Ein Tag für Bayern, VfB-Serie hält - Bayer und Schalke remis - HSV spät bestraft
Frankfurt ringt BVB nieder
Zum Abschluss des 21. Spieltags ging's im Dortmunder Signal-Iduna-Park heiß her. Nach einer packenden, hart umkämpften, aber keineswegs unfairen Partie sicherte sich Frankfurt bei der Borussia verdientermaßen die Punkte und den vierten Saisonauswärtssieg. Die Klopp-Elf kassierte die zweite Niederlage in Serie.
Der BVB war nach dem jüngsten 1:4 in Stuttgart auf Wiedergutmachung aus. Auch die Hessen mussten sich nach zuletzt sechs Partien ohne Niederlage mit einer Pleite (1:2 gegen Köln) abfinden und wollten sich rehabilitieren. Und die Frankfurter legten gleich richtig los. Die Borussia konnte von Glück reden, dass eine gut organisierte Eintracht mehrere glasklare Chancen liegenließ, so dass es dank Hummels, der vorne traf und hinten rettete, ein schmeichelhaftes 1:1 zur Pause gab.
Nach dem Seitenwechsel tat sich Dortmund gegen die sichere Eintracht-Defensive enorm schwer. Umso überraschender fiel das 2:1 für den BVB. Doch die Skibbe-Elf steckte nicht auf und kam prompt ins Spiel zurück. Auf schwer bespielbarem Boden lieferten sich die beiden Teams einen heißen Tanz, wobei Meier die Hessen - technisch versiert - erneut jubeln ließ und den Sack zumachte.
Mainz bleibt zu Hause unschlagbar
Mainz 05 war zu Hause gegen Mönchengladbach gefragt und einmal mehr nicht zu schlagen. Die 05er holten mit dem 1:0-Sieg den siebten Dreier im zehnten Heimspiel (drei Remis).
Bei den Rheinhessen standen Fathi und Zabavnik, die kurz vor Transferschluss verpflichtet wurden, in der Startelf. Gladbach, zuletzt 4:3-Sieger gegen Bremen, spielte aber forsch drauflos am Bruchweg und eine gute erste Hälfte. Doch Bobadilla - Matchwinner gegen Werder - ließ sämtliche Möglichkeiten liegen. Die Mainzer Führung kurz vor der Pause kam dann völlig überraschend und war glücklich. Nach dem Seitenwechsel ließ Mainz die Borussen nicht mehr zur Entfaltung kommen, griff früher und erfolgreicher an. Es gab aber insgesamt wenig Sehenswertes. Beide Seiten produzierten viele Fehler, Strafraumszenen waren Mangelware. Dafür häuften sich Spielunterbrechungen. Eine davon hatte Levels' 5. Gelbe Karte zur Folge, er fehlt der Borussia gegen Nürnberg. .
Bayern revanchieren sich eiskalt
Als Wolfsburg noch längst kein Meister war, demütigte der VfL den großen FC Bayern. Am 26. Spieltag der vergangenen Spielzeit gab es eine 1:5-Klatsche für die Münchner. Für die Wölfe war es damals die Initialzündung für den Titel. Am Samstag war den Bayern von der ersten Sekunde anzumerken, wie tief dieser Stachel saß. Robben traf schon in der 2. Minute, van Buyten legte in der 26. Minute per Kopf nach. Danach war das Spiel eigentlich entschieden, weil die Dominanz der van-Gaal-Elf erdrückend war. Ribery kam in der Halbzeitpause wieder für Olic und war gleich im Brennpunkt: Der Franzose trug sich unter die Torschützen ein, da er beim 3:0 noch mit der Fußspitze am Ball war, dann holte er Riether im eigenen Strafraum von den Beinen - doch Grafites Elfmeter war eine mittlere Frechheit, Butt parierte sicher, wobei der Brasilianer am Ende wenigstens noch den Ehrentreffer machte. Mit dem klaren Auswärtssieg sind die Münchner den Leverkusenern nun endgültig auf die Pelle gerückt - nur noch zwei Tore trennt das Spitzenduo der Bundesliga. Meister Wolfsburg bleibt auch unter Interimstrainer Köstner die Schießbude der Liga (42 Gegentore).
Joker Hilbert trifft ins Club-Herz
Der 1. FC Nürnberg verlor durch ein spätes Joker-Tor von Roberto Hilbert gegen den VfB Stuttgart mit 1:2. Die Franken waren über die gesamte Spielzeit das engagiertere Team, doch Gebhart schockte den Club mit einem präzisen Flachschuss ins kurze Eck zur Stuttgarter Führung. Nürnberg behielt weiterhin die Oberhand, ohne jedoch den Schlüssel zu finden, um die Stuttgarter Abwehr und das dichter werdende VfB-Mittelfeld (Kuzmanovic für Marica) auszuhebeln. Das gelang erst Club-Torjäger Bunjaku mit einem kleinen Solo und einem platzierten Schuss ins lange Eck. Damit war der Anfang gemacht für eine turbulente Schlussphase, in der alles drin war und in der auch der VfB wieder mehr riskierte - und triumphierte durch Hilberts Siegtreffers, bei dem der zuvor starke FCN-Torwart Schäfer sich einen Tick verspekulierte. Der VfB bleibt unter Trainer Gross auf der Siegerstraße und feierte den fünften Dreier in Folge. Nürnberg bleibt durch die Niederlage auf einem direkten Abstiegsplatz stehen.
