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14.03.2010, 19:25

Überblick: Topspiel in Leverkusen

Matchwinner Kießling

Das Topspiel zwischen Leverkusen und dem HSV entschied Toptorjäger Kießling für die Werkself. In Sinsheim entführten zuvor die Bremer durch Pizarro die Punkte. Bayern siegte am Samstag dank Robben und verteidigt gegenüber Schalke, das bereits am Freitag Stuttgart bezwang, die Tabellenführung. Nach dem 1:2 im Kellerduell gegen Nürnberg gehen in Berlin langsam, aber sicher die Lichter aus. Hannover siegte gegen Frankfurt.

Bayers Kießling traf gegen Hamburg doppelt, Derdiyok steuerte einen Treffer bei.
Bayers Kießling traf gegen Hamburg doppelt, Derdiyok steuerte einen Treffer bei.
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Stefan Kießling war am Sonntag erneut der Matchwinner der Werkself. Beim 4:2-Erfolg gegen den Hamburger SV erzielte der Nationalstürmer seine Treffer Nummer 15 und 16 in dieser Bundesligasaison. Kießlings ersten Treffer konnte der HSV noch egalisieren. Dabei nutzte Zé Roberto ein Missverständnis zwischen Hyypiä und Keeper Adler. Nach der Pause war den Hanseaten der Kräfteverschleiß nach der Europa-League-Partie gegen Anderlecht (3:1) am Donnerstag anzumerken. Die Elf von Trainer Bruno Labbadia hatte nichts mehr zuzusetzen und konnte Derdiyoks Führung genauso wenig verhindern wie Kießlings zweiten Treffer. In der Schlussphase wäre es dennoch fast noch einmal spannend geworden. Doch Rozehnals Anschlusstreffer konterte Castro mit dem 4:2 im Gegenzug. Für Bruno Labbadia endete die Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte mit einer verdienten Niederlage. Bayer bleibt dagegen im Meisterrennen in Lauerstellung.

Bremer entführt Punkte aus Sinsheim

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Nach einer alles andere als mitreißenden Partie entführten vorher die Bremer nicht unverdient drei Punkte aus Sinsheim. Hoffenheim kassierte somit nach dem 0:1 gegen Mainz vor einer Woche die zweite knappe Heimniederlage hintereinander. Während die Bremer ihrem Ziel, der erneuten Teilnahme an der Europa League, nach einer abgeklärten Vorstellung und mit dem siebten Auswärtssieg der Saison einen Schritt näher gekommen sind, ist das Team von Trainer Ralf Rangnick nun endgültig im Mittelmaß der Tabelle versunken. Pizarro gelang in der 81. Minute mit einem Glücksschuss unter die Querlatte der Siegtreffer.

Robben hält Bayern auf Meisterkurs

Arjen Robben
Bayerns Arjen Robben nimmt genau Maß und trifft per Freistoß zum 1:1. Später erzielte er noch das Siegtor.
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Dank zweier Tore von Robben (76., 83.) feierte der FC Bayern München mit dem 2:1 (0:1) am Samstagabend einen hart erkämpften Arbeitssieg gegen den SC Freiburg. Der Rekordmeister agierte lange Zeit pomadig, für Freiburg wäre aber noch mehr drin gewesen. Im zweiten Abschnitt erzwangen die Bayern dann den Sieg durch zwei Standardsituationen. Zunächst egalisierte Robben mit einem direkt verwandelten Freistoß die Freiburger Führung durch Makiadi (31.), das Siegtor resultierte aus einem Foulelfmeter. Der Rekordmeister überstand auch das 19. Ligaspiel in Folge ohne Niederlage, Freiburg musste zum zweiten Mal in Folge den Platz als Verlierer verlassen.

Hertha am Abgrund

Die Hertha verlor am Samstagnachmittag den Kellergipfel gegen den 1. FC Nürnberg mit 1:2 (1:0) und taumelt Richtung 2. Liga. Die Zuschauer im Olympiastadion sahen eine Begegnung mit zwei völlig verschiedenen Halbzeiten. Im ersten Durchgang waren die Berliner klar besser und hatten eine Vielzahl an Chancen. Die 1:0-Pausenführung war angesichts der Möglichkeiten viel zu wenig für das Funkel-Team. Nach der Pause schalteten die Franken aber einen Gang höher und bestraften die Hauptstädter für die mangelnde Chancenverwertung.

Javier Pinola, Raphael Schäfer und Albert Bunjaku
Nürnberg feiert in Berlin: Javier Pinola, Raphael Schäfer und Albert Bunjaku (v. li.).
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Hertha hat damit neun Punkte Rückstand auf das rettende Ufer und acht auf den Relegationsplatz. Nürnberg verteidigte durch den zweiten Dreier in Serie den ersten Nicht-Abstiegsplatz.

