipulation von Fußballspielen in Spanien keinen Straftatbestand darstellt. Daraufhin beantragte die Staatsanwaltschaft, die Aufnahmen der abgehörten Telefongespräche dem nationalen Fußball-Verband (RFEF) und der Sportbehörde CSD zur Verfügung zu stellen.
Der zuständige Ermittlungsrichter begründete seine Ablehnung des Gesuchs damit, dass eine Weitergabe die Privatsphäre des Hercules-Bosses verletzen würde.
| Verein | Name | Datum | Position |
|---|---|---|---|
|
05.09.10
Sturm
Bielefeld: Zieges emotionaler Auftritt |
|||
|
01.09.10
Torwart
Portugal: Neue Aufgabe für Ex-Nationalkeeper |
|||
|
31.08.10
Torwart
Österreich: Neuer Torwart beim Ligaprimus |
|||
| Die aktuellsten Forenbeiträge |
|---|
|
Re (2): Nochmal Derbypreise
von:
Ebbe_the_best
- 06.09.10, 07:28 - 2 mal gelesen
|
|
Re: Was passiert, wenn man eine Handgranate in Dettos Küche wirft?
von:
Schalkerherzdame
- 06.09.10, 07:21 - 4 mal gelesen
|
|
Re: 3. Spieltag des Tippspiel der Saison 2010/2011
von:
Viktor_D.
- 06.09.10, 06:36 - 2 mal gelesen
|