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14.02.2010, 19:20

Überblick: Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze - Bayern fehlt noch ein Tor

Matchwinner Halil Altintop

Altintop bescherte Frankfurt in der Nachspielzeit einen Sieg über Freiburg. Vorher gewann Schalke gegen Köln. Nach dem 3:1 der Bayern gegen Dortmund am Samstagabend beträgt der Vorsprung von Leverkusen nur noch ein Tor. Der HSV gewann durch einen blitzartigen Doppelpack von van Nistelrooy in Stuttgart. Hannover ging gegen Bremen unter, Hertha holte gegen Mainz einen Punkt. Am Freitag unterlag Nürnberg in Gladbach.

Freude über den Ausgleich: Die Frankfurter herzen Torschütze Köhler.
Freude über den Ausgleich: Die Frankfurter herzen Torschütze Köhler.
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Altintop als Eintrachts Matchwinner

Ein dicker Patzer von Frankfurts Keeper Nikolov begünstigte die frühe Führung für Kellerkind Freiburg. Cissè musste die Kugel nur noch über die Linie schieben, nachdem der Torhüter den Ball fallen ließ. Doch der SC-Vorsprung hielt nicht bis zur Pause. Köhler verwandelte einen Freistoß aus knapp 20 Metern unhaltbar für Freiburgs Pouplin. Im zweiten Durchgang erarbeitete sich die Eintracht zwar eine optische Überlegenheit, doch Chancen blieben Mangelware. Bis zur Nachspielzeit: Winterneuzugang Halil Altintop lief alleine auf das Freiburger Tor zu und verwandelte eiskalt. Frankfurt behält mit dem Dreier das internationale Geschäft im Blick, die Freiburger verpassen es, sich im Tabellenkeller Luft zu verschaffen.

Schalke bleibt dran

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Schalke bleibt mit dem 2:0-Sieg gegen den 1. FC Köln im Meisterrennen weiter gut postiert, liegt drei Punkte hinter Leverkusen und Bayern München in Lauerstellung. Der 1. FC Köln musste nach dem Pokal-Aus in Augsburg auch die Heimreise aus Gelsenkirchen ohne einen Punkt und Tor antreten. Beim FC Schalke 04 präsentierte sich die Soldo-Elf in der Offensive zu einfallslos, und die Gastgeber wussten dies eiskalt auszunutzen. Die Magath-Elf sicherte sich den Sieg dank der konsequenteren Chancenverwertung. Matip unmittelbar vor der Pause und Farfan im zweiten Durchgang verdarben den Kölnern die Karnevalsfreude.

Bayern fehlt nur noch ein Tor zur Spitze

Die Top-Partie des Spieltags bestritten am frühen Samstagabend der FC Bayern und die Borussia aus Dortmund. Und der Rekordmeister konnte nach stotterndem Start nach einem 0:1-Rückstand durch Zidan (5.) seine Siegesserie auf neun Spiele in Folge ausbauen: Zunächst glich van Bommel nach einer Ecke (21.) aus, nach der Pause agierte der von Beginn an auflaufende Ribery zwei Mal als Torvorbereiter: Zunächst tunnelte er Hummels beim Zuspiel zu Robbens 2:1 (50.) und in der 65. Minute schickte er Gomez, der sich gegen Subotic durchsetzte und den 3:1-Endstand herstellte. Dabei blieb es bis zum Ende - das letzte Tor, das Bayern die Tabellenführung beschert hätte, wollte nicht mehr fallen.

Auch eine Dortmunder Führung ließ die Bayern-Siegesserie nicht reißen. Zur Tabellenführung reichte es aber nicht.
Auch eine Dortmunder Führung ließ die Bayern-Siegesserie nicht reißen. Zur Tabellenführung reichte es aber nicht.
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Somit heißt der Spitzenreiter weiter Bayer Leverkusen, auch wenn offenbar dem ungeschlagenen Tabellenführer der heiße Atem der Bayern im Nacken zunächst zu schaffen machte. Das Heynckes-Team agierte am Samstagnachmittag gegen den deutschen Meister VfL Wolfsburg zwar kontrolliert, aber im Spiel nach vorne sehr zaghaft. Da auch die Niedersachsen aus einer sicheren Defensive agierten, ging es torlos in die Kabinen. Auf die Siegerstraße geriet Bayer dann kurz nach dem Seitenwechsel nach einer Standardsituation - und einem schweren Fehler von Lenz: Der VfL-Keeper konnte einen Freistoß von Kroos nicht festhalten - Reinartz bedankte sich mit dem 1:0 (48.). Die Vorentscheidung sollte in der 68. Minute fallen, als Lenz einen Lattentreffer von Derdiyok ins eigene Netz lenkte. Auch Dzekos Anschlusstreffer (79.) konnte das Spiel nicht mehr wenden, es blieb beim 2:1.

