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11.04.2010, 19:20

Überblick: S04 lässt Federn - Bayer hält Spitze eng

Dzeko und Grafite eiskalt

Nürnberg spielte Meister Wolfsburg an die Wand, doch die Tore machte eiskalt der VfL. Vorher hatte der HSV in Bochum gewonnen. Im Topspiel am Samstag hätte sich Bayern ein Polster verschaffen können, doch die Werkself behielt einen Zähler. Zuvor hatte Schalke in Hannover einen Rückschlag hinnehmen müssen. BVB-Trainer Klopp ging an alter Wirkungsstätte in Mainz leer aus, Bremen löste seine Hausaufgabe gegen Freiburg. In Berlin schwinden die Hoffnungen.

Heiße Duelle: Nürnbergs Bunjaku gegen Wolfsburgs Pekarik.
Heiße Duelle: Nürnbergs Bunjaku gegen Wolfsburgs Pekarik.
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Der VfL Wolfsburg setzte seine Erfolgsserie in der Liga auch nach dem Europa-League-Aus gegen Fulham fort. Bei Aufsteiger Nürnberg überzeugte das Sturmduo Dzeko/Grafite mit überragender Kaltschnäuzigkeit. Der VfL hat nach dem siebten Sieg aus den letzten acht Spielen die internationalen Startplätze im Visier, während Nürnberg die Chance verpasste, sich ein kleines Polster im Abstiegskampf zu erspielen. In der ersten Hälfte der Partie stand Schiedsrichter Winkmann im Mittelpunkt. Gleich zwei Mal forderten die Gastgeber Strafstoß, einmal wollten die Wölfe einen Elfmeter, doch die Pfeife blieb stumm. Nach dem Wechsel spielte nur noch der Club. Chance um Chance vergaben die Franken. Von Wolfsburg war in dieser Phase nichts zu sehen - bis Dzeko einen Konter eiskalt zur Wolfsburger Führung abschloss. Als Grafite mit einem Kopfball zum 2:0 traf, war die Partie gelaufen.

HSV siegt wieder

Der Hamburger SV kam in einer unterhaltsamen Partie beim VfL Bochum zu einem 2:1-Erfolg und beendete damit die eigene Negativserie von zuletzt vier sieglosen Ligaspielen in Folge. Zudem bleiben die Hamburger im Kampf um die Europa League weiter gut im Rennen. Auf der anderen Seite wird die Lage beim VfL, der zum achten Mal ohne Erfolg blieb, in puncto Klassenerhalt immer prekärer. Dabei hatte Dedic Hamburgs Führung von Tesche noch vor dem Wechsel ausgeglichen. Doch kurz vor Schluss besiegelte ein Eigentor von Johansson das VfL-Schicksal.

Arjen Robben gegen Michal Kadlec
Luftduell im Rheinland: Torschütze Arjen Robben versucht sich gegen Michal Kadlec im Kopfball durchzusetzen.
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Schon vor dem Topspiel am Samstagabend hatte Schalke an der Spitze gepatzt. Somit hatten die Bayern in Leverkusen die Chance, sich auf vier Punkte abzusetzen. Obwohl die Werkself vier der vergangenen fünf Partien verlor und auch noch auf den verletzten Hyypiä verzichten musste, bot sie dem durch die Champions League beflügelten FCB Paroli - Derdiyok hatte in der ersten Hälfte mit einem Pfostentreffer die beste Chance. Aluminium sollte auch in der zweiten Hälfte eine Rolle spielen. Nach einem Foul an Ribery verwandelte Robben den fälligen Strafstoß zur Führung, bei Leverkusen scheiterte Kießling erneut am Aluminium - so auch kurz darauf Kroos per Freistoß. Allerdings sprang der Ball diesmal zu Vidal, der erfolgreich zum 1:1 abstaubte. In der turbulenten Schlussphase hatte Bayer gute Chancen zur Führung, am Ende aber wäre beinahe der FCB noch als Sieger vom Feld gegangen. Ein Foul an Müller im Strafraum ahndete jedoch Referee Kircher nicht.