Nach dem Spiel spielten sich hässliche Szenen im Olympiastadion ab. Mehrere Dutzend zum Teil vermummte Hertha-Chaoten durchbrachen nach dem Schlusspfiff die Absperrungen und drangen bis vor den Spieler-Bereich vor. Ordner und Polizei mussten die Berliner Profis schützen. Die Hooligans hatten teilweise Latten oder Fahnenstangen mit auf das Spielfeld gebracht.

Weiter auf dem Relegationsplatz liegt Hannover 96 trotz des 2:1 (1:1) gegen Eintracht Frankfurt. 96 war gegen die Hessen die aktivere Mannschaft und ließ sich auch durch den zwischenzeitlichen Ausgleich nicht beirren. Frankfurt schwächte sich dann durch die Gelb-Rote Karte für Teber selbst (54.) und hatte so in der Schlussphase nichts mehr entgegenzusetzen. Durch den zweiten Erfolg in Serie halten die Roten ihre Hoffnungen auf den Klassenerhalt am Leben, Frankfurt richtet sich im Mittelfeld ein.

BVB und Wölfe marschieren

Trotz Überzahl musste Borussia Dortmund lange zittern, ehe der 4:1-Sieg (2:0) im kleinen Revierderby beim VfL Bochum feststand. Fast eine Stunde lang mussten die Bochumer in Unterzahl agieren und waren nach 45 Minuten mit den zwei Gegentoren noch gut bedient. VfL-Coach Heiko Herrlich musste in der Kabine aber die richtigen Worte gefunden haben, die zehn Bochumer präsentierten sich im zweiten Abschnitt wie verwandelt. Doch die Wende gelang trotz allen Mutes und Engagements nicht mehr, Barrios entschied mit zwei Toren die Partie. Das Team von Trainer Jürgen Klopp verteidigt durch den zweiten Sieg in Folge auf jeden Fall seinen internationalen Startplatz, Bochum muss den Blick weiter nach unten richten, hat aber noch ein beruhigendes Polster auf die gefährdete Zone.

Fotostrecke zum 26. Spieltag
Big-Points für den Club
Adler, Kadlec und Petric
Dreikampf

Rassig war's in Leverkusen. HSV-Stürmer Petric hatte hier vor Bayer-Keeper Adler und Verteidiger Michal Kadlec abgezogen, das Tor aber knapp verfehlt.
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Der VfL Wolfsburg übersprang auch die Hürde Borussia Mönchengladbach souverän mit 4:0 (2:0) und setzt seine Aufholjagd fort. Für den deutschen Meister war es der vierte Sieg in der Bundesliga in Folge. Der Elf von Trainer Lorenz-Günther Köstner waren die Strapazen der Reise zum russischen Meister Rubin Kasan (1:1) in der Europa League unter der Woche nicht anzumerken. Die Gladbacher bauten dagegen nach starken Beginn kontinuierlich ab und warten seit nunmehr vier Ligapartien auf einen Sieg. In der Tabelle dürfte für die Fohlen weder nach unten noch nach oben noch etwas gehen.

Mainz siegt in Unterzahl

Eine intensive und kampfbetonte Partie sahen die Zuschauer der Partie zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und dem 1. FC Köln. Die Rheinhessen mussten nach einem Platzverweis gegen Bancé über eine Stunde lang in Unterzahl spielen, boten den Rheinländern aber mit viel Leidenschaft und Engagement eine absolut offene Partie. Und Youngster Schürrle belohnte seine Farben mit dem Siegtor in der 57. Minute. Mainz bleibt damit mit Abstand bester Aufsteiger, Köln muss sich weiterhin nach unten orientieren.

Freitag: Schalke macht Druck

Kevin Kuranyi gegen Georg Niedermeier
Das entscheidende Tor: Schalkes Kuranyi (re.) ist vor Stuttgarts Niedermeier am Ball und erzielt das 2:1.
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Schalke 04 gewann am Freitagabend gegen den VfB Stuttgart mit 2:1 (0:0) und durfte sich knapp 24 Stunden über die Tabellenführung freuen. Für das Magath-Team war es der achte Heimerfolg in Serie, Stuttgart musste erstmals nach vier Pflichtspielen ohne Niederlage den Platz wieder als Verlierer verlassen.

In der ersten Halbzeit belauerten sich beide Teams, das meiste Geschehen spielte sich im Mittelfeld ab, Torchancen blieben Mangelware. Stuttgart war etwas aktiver, konnte sich gegen die starke Schalker Defensive aber nicht durchsetzen. Ganz anders lief dann der zweite Durchgang ab. Nach drei schweren Schnitzern in den Abwehrreihen stand es in der 55. Minute plötzlich 2:1 für S04. Im Anschluss an diese turbulenten zehn Minuten entwickelte sich eine offene und abwechslungsreiche Partie. Schalke verteidigte den knappen Vorsprung aber über die Zeit.

14.03.10
 
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