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12.03.2010, 17:45

Vertrauensfrage positiv beschieden

Zwanziger bleibt DFB-Präsident

Auf der kurzfristig einberufenen Pressekonferenz des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt am Main äußerten sich DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und Ligapräsident Reinhard Rauball zu den Ergebnissen der Präsidiumssitzung. Fakt ist, dass der durch die Aufarbeitung der "Affäre Amerell" in die Kritik geratene Zwanziger auch in nächster Zeit DFB-Boss bleiben wird.

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DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball (li.)
Kein Abgang: Dr. Theo Zwanziger, hier mit Reinhard Rauball (DFL), bleibt dem DFB als Präsident erhalten.
© picture alliance Zoomansicht

"Ich bin sehr zufrieden und habe mich sehr über den Vertrauensbeweis von Vorstand und Präsidium gefreut", meinte Zwanziger, nachdem er seine persönliche Befindlichkeit über die sehr kritische Berichterstattung in Bezug auf seine Person in der Sitzung offengelegt und die Vertrauensfrage gestellt hatte.

"Es gab viele Fragen zu beantworten, unter anderem natürlich auch, wie stark ist der Präsident, wie groß ist das Vertrauen", räumte Zwanziger nach dem Sitzungsmarathon in der DFB-Zentrale ein und freute sich vor allem über den Zuspruch von DFB-Ehrenpräsident Gerhard Mayer-Vorfelder. Auch "die Liga steht 100 Prozent hinter dem, was Theo Zwanziger tut. Das sagen wir aus Überzeugung", erklärte Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball.

Der 64-Jährige bleibt im Amt, Gedanken an einen Rücktritt hat er verworfen. "Ich habe festgestellt, dass ich noch sehr viel Lust habe", meinte der Spitzenfunktionär, der "nicht an einem Amt klebt". Die Frage, ob "die Freude an dem Amt noch so groß ist, dass du dir und deiner Familie das antun musst", habe er sich schon gestellt, will sich aber beim Bundestag im Oktober für weitere drei Jahre als Chef des mit 6,7 Millionen Mitgliedern größten Sportfachverbandes der Welt wieder wählen lassen.

Neuordnung des Schiedsrichterwesens

Zunächst gilt es aber für Zwanziger, die Weichen im Schiedsrichterwesen für die Zukunft zu stellen. "Das Schiedsrichterwesen muss neu geordnet werden", unterstrich der DFB-Boss, eine Reform soll bereits am 9. April bei einem außerordentlichen Verbandstag beschlossen werden. Ein Konzept liegt vor, der angehende Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel hat dies gemeinsam mit DFB-Abteilungsleiter Lutz Michael Fröhlich und Hellmut Krug von der Deutschen Fußball Liga (DFL) erarbeitete Papier auf der Präsidiumssitzung vorgestellt.

Bei den Schiedsrichter-Ansetzungen soll künftig jegliche Art der Multifunktionalität vermieden werden, die Benotung durch die Schiedsrichterbeobachter an Bedeutung verlieren. Zudem sollen junge Referees künftig von mehreren Mentoren betreut werden.

12.03.10
 
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