Königsblau lässt in Hannover Federn

Mirko Slomka feiert mit seinen Spielern
Dem Ex-Klub ein Schnippchen geschlagen: Hannover und Mirko Slomka ärgerten Schalke gehörig.
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Am Samstagnachmittag hatte Schalke die Chance, sich zumindest für ein paar Stunden die Tabellenführung zu sichern. Bei den von Ex-Coach Mirko Slomka trainierten Hannoveranern ging aber erstmal alles schief. Westermann traf in der 17. Minute ins eigene Tor, dann patzte auch noch Neuer beim Herauslaufen - Ya Konan bestrafte die Königsblauen mit dem 2:0. Doch die Magath-Elf rappelte sich in der Pause auf: Nur sieben Minuten nach Wiederanpfiff verwandelte Rakitic einen Foulelfmeter zum 2:2. Die 96er konterten aus einer defensiven Grundstellung jedoch geschickt - und mit Erfolg. Ausgerechnet der aufs Abstellgleis gerutschte Hanno Balitsch, der nur wegen einer Verletzung von Schmiedebach (36.) ins Spiel kam, erzielte das 3:2 für die Niedersachsen, Ya Konan machte in der Schlussphase alles klar.

Rückschlag für die Hertha

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Nur 25.000 Hertha-Fans durften wegen der Ausschreitungen gegen Nürnberg ins Olympiastadion, dafür sahen sich gleich 8.000 Fans die Partie gegen die beste Rückrundenmannschaft aus Stuttgart in der "Waldbühne" an. Sie sahen eine ausgeglichene Partie, der allerdings die ganz großen Höhepunkte fehlten. Hertha stand diszipliniert in der Defensive, der VfB konnte das leichte Oberwasser zunächst nicht nutzen. In der 74. Minute dann doch die kalte Dusche für die Hertha: Ein abgefälschter Schuss von Cacau landete im Netz, die Funkel-Elf hatte nichts mehr zuzusetzen. Da Hannover gewann, sind es nun wieder fünf Punkte auf den Relegationsplatz für die Herthaner.

Fanfest an der Waldbühne
Fanfest ohne Happy end: Die Berliner Anhänger sahen an der Waldbühne die nächste Heimpleite ihrer Mannschaft.
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Klopp geht bei der Rückkehr leer aus

Der BVB hatte sich mit dem 2:1 gegen Bremen bis auf einen Punkt an die Champions-League-Qualifikation herangepirscht. Diesmal aber gingen die Westfalen leer aus. Mainz hatte bei der Rückkehr von Jürgen Klopp an alte Wirkungsstätte keine Geschenke zu verteilen, Szalai (30.) traf gleich mit dem ersten Torschuss für die bis dahin unterlegenen Rheinhessen. Die Borussia bemühte sich im zweiten Spielabschnitt redlich, die Serie von fünf Spielen ohne Niederlage am Leben zu erhalten - vergeblich. Mit dem Dreier ist Mainz der Klassenerhalt auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen.

Treffen der Frustrierten geht an Köln

Genauso wie der Dortmunder Jakub Blaszczykowski trug auch Kölns Lukas Podolski in Hoffenheim Trauerflor. Der polnischstämmige deutsche Nationalspieler trauerte so um den verstorbenen Staatspräsidenten Lech Kaczynski. Die Rheinländer mussten ohne Fans im Kraichgau auskommen - eine Strafe, verordnet durch den DFB wegen mehrmaliger Sicherheits-Verstöße. Dem FC machte das offensichtlich nicht viel aus. Matuschyk erzielte kurz nach der Pause ein Traumtor und legte in der Schlussphase noch einmal nach. Die Hoffenheimer Fans waren hörbar nicht amüsiert über den erneut schwachen Auftritt ihrer Elf.

Bremen schießt Freiburg ab

Werder Bremen feierte in Freiburg mit 6:0 seinen höchsten Auswärtssieg. Und auch im Weserstadion gingen die Breisgauer nach gutem Beginn unter. Nach einer halben Stunde drehten die Norddeutschen gehörig auf, Pizarro schnürte einen Doppelpack. Es war aber Mesut Özil vorbehalten, mit einem sehenswerten Solo den 4:0-Endstand zu markieren. Werder rückt damit den viertplatzierten Dortmundern wieder bis auf einen Punkt auf die Pelle.

Freitag: Gladbach rupft die Eintracht

Am Freitagabend gewann Borussia Mönchengladbach mit 2:0 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt und hat sich durch den Sieg wohl endgültig aller Sorgen im Tabellenkeller entledigt. Die Hessen dagegen können ihren Angriff auf die internationalen Startplätze nach der ersten Niederlage nach zuvor drei Siegen am Stück wohl wieder abblasen. Besonders, weil das Team von Trainer Michael Skibbe im Angriff nahezu alles schuldig blieb und auch die Defensive keinen sattelfesten Eindruck machte. Gladbach kontrollierte nach der frühen Führung durch Reus (6.) die Partie nach Belieben, Dante (56.) machte dann den Deckel zu. Bei besserer Chancenverwertung hätte die Elf von Trainer Michael Frontzeck sogar noch das eine oder andere Tor mehr machen können.

11.04.10
 
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