
"Ich denke, dass das Wahnsinn ist. Wir bezahlen die Spieler. Vier Tage ist doch nicht normal. Ich muss auch ein Spiel vorbereiten", schimpfte van Gaal über die geplante Maßnahme von Bundestrainer Joachim Löw in der kommenden Woche.
Die Nationalspieler kommen am Sonntag zusammen. Ehe sich der 30-köpfige Kader am Dienstag und Mittwoch dem Leistungstest unterzieht, stehen vorher noch Marketingmaßnahmen auf dem Programm. Van Gaal ist der Meinung, dass die Tests überflüssig sind und ihn als Vereinstrainer an seiner Arbeit hindern. "Wir können die Werte doch auch liefern. Ich habe so etwas noch nie erlebt - und ich habe schon viele Topteams trainiert."
Mit Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Mario Gomez und Miroslav Klose muss der Coach in der Vorbereitung auf die Partie am Samstag gegen Mainz gleich auf fünf Spieler verzichten.
Löw wehrt sich energisch gegen die Vorwürfe. "Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen. Dieser Termin wurde langfristig mit der DFL und den Bundesliga-Vereinen abgestimmt. Bei allem Verständnis für die sportlichen Ambitionen von Louis van Gaal: Wir haben ein WM-Jahr, und es liegt im Interesse des gesamten deutschen Fußballs, dass wir unser Team optimal vorbereiten. Deshalb gehe ich auch weiterhin davon aus, dass alle Klubvertreter die Nationalmannschaft auf dem Weg zur WM und während des Turniers in Südafrika unterstützen", sagte Löw im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).
Derweil geht das Warten auf Franck Ribery in die nächste Runde, am 3. Oktober bestritt er beim 0:0 gegen Köln sein letztes Bundesligaspiel. Denn einen Einsatz des Franzosen in Bremen von Beginn an schloss van Gaal aus. "Ein Spieler kann nicht spielen, wenn er nicht trainiert. Das hat auch mit Respekt vor den anderen Spielern zu tun", sagte der 58-Jährige. Wie viele Minuten sein Mittelfeldstar spielen würde, "hängt vom Spielverlauf ab". So darf der Edeljoker aber zumindest auf seine Einwechslung und Saisoneinsatz Nummer sieben hoffen.
Unabhängig von der Aufstellung richtet van Gaal den Blick nur noch nach oben. "Wir sind jetzt Tabellenführer für einen Tag gewesen und müssen das jetzt mal für längere Zeit sein", forderte der Niederländer am Freitag von seinen Profis. "Die Stimmung ist gut. Aber ich denke, dass wir unser Spiel noch immer verbessern können. Ich will immer gewinnen."
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Sturm
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