Van Nistelrooy trumpft auf

Fünf Siege in Folge fuhr zuletzt der VfB unter dem neuen Trainer Christian Gross ein . Ihren Meister fanden die Schwaben schließlich im Hamburger SV - und dabei insbesondere in dessen prominenten Neuzugang Ruud van Nistelrooy. Nach dem HSV-Führungstreffer durch Berg (23.) und dem Ausgleich nach der Pause von Träsch (55.) schickte Trainer Bruno Labbadia seinen neuen Stürmer auf das Feld (65.) - und der Niederländer bedankte sich nur zehn Minuten später mit einem Doppelpack (75., 77.). Fast hätte es sogar einen Hattrick der neuen HSV-Wunderwaffe gegeben, doch Lehmann konnte in der 86. Minute Schlimmeres aus Stuttgarter Sicht verhindern. Die Hanseaten bleiben mit dem wichtigen Auswärtssieg weiter dick im Geschäft um die Champions-League-Plätze.

Fotostrecke zum 22. Spieltag
Schalke bleibt dran
Cisse trifft für Freiburg
Fataler Fehlgriff

Da sah es noch gut aus für Freiburg. Bei der Eintracht brachte Papiss Cissé die Breisgauer in Führung - da Oka Nikolov entscheidend patzte. Der Winter-Neuzugang der Freiburger nahm das Geschenk zum ersten Bundesligator gerne an.
© imago

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In Bochum behielt der VfL gegen die TSG Hoffenheim mit 2:1 die Oberhand und sammelte damit wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Obwohl die Rangnick-Elf sich leichte Überlegenheit erspielt hatte, machten die Bochumer mit der ersten richtigen Chance das Tor: Sestak überwand Hildebrand nach einem schönen Pass von Fuchs. Hoffen konnte 1899, nachdem Ibisevic nach langer Durststrecke seinen siebten Saisontreffer erziele (64.), doch Dedic sorgte in der 76. Minute für den Bochumer Siegtreffer. Hoffenheim verlor in der Schlussphase zudem noch Luiz Gustavo nach rohem Spiel gegen Holtby, das Schiedsrichter Marco Fritz mit Rot ahndete.

Klare Sache im Nord-Derby - Berlin holt Punkt

Der Niedergang von Hannover hält auch unter Trainer Mirko Slomka weiter an. Im Nordderby gegen Werder Bremen hieß es schon nach 18 Minuten 0:2 durch Tore von Niemeyer (11.) und Naldo (18.). Und es kam noch viel dicker: In der 27. Minute kam Andreasen im Duell mit Pasanen zu spät - und lenkte den Ball unglücklich zum 0:3 ins eigene Tor. Und das Scheibenschießen ging weiter: Kurz vor der Pause erhöhte Hunt per Kopf (44.). Nach der Pause ließen es die Bremer angesichts des Spielstands etwas ruhiger angehen, schlugen jedoch nach dem Ehrentreffer von Schulz (59.) prompt mit dem 5:1-Endstand durch Pizarro zurück.

"Wir sind zwei Punkte hinter meinem Plan", hatte Friedhelm Funkel nach dem 1:2 in Bremen vorgerechnet. Wie viele es wohl nach dem Punkt gegen Mainz noch sind? Vor der Pause zeigten sich die Berliner zwar bemüht, aber im Spiel nach vorne zu harmlos. Das Mainzer Konterspiel wurde in der 37. Minute durch den Führungstreffer von Bancé belohnt. Es war der erste Treffer des Stürmers seit dem 8. Spieltag (2:1 gegen Hoffenheim). Doch kurz nach dem Seitenwechsel glich Ramos (51.) für die Hertha aus und sorgte somit dafür, dass der Rückstand von Hertha BSC auf den Relegationsplatz "nur noch" fünf Punkte beträgt.

Gladbach schlägt zahmen Club

Traf trotz zweier Gegenspieler zum Gladbacher Führungstreffer: Roberto Colautti (l.).
Traf trotz zweier Gegenspieler zum Gladbacher Führungstreffer: Roberto Colautti (l.).
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Mit einem 2:1 am Freitagabend konnte sich Borussia Mönchengladbach wichtige Punkte für den Klassenverbleib sichern. Dieser ist für Gegner Nürnberg weiter stark in Frage gestellt. Die Gladbacher gingen angesichts des Chancenplus und einer harmlosen Gast-Offensive nicht unverdient mit einer 1:0-Führung in die Pause: Nach einem schönen Pass von Bradley aus dem Mittelfeld auf Reus spielte dieser im Strafraum nach innen, wo Wolf und Pinola eigentlich Colautti im Blick hatten. Dennoch kam der Borussen-Stürmer zum Abschluss und erzielte die Gladbacher Führung (27.). Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischte zwar der Club: Nach einem Freistoß von Risse war Bunjaku zur Stelle und erzielte den Ausgleich. Nun war die Partie etwas ausgeglichener - mit dem glücklicheren Ende für die Elf von Trainer Michael Frontzeck: Friend erzielte in der 74. Minute den Siegtreffer zum 2:1. Vorausgegangen war jedoch eine unsanfte Attacke von Matmour gegen Club-Keeper Schäfer im Fünfmeterraum, die jedoch ungeahndet blieb.

14.02.10
 
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