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17.07.2010, 16:32

Hoeneß-Kandidatur war nicht überraschend

Reinhard Rauball bleibt gelassen

Der amtierende Ligaverbandspräsident Reinhard Rauball nimmt die Herausforderung von Uli Hoeneß in aller Ruhe an. Der Amtsinhaber reagierte gelassen auf die Kandidatur des Bayern-Präsidenten für das Amt an der Spitze der Deutschen Fußball Liga. "Uli Hoeneß hat mich angerufen und mir seine Entscheidung mitgeteilt. Ich war über seine Kandidatur aber nicht überrascht", so Rauball gegenüber der "Welt am Sonntag".

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"Ich sehe die Dinge - bei allem Respekt - sehr gelassen": Ligapräsident Reinhard Rauball.
"Ich sehe die Dinge - bei allem Respekt - sehr gelassen": Ligapräsident Reinhard Rauball.
© picture alliance Zoomansicht

Jurist Rauball, der der Liga seit August 2007 vorsteht, will trotz der angekündigten Kandidatur von Uli Hoeneß nicht auf das Amt verzichten. "Ich bin Demokrat genug, diese Kandidatur zur Kenntnis zu nehmen, und sehe die Dinge - bei allem Respekt - trotzdem sehr gelassen. Meine Entscheidung zu kandidieren, bleibt davon unberührt", sagte Rauball.

"Viele Klubs haben mich gebeten, die Arbeit der vergangenen drei Jahre fortzusetzen. Gemeinsam mit den Klubs sowie den Vertretern im Ligavorstand und auch im DFL-Aufsichtsrat haben wir eine Menge erreicht. Und ich stehe daher zum einen im Wort, zum anderen auch in der Verantwortung im Hinblick auf begonnene Projekte, erklärte Rauball weiter.

Der Präsident von Borussia Dortmund war keineswegs überrascht von der Herausforderung durch Hoeneß: "Er hatte ja schon vorher angekündigt, sich die Sache überlegen zu wollen, insofern bin ich davon ausgegangen, dass er das auch umsetzt."

Die Wahl zum Ligapräsidenten findet am 18. August in Berlin statt. Bei der Vollversammlung des Ligaverbandes hat jeder der 36 Lizenzvereine eine Stimme zur Verfügung. Für die Wahl zum Präsidenten ist im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit nötig, im zweiten Wahlgang würde die einfache Mehrheit ausreichen.

Rauball wurde 2007 einstimmig als Nachfolger des verstorbenen Werner Hackmann gewählt. Der Ligaverbandspräsident ist laut DFB-Statuten gleichzeitig einer von zwei gleichberechtigten ersten DFB-Vizepräsidenten. Sollte Hoeneß in einer Kampfabstimmung also obsiegen, würde er im DFB zum starken Mann hinter Dr. Theo Zwanziger aufsteigen.

17.07.10
 
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