Dedic kontert Leverkusen aus
Die Leverkusener mussten sich in Bochum mit einem 1:1 begnügen. Die Bayer-Elf spielte im ersten Abschnitt sehr geduldig und hielt auch körperlich voll dagegen. Zum Lohn gab es das Führungstor durch Derdiyok unmittelbar vor der Halbzeitpause. Auch im zweiten Abschnitt behielt die Heynckes-Elf die Zügel fest im Griff, doch ein Zuckerpass von Holtby ließ Dedic durchstarten, der Adler überwinden konnte. Zwar bleiben die Leverkusener in dieser Spielzeit weiterhin ungeschlagen, doch dürfte das Remis beim VfL angesichts des Bayern-Ergebnis nicht wirklich schmecken - auch wenn sie ganz oben bleiben. Die Bochumer bleiben unter Trainer Herrlich zum fünften Mal in Serie ungeschlagen.
Bordons Tor wird nicht gesehen
Der 21. Spieltag
Schalke 04, der dritte Klub im Titelrennen, musste beim kriselnden SC Freiburg ran. Die Breisgauer, bei denen der in Magaths Visier geratene Idrissou wieder dabei war, wehrten sich nach Kräften gegen die Schalker und erkämpften sich so einen Punkt. Die Dutt-Elf hatte allerdings großes Glück, dass Bordons Kopfballtor vom Schiedsrichtergespann nicht gesehen wurde - der Ball sprang von der Latte klar hinter der Linie auf den Rasen. Die Königsblauen müssen mit der Nullnummer etwas abreißen lassen - drei Punkte fehlen der Magath-Elf zu Bayern und Bayer.
Pechvogel Rozehnal
Der Hamburger SV, bei dem Ruud van Nistelrooy in der letzten Spielminute eingewechselt wurde, hatte die drei Punkte in Köln eigentlich schon eingetütet, doch in der Schlussphase warfen die Kölner alles nach vorne und wurden durch Chihis Tor zum 3:3 belohnt - Rozehnal hatte den Schuss aus 22 Metern unglücklich in die Maschen abgefälscht. Lange Zeit sah die Labbadia-Elf wie der sichere Sieger aus, denn Jansen traf früh, und nach Mohamads Ausgleich brachte Petric per Doppelpack die Hanseaten vermeintlich auf die Siegerstraße. Die Punkteteilung ging dennoch in Ordnung, denn nach Novakovics Anschlusstor zeigte der FC eine Riesenmoral.
Hoffenheim trifft und siegt
Slideshow zum Thema
Erst im vierten Spiel der Rückrunde traf Hoffenheim wieder ins Schwarze. Carlos Eduardo beendete gegen Hannover die Durststrecke und brachte die TSG auf Kurs. Kurz darauf machte Salihovic per Elfmeter das 2:0, so dass sich das Ende der Krise im Kraichgau ankündete. Mitte der zweiten Halbzeit verkürzte allerdings 96-Neuzugang Koné, doch sollte dies der einzige Torschuss der Niedersachsen im zweiten Abschnitt bleiben. Die Slomka-Elf kassiert die vierte Rückrunden-Pleite in Folge und steckt im Keller fest.
Pizarro bewahrt Bremen vor der nächsten Pleite
Die Hertha musste am Freitagabend beim SV Werder eine knappe, aber verdiente 1:2-Niederlage hinnehmen und muss sich langsam aber sicher mit der 2. Bundesliga beschäftigen. Nach zahlreichen vergebenen Chancen, bei denen vor allem Pizarro in Hertha-Keeper Drobny seinen Meister fand, löste der quirlige Marko Marin zunächst den Knoten für die Hanseaten zum 1:0. Doch schon kurz darauf schlug Berlin in Person von Theofanis Gekas eiskalt zurück, als der Grieche einen Patzer von Werders Torwart Tim Wiese zum Ausgleichstor ausnutzte. Bremen wirkte bedröppelt, erste Pfiffe gellten durchs Weserstadion, doch dann hatte Pizarro doch noch das Visier scharf gestellt und vollstreckte zum 2:1-Siegtreffer. Nach fünf Liga-Niederlagen in Serie stoppte die Schaaf-Elf den Negativtrend. Die Hertha dagegen verlor erstmals in der Rückrunde, bleibt aber zum dritten Mal in Folge ohne Dreier - angesichts der katastrophalen Hinrunde deutlich zu wenig.













