Nürnberg: Geht er im Sommer nach Wolfsburg?
Diekmeier und die Millionen: "Ich gehe gelassen damit um"
kicker: Wie haben Sie die Tage und Stunden erlebt, in denen Sie nicht wussten, wohin die Reise geht, Herr Diekmeier?
Dennis Diekmeier: Es war spannend und irgendwie komisch, weil ich ja wirklich nicht wusste, ob ich beim Club bleibe oder am nächsten Morgen nach Wolfsburg fahre.
kicker: Wären Sie denn gerne gewechselt?
Diekmeier: Zunächst einmal bin ich nicht traurig, dass es nicht geklappt hat. Ich fühle mich in Nürnberg wohl, Stadt und Verein gefallen mir. Dennoch wäre ich mit einem Wechsel einverstanden gewesen.
kicker: Welche Gründe hätten dafür gesprochen?
Diekmeier: Natürlich ist der VfL ein interessanter Verein, zu dem ich in der Jugend beinahe schon einmal gegangen wäre, ehe ich zu Werder Bremen wechselte.
kicker: Also wechseln Sie im Sommer nach Wolfsburg?
Diekmeier: Jetzt spiele ich hier beim Club, habe den Klassenerhalt als großes Ziel. Alles andere ist Zu-kunftsmusik.
kicker: Wie gehen Sie als junger Spieler damit um, dass plötzlich so viel Geld für Sie gezahlt werden sollte?
Diekmeier: Schön zu hören. Es ehrt mich natürlich, aber man darf deshalb nicht abheben. Ich gehe ganz gelassen damit um, und wer mich kennt, der weiß das auch.
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Dennis Diekmeierkicker: In Ihrem ersten Halbjahr Bundesliga gab es viele Verletzungen und zuletzt auch schwache Leistungen. Welche Lehren haben Sie daraus gezogen?
Diekmeier: Wenn ich hundertprozentig fit bin, dann bringe ich auch sehr gute Leistungen. Ich habe mir schon in der Winterpause vorgenommen, mein Defensivspiel zu verbessern. Daran arbeite ich mit Dieter Hecking, er spricht auch viel mit mir darüber.
kicker: Der Klassenerhalt als Ziel ist klar, welche verfolgen Sie noch?
Diekmeier: Mit guten Spielen dazu beitragen. Zudem wäre es super, wenn ich endlich mein Debüt in der U 21 feiern könnte. Ich war viermal eingeladen und musste immer verletzt absagen. Eine weitere Einladung wäre schön, aber bitte erst nach dem letzten Punktspiel davor.
kicker: Nach dem Sieg in Hannover wartet nun der VfB Stuttgart. Ist der Club trotz des Heimspiels reiner Außenseiter?
Diekmeier: Auch bei denen hat sich nach dem Trainerwechsel was getan. Es wird ein spannendes, interessantes Spiel, in das wir mit Selbstvertrauen gehen.
Interview: Frank Linkesch
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