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08.03.2010, 13:58

Bremen: Wiese sagt Adler den Kampf an

Allofs fordert Applaus für Wackelkandidaten

Schadensbegrenzung, wie sie nicht zuletzt dank seiner energischen Aktion vor dem Elfmeter gelang, war bei Marko Marin auch hinterher angesagt, und zwar in Richtung Bundestrainer Löw. "Zu negativ aufgefasst" habe man seine Äußerungen nach der Partie der Nationalelf gegen Argentinien.

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Mesut Ötil
Wünscht sich von den Fans mehr Unterstützung: Mesut Özil.
© imago Zoomansicht

"Jeder wollte zum Einsatz kommen, nur das habe ich gesagt", relativierte der Bremer, der in der Kreiszeitung Syke zuvor noch so über seine 90 Minuten als Reservist geklagt hatte: "Das ist kein schönes Gefühl. Ich verstehe nicht, wieso ich keine Chance mehr bekomme." Auch DFB-Ersatzbank-Nachbar und Werder-Kollege Aaron Hunt hatte sich "sehr enttäuscht" gezeigt, dass er nicht spielte.

Nicht spielen konnte gegen Argentinien auch Torhüter Tim Wiese - allerdings verletzungsbedingt. Der Bremer Keeper sagt René Adler einen Kampf um die Nummer eins im deutschen Tor an. Da sein Leverkusener Konkurrent Nerven zeigt, schöpft Wiese wieder Hoffnung: "Fußball ist so schnelllebig - da kann bis zur WM noch so viel passieren."

Nicht meckern, sondern konstruktiv nach vorne gucken - das fordert unterdessen Klaus Allofs, und zwar vom Bremer Publikum. Dem Sportdirektor gefällt nicht, dass mit den aktuellen Wackelkandidaten im Team recht kritisch umgegangen wird. "Wir müssen ihnen helfen und begreifen, dass Spieler wie Prödl, Özil oder Abdennour Unterstützung brauchen", so Allofs. Dies fällt den Leuten angesichts einiger in der Tat grenzwertigen Aktionen schwer. Doch es sei keine Unterstützung, wenn gepfiffen oder geraunt werde. "Da kann man auch mal klatschen."

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Schade, wenn das Stadion so reagiere, urteilt ein Betroffener, Mesut Özil: "Ich kann verstehen, wenn die Stimmung nicht so toll ist, wenn wir zurückliegen. Aber das Publikum ist dazu da, uns zu unterstützen." Das sieht auch der über alle Zweifel erhabene Naldo so: "Das dürfen die Zuschauer nicht machen. Aymen Abdennour etwa hat sehr gute Qualitäten, das sieht man im Training. Aber er muss noch mehr auf uns hören und an sich arbeiten."

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08.03.2010, 13:58
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