Dennis Aogo spricht die ungeschminkte Wahrheit am deutlichsten aus. "Es kann nicht sein, dass wir die Partie nach unserem 1:0 wieder nicht zu Ende spielen. Aber das ist nichts Neues in diesem Jahr! Es ist schwer zu erklären, was fehlt." Offensichtlich ist nur, dass es an vielem fehlt. "Wir schalten momentan zu früh einen Gang zurück", glaubt der Linksverteidiger und fordert: "Wir müssen das schnell abstellen. Denn wenn wir am Ende immer zittern müssen, kostet das über die gesamte Halbserie Kraft!" Und Kredit. Der eigene Anhang registriert sehr genau, dass nicht viel übrig geblieben ist von Bruno Labbadias Handschrift, die im Herbst schnell erkennbar war, in diesen Wochen aber zusehends verwischt. Erste Pfiffe hatte es Samstag schon vor Marcell Jansens Siegtor gegeben, noch deutlicher und wütender wurden sie in der Schlussphase. "Das geht gar nicht", mosert Kapitän David Jarolim. "Wir brauchen Unterstützung, die Fans können pfeifen, wenn am Ende das Ergebnis nicht stimmt."
Gegen Hertha stimmte nach zuvor nur vier Siegen in 16 Partien mal wieder das Ergebnis - und sonst nichts. "Wir sind nicht blind", sagt deshalb der Trainer, "wir werden die zweite Halbzeit nicht übersehen. Das war schlecht. Aber es ist einfach zu merken, dass viele Spieler nach ihren Verletzungspausen noch nicht im Rhythmus sind." Angesprochen muss sich Routinier Zé Roberto fühlen, der Nebenmann Jarolim aktuell das Gros der Laufarbeit "überlässt"; bei Mladen Petric wird immer sichtbarer, dass er nach einem Kapseleinriss im Knie vor wenigen Wochen nun mit Bänderanriss im Sprunggelenk schon die zweite Verletzung auf dem Feld auszukurieren versucht; Guy Demel ist nach dem Afrika-Cup derart im Leistungsloch, dass ihm trotz Jerome Boatengs Oberschenkelverhärtung Tomas Rincon vorgezogen wurde, obwohl dieser kein Rechtsverteidiger ist und erst am Freitag vom Länderspiel aus Venezuela zurückgekehrt war.
Dass gegen Berlin ein weiterer potenzieller Eckpfeiler neben der Spur war, muss sich Labbadia zumindest teilweise selbst ankreiden: Piotr Trochowski, seit Monaten wankelmütig, hatte in Eindhoven und München positive Akzente gesetzt, sich aber überraschend auf der Bank wiedergefunden - und nach seiner Einwechslung restlos verunsichert präsentiert.
Probleme in allen Mannschaftsteilen. Doch der Terminplan nimmt keine Rücksicht auf Hamburgs Tief. Am Donnerstag kommt Anderlecht in der Europa League, in der Liga warten Leverkusen und Schalke. "Es wird nicht einfach, noch in die Champions League zu kommen", ahnt Ruud van Nistelrooy, "wir müssen versuchen, alle neun ausstehenden Spiele zu gewinnen." Sein treffender Zusatz: "Doch dafür müssen wir uns steigern."
Wer wird Meister?(23349 Teilnehmer)
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| Verein | Name | Datum | Position |
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08.02.12
Sturm
Freiburg: Nach 15 Ligaspielen wieder zu Niigata |
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31.01.12
Sturm
Stuttgart: Aufregung nach Wechsel zu Fulham |
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31.01.12
Mittelfeld
Regensburg: Der vierte Neue kommt aus Freiburg |
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