Beschlossen wurde der Spieltag von Schalke 04, das die vermeintlich leichte Aufgabe Hertha BSC vor der Brust hatte. Tabellenschlusslicht Berlin kam jedoch mit der Empfehlung des hart erkämpften 1:0 bei FK Ventspils aus der Europa League. Am Ende reichte es für die Knappen aber nach durchschnittlicher Leistung zