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11.02.2010, 11:51

Bremen zwischen Bundesliga und Pokalwettbewerben

Frings fordert Druck auf die Spitze

Die Antwort auf die Frage, wie oft sich Werder nun seit seiner Amtsübernahme im Juli 1999 für ein deutsches Pokal-Halbfinale qualifiziert hat, musste der Sportdirektor schuldig bleiben. "Ich weiß es nicht", gestand Klaus Allofs, "und das zeigt, wie außergewöhnlich oft es uns gelungen sein muss und wie scheinbar selbstverständlich wir damit umgehen."

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Werder Bremen: Torsten Frings
Hat die Bundesliga noch längst nicht abgeschrieben: Torsten Frings.
© imago Zoomansicht

Der kicker leistet Hilfestellung: In den bald elf Jahren mit Klaus Allofs erreichte Werder Bremen nun schon zum sechsten Mal mindestens das Halbfinale im DFB-Pokal.

Die Bremer haben es wieder einmal geschafft und damit ganz nebenbei auch ihren Ruf als Pokalmannschaft unterstrichen. So weit so gut, doch nun bemühen sich alle Beteiligten, den Fokus in den nächsten Wochen nicht allein auf das Finale in Berlin und das Weiterkommen in der Europa League (Gegner hier: FC Twente) zu richten. Die Bundesliga bleibt wichtig für den Tabellensechsten. "Wir wären schlecht beraten, nun eine unterschiedliche Wertigkeit in den Wettbewerben vorzunehmen", mahnt Allofs. "Es ist diesmal auch anders als voriges Jahr, als wir in der Liga viel weiter hinten lagen", unterstreicht Kapitän Torsten Frings und fordert mit Blick auf die Tabellenspitze: "Die, die über uns stehen, spielen gegeneinander. Wir wollen unsere Spiele gewinnen und damit die anderen unter Druck setzen."

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Gelingen soll dies mit dem neu erlangten Selbstvertrauen aus zuletzt zwei erfolgreichen Spielen. Frings: "Vor allem gegen Hoffenheim haben wir super dagegengehalten, waren aggressiv, haben gedoppelt." Auch wenn sein Trainer Thomas Schaaf lieber darauf abhebt, dass Einstellung und Disziplin wieder stimmen, sieht Frings auch Vorteile in der Systemumstellung auf das 4-2-3-1 mit ihm und Peter Niemeyer vor der Abwehr: "Nach der Negativserie war das ein gutes Mittel, wie wir die Sache wieder kompakt halten konnten ohne dabei die Offensive zu vernachlässigen. Wir haben unser Spiel ausgewogen gestaltet und deshalb auch zweimal gewonnen." Findet auch Klaus Allofs. "Der grundsätzliche Wille, aus der schlechten Serie herauszukommen, war da. Gegen Hoffenheim auch mit einem noch besseren Spiel als zuvor am Freitag gegen Hertha. Nach dem Ausgleich hat die Mannschaft weiterhin daran geglaubt, die Partie in 90 Minuten gewinnen zu können."

Pokal-Mentalität, wie sie Per Mertesacker auch in der Bundesliga von seiner Elf sehen will: "Vielleicht sollten wir dort auch den Antrag auf K.-o.-Spiele stellen "

11.02.10
 
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