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28.01.2010, 20:30

Gladbach: US-Amerikaner reifte zum Fixpunkt

Eberl lobt Bradley

Unterwegs ist Michael Bradley (22) eigentlich immer. Auf dem Rasen zählt der Mittelfeldspieler zur Marke Kilometerfresser, pendelt mit hohem Aufwand zwischen den Strafräumen. Und auch sonst gönnt sich der US-Nationalspieler, Sohn von Auswahltrainer Bob Bradley, wenig Verschnaufpausen.

Michael Bradley
Dauerläufer Michael Bradley hat sich zu einem Fixpunkt im Gladbacher Spiel entwickelt.
© imagoZoomansicht

Neben den ständigen Reisen nach Übersee zu Länderspielen verdingt sich Bradley nun schon seit Jahren zusätzlich als "Sommerarbeiter". Olympia 2008 in Peking, der Confederations Cup 2009 in Südafrika und ab Juni die Weltmeisterschaft am Kap - kommen angesichts einer solchen Vielbeschäftigung häufig die Rufe nach Regenerationspausen, winkt Bradley nur ab: "Ich bin jung, da macht mir das Programm nichts aus. Wenn ich zweieinhalb Wochen Urlaub bekomme, reicht mir das vollkommen."

Zu Saisonbeginn sah das noch ein wenig anders aus. "Etwas überspielt" habe Bradley nach dem Confed Cup gewirkt, sagt Sportdirektor Max Eberl.

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Der Stammplatz, den der Amerikaner dank einer überzeugenden Rückrunde sicher zu haben schien, war erst einmal weg; auch, weil er zwischendurch wegen eines Schweinegrippe-Falls im US-Team vorsorglich aus dem Verkehr gezogen wurde. Bis zum siebten Spieltag kam Bradley nur auf zwei Einsätze. Seitdem zählt er wieder uneingeschränkt zur Startelf.

"Michael ist zu einem wichtigen Faktor in unserem Spiel gereift", sagt Eberl. Der Sportdirektor sieht Bradley noch lange nicht am Ende der Entwicklung: "Man darf nicht vergessen, dass Michael erst 22 Jahre alt ist. Er besitzt noch Potenzial und wird besser."

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Diverse Anfragen für Bradley (Vertrag bis 2012) blockten die Borussen mehrfach umgehend ab. "Wir wissen, was wir an ihm haben", so Eberl. Bradley selbst betont, dass er sich in Mönchengladbach und der Bundesliga "sehr wohl fühlt". Er schätzt die Leistungsdichte der Liga. "In Deutschland ist jedes Spiel eine große Herausforderung, jeder kann jeden schlagen. Das gefällt mir. In Holland war das Gefälle größer", sagt Bradley, der 2008 von Heerenveen kam.

Die nächste Herausforderung heißt Bremen. Gegen Werder will Bradley den holprigen Start (ein Punkt) vergessen machen: "In Berlin lief es schon besser, wir waren besser organisiert als gegen Bochum. Wenn wir unsere Stärken einbringen, haben wir gegen Bremen eine gute Chance."

Jan Lustig

28.01.10
 
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