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21.12.2009, 18:00

Nürnberg: Nachfolger in den nächsten Tagen

Kommt Hecking für Oenning?

Nach dem sportlichen Offenbarungseid beim 0:3 in Köln folgte beim Club die prompte Reaktion: Auf einer Pressekonferenz bestätigte Präsident Franz Schäfer die Trennung von Trainer Michael Oenning. Nachfolger soll der ehemalige Hannoveraner Dieter Hecking werden. Doch auch der Name des Ex-Bochumers Marcel Koller wird diskutiert. Der Neue muss allerdings ohne einen Leistungsträger planen: Peer Kluge steht vor einem Wechsel zu Schalke.

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Im Sommer Aufsteiger - im Winter entlassen: Michael Oenning.
Im Sommer Aufsteiger - im Winter entlassen: Michael Oenning.
© picture alliance Zoomansicht

"Nach langen Gesprächen und Analysen haben wir entschieden, dass wir uns von unserem Chef-Trainer Michael Oenning trennen werden. Uns allen tut dieser Schritt sehr leid, wir sind nicht angetreten, einen Trainer-Wechsel zu vollziehen, sondern in der Bundesliga zu bleiben", erklärte der 72-jährige Präsident nach dem einstimmigen Beschluss von Präsidium und Aufsichtsrat. Mit dem bisherigen Coach habe man sich bereits auf eine Auflösung des bis 2011 laufenden Vertrages geeinigt.

Nach der vierten Niederlage in Folge mit insgesamt 0:12 Toren gingen Trainer Michael Oenning die Argumente aus. Im "Sechs-Punkte-Spiel" beim 1. FC Köln verzeichnete sein Club nicht einmal eine Torchance. Die Franken präsentierten sich wie ein Absteiger und der 43-jährige Fußballlehrer wirkte nach dem Abpfiff ähnlich ratlos wie seine Spieler während der 90-minütigen Blamage. "Bislang habe ich das Vertrauen immer gespürt. Fakt ist natürlich auch, dass wir vier Spiele hintereinander verloren haben", sagte er und wusste wohl schon, was kommen würde.

Zum Vorwurf wurde dem Coach vor allem die fatale Fehleinschätzung der Qualität im Kader des Aufsteigers gemacht. Oenning hatte gehofft, mit jungen, durchaus talentierten Spielern die Klasse zu halten. Doch zu viele der Talente konnten die Erwartungen nicht erfüllen und blieben den Beweis der Bundesligatauglichkeit schuldig.

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22.12., 10:26 Uhr
 

kicker.tv Hintergrund

Oenning zu nett für Nürnberg

Nach vier Niederlagen in Folge musste Nürnbergs Aufstiegsheld Oenning das Feld räumen.Präsident Schäfer fällt der Abschied sichtlich schwer, ist aber bereits auf der Suche nach einem Nachfolger. Koller und Kecking sind derzeit die aussichtsreichsten Kandidaten, um Abstieg Nummer acht in der Rückrunde noch zu verhindern.



An diesem Punkt muss sich auch Manager und Vize-Präsident Martin Bader Kritik gefallen lassen. Dennoch wird der 41-Jährige weiter im Amt bleiben. Und der neue Trainer soll dem Anforderungsprofil des aktuellen Kaders Rechnung tragen und weiterhin auf junge Spieler setzen.

Zuletzt war auch deutlich geworden, dass die Chemie zwischen Trainer und Führungsspielern nicht mehr stimmte. Kapitän Andreas Wolf und Linksverteidiger Javier Pinola kritisierten mehr oder weniger offen Taktik, Trainingsintensität und -inhalte sowie die Einstellung einiger der jungen Kollegen.

Nun soll vermutlich Dieter Hecking den achten Bundesligaabstieg der Nürnberger Fahrstuhlmannschaft verhindern. In den "nächsten Tagen" will der Club den neuen Trainer präsentieren. Der 49-jährige wurde erst am 19. August in Hannover entlassen und hätte 17 Spiele Zeit, die Klasse zu halten. Alles andere als eine leichte Aufgabe, bei vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz. Dabei muss er mit Peer Kluge auf einen der wenigen Leistungsträger verzichten. Der 29-Jährige wird wohl noch in der Winterpause zum FC Schalke wechseln. Mit den Einnahmen (ca. 1,5 - 2 Mio. Euro) will der Club zumindest noch zwei bis drei Verstärkungen verpflichten.

Die Auswahl neuer Kräfte soll mit dem neuen Trainer abgesprochen werden und kann bis zum Ende der Transferperiode am 31. Januar dauern.

Der bisherige Co-Trainer Armin Reutershahn bleibt im Amt.

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21.12.2009, 18:00
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