Hoffenheim: Hildebrand entschuldigt sich
Rangnick: Davon hängt die Verlängerung ab
Angeschoben von Dietmar Hopp, der eine Unterredung in Aussicht stellte, reagierte Ralf Rangnick mit Gesprächsbereitschaft. Diese Äußerung wiederum veranlasste den Mäzen zur Aussage, "im Februar über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit sprechen" zu wollen, die derzeit bis zum 30. Juni 2011 befristet ist.
An diesem Wochenende kehrt Hopp aus seinem Urlaubsdomizil in Florida zurück. "Es gibt noch keinen Termin", betont Manager Jan Schindelmeiser, "im Übrigen werden wir dieses Thema nicht öffentlich begleiten. Von mir erhalten Sie keinen weiteren Kommentar dazu." Rangnick selbst geht davon aus, "dass wir uns zeitnah zusammensetzen". Von einem Wolfsburger Interesse an ihm "weiß ich nichts", versicherte er Mittwochmorgen.
Egal ob Interesse oder nicht: ein Selbstläufer wird diese Vertragsverlängerung gewiss nicht. "Ob ich in Hoffenheim über 2011 hinaus bleibe, hat mit anderen Klubs nichts zu tun", stellt der Fußballlehrer klar. "Entscheidend ist, welchen Weg wir künftig gemeinsam gehen wollen." Und in dieser Hinsicht dürfte es überaus spannend sein, ob er, die Geschäftsführung und Hopp einen Konsens finden. Der Ehrgeiz des Fußballlehrers ist hinlänglich bekannt, ihm geht es nicht um eine ewig lange berufliche Absicherung, sondern um sportlichen Erfolg.
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Sollte das nicht in Einklang zu bringen sein mit den eher moderaten Zielen der Klubspitze, sich langfristig und schrittweise in der Liga zu etablieren, dürfte es keine Vertragsverlängerung geben. Und dann ist vieles denkbar, selbst eine Beurlaubung. "Fußball ist auch Tagesgeschäft, einiges hängt von den nächsten Ergebnissen ab", weiß Rangnick nur zu gut. "Hannover ist ein Schlüsselspiel und das einzige, was mich derzeit in Sachen Fußball interessiert." Dass ihn zuletzt "weder die Ergebnisse noch die Spielweise" zufriedenstellten, bestätigt er. "Diese negative Entwicklung gilt es zu stoppen. Wir wollen gewinnen und den Turnaround schaffen." Verliert Hoffenheim, muss der Blick nach unten gerichtet werden.
Zurückgreifen kann der Trainer wieder auf Chinedu Obasi, der vom Afrika-Cup zurück ist, sowie Isaac Vorsah, der am Donnerstag erwartet wird. Maicosuel (zuletzt Bänderriss) dürfte von Beginn an auflaufen.
Hildebrand entschuldigt sich
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Unterdessen hat sich Timo Hildebrand am Dienstag für seine Schelte am Manager vor ihm und der Mannschaft entschuldigt. "Ralf und ich haben ausführlich mit Timo gesprochen. Was er getan hat, ist nicht akzeptabel. Er darf von Trainer und Manager kritisiert werden." Auf die Frage nach einer Geldstrafe entgegnete Schindelmeiser: "Das wurde intern geregelt."
Uwe Röser
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