
Hannover war Tabellenführer! Im Tabellenkeller der Bundesliga. Zumindest für einen Tag. Mit dem ersten Dreier nach zuletzt zwölf Spielen ohne Sieg, dem ersten Sieg seit dem Freitod von Robert Enke und den ersten Zählern unter dem neuen Trainer Mirko Slomka nach zuletzt sechs Niederlagen, kletterten die 96er vorübergehend auf Rang 15. Dem ersten Nichtabstiegsplatz.
Die letzten vier Teams machen wohl die zwei Absteiger und den Teilnehmer an den Relegationsspielen unter sich aus, Hannover hatte am Samstag die Nase vorne. "Vielleicht war das die Befreiung, um den Prozess jetzt erfolgreich fortzusetzen", zeigte sich Kind vorsichtig optimistisch, "das gibt uns einen Schub", meinte Slomka. Dem blieb der negative Makel erspart, als erster Bundesliga-Coach sieben Niederlagen in Folge zu Dienstbeginn eingefahren zu haben. "Dieser Sieg tut der Mannschaft, den Fans und dem ganzen Verein gut." Und Freiburg richtig weh.
„Dieser Sieg tut der Mannschaft, den Fans und dem ganzen Verein gut.“96-Trainer Mirko Slomka
"Das ist sehr hart momentan. Die Situation wird immer schwieriger", rang SC-Coach Robin Dutt nach nun elf sieglosen Partien und dem Abrutschen hinter die punktgleichen Niedersachsen auf den Relegationsplatz zunächst nach Fassung, um sich dann kämpferisch zu geben. "Aufgeben gibt es nicht. Meine Aufgabe ist es, wieder aufzustehen und von vorne anzufangen." Vorne ist der FC Bayern, und der wartet am kommenden Samstag auf die Breisgauer.
Die sind nach dem 3:2 der Nürnberger am Sonntagnachmittag über die bislang in der Liga ungeschlagenen Leverkusener auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Die Franken, die im letzten Heimspiel die Siegesserie des FC Bayern beendeten (1:1), verlassen mit 21 Punkten die Abstiegszone und klettern auf Rang 15. Held des FCN war die HSV-Leihgabe Eric Maxim Choupo-Moting, der zwei Tore erzielte. Allerdings musste die Hecking-Elf mit der Verletzung von Abwehrmann Breno auch einen dicken Wermutstropefen hinnehmen.
Der Club sorgte für eine Überraschung, die verpasste Hertha BSC in Hamburg. "Ich glaube, der HSV weiß überhaupt nicht, warum er heute gewonnen hat", ließ Trainer Friedhelm Funkel gegenüber "Sky" seinem Ärger freien Lauf. Zuvor hatte sein Team beim 0:1 bei den Hanseaten "zwei hundertprozentige Torchancen" liegen lassen. "Dann bekommen wir einen klaren Elfmeter nicht, als Joris Mathijsen Artur Wichniarek wegschubst - gegen uns hat sich heute alles verschworen." Fakt ist, dass die Berliner sich wieder weiter vom Relegationsplatz entfernt haben. Und, nach dem Sieg von Nürnberg, auch vom Nichtabstiegsplatz. Machtkämpfe im Bundesliga-Keller - Vorteil Nürnberg!
Wer wird Meister?(23349 Teilnehmer)
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