Frankfurt: Trainer droht mit Abschied
Bruchhagen kontert Skibbe
"Sportlich bin ich mit dem bisherigen Ergebnis wie auch mit der Arbeit des Trainers hochzufrieden. Ich habe aber kein Verständnis für seine provokanten Äußerungen, die er immer wieder in der Öffentlichkeit macht", ließ Bruchhagen wissen.
Michael Skibbe geht nach den geplatzten Transfers von Lincoln und Theofanis Gekas sowie der gescheiterten Verpflichtung des Algeriers Rafik Djebbour von AEK Athen ohne Neuzugänge, aber mit einigen Verletzten in die Rückrunde. Zudem hat Frankfurt mit Markus Steinhöfer (nach Kaiserslautern) sogar einen Abgang zu verzeichnen. "Für Eintracht ist kein guter Stürmer finanzierbar. Eine perspektivische Entwicklung im Klub ist derzeit nicht mehr möglich", kritisierte Skibbe.
"Grundsätzlich habe ich einen Vertrag. Aber ich bin bemüht, mich sportlich zu verbessern. Es muss eine Perspektive absehbar sein, auch für mich. Den Status quo zu verwalten, ist nicht mein Ziel. Doch wir sind an Grenzen gestoßen, die wir mit unserem Verein nicht überspringen können", sagte Skibbe im Trainingslager der Eintracht in Belek.
Die Zeichen stehen auf Abschied
Skibbe besitzt bei der Eintracht einen bis zum 30. Juni 2010 datierten Kontrakt, der sich bei Erreichen einer bestimmten Punktzahl (kolportiert werden 40) automatisch bis 2011 verlängert. Die gemeinsame Zeit könnte aber schon im Sommer nach nur einem Jahr wieder vorbei sein.
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Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen hatte das Angebot an AEK Athen, das eine Ausleihe Djebbours für 100 000 Euro mit einer Kaufoption für eine Million Euro umfasste, am Donnerstagabend zurückgezogen. "Die Konstellation hatte sich verändert", begründete Bruchhagen die Entscheidung, nachdem die Griechen ihre Ablöseforderung angeblich verdoppelt hatten.
Lässt die Führung Trainer Skibbe im Stich?
Skibbe fühlt sich nun bereits zum dritten Mal in dieser Saison vom Vorstand im Stich gelassen. "Ich stehe für Veränderung. Aber dazu brauche ich jegliche Unterstützung", sagte der Coach. Die Eintracht startet damit am kommenden Samstag gegen Werder Bremen mit fast unverändertem Personal in die Rückrunde. Neue Spieler wurden nicht verpflichtet, dafür in Steinhöfer sogar ein Profi ausgeliehen.
Der Trainer könnte deshalb mit einer Stagnation leben, befürchtet aber eher einen Rückschritt. "Der Kader ist ausgedünnt. Ich mache mir große Sorgen. Wir gehen gehandicapt in die Rückrunde", warnte Skibbe.
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