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22.02.2010, 13:28

Hannover: Psychologen hinterfragt

Kind erhöht Druck auf Slomka

Hilflos. Harmlos. Hannover. 96 im freien Fall in Richtung 2. Liga. In den vergangenen zwölf Spielen holten die Niedersachsen nur einen Punkt (0:0 gegen Leverkusen am 15. Spieltag), acht Partien hintereinander gingen verloren. Es fehlen im Augenblick die Antworten auf die wichtigsten Fragen. Wie soll der Absturz verhindert werden? Und von wem?

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Kann in Hannover (noch) nicht gestalten: Trainer Mirko Slomka.
Kann in Hannover (noch) nicht gestalten: Trainer Mirko Slomka.
© imago Zoomansicht

Mirko Slomka (42), dem neuen Trainer, gehen nach fünf Pleiten aus fünf Spielen die Argumente aus. Er wollte eine aggressive Mannschaft in Dortmund auf den Platz bringen, die nach Möglichkeit zu null spielen sollte. Das Ergebnis ist bekannt, der Trainer sprach hernach von einer "Schülermannschaft". Slomka kann in Hannover (noch) nicht gestalten, sondern muss retten, was noch zu retten ist. Doch ist er für diesen Job der richtige Mann? "Er kann und wird es schaffen, eine neue Trainerdiskussion gibt es nicht", stellte Martin Kind (65) am Sonntag gegenüber dem kicker klar. Allerdings: Rundum zufrieden ist der Klubboss mit dem Coach auch nicht. "Er muss vielleicht das eine oder andere reduzieren und sich aufs Wesentliche konzentrieren", sagt Kind deutlich. Gewiss ein Dorn im Auge des 96-Bosses: Trotz prekärer Situation war Slomka am Sonntag als TV-Experte für Liga total beim Spiel von Wolfsburg gegen Schalke im Einsatz. Auch das Wirken der Sportpsychologen Andreas Marlovits und Michael Grunwald hinterfragt Kind. "Ich kann noch nicht einschätzen, ob es der Mannschaft jetzt wirklich hilft." Endet die Zusammenarbeit schon wieder? Kind: "Wir werden darüber reden müssen."

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Mirko Slomka

Der Präsident ist auch von den Spielern enttäuscht. "Wir können uns nur retten, wenn sie die Situation realisieren und die Herausforderung annehmen." In Dortmund, das musste auch Kind auf der Tribüne feststellen, war von Abstiegskampf keine Spur. Kaum Gegenwehr, keine Kompaktheit. Die Innenverteidiger Mario Eggimann (29) und Jan Durica (28) bewiesen erneut, dass mit ihnen das Unternehmen Klassenerhalt zur "Mission impossible" wird. Eggimann erzielte per Kopf das fünfte 96-Eigentor in dieser Saison. Damit ist der Bundesliga-Negativrekord des 1. FC Nürnberg (1990/91) eingestellt. "Es muss sich was ändern", sagt Slomka. "Wenn die Spieler das nicht kapieren, dann müssen andere Spieler spielen." Nur wer? Die Hoffnung in Hannover schrumpft auf ein Minimum zusammen.

22.02.10
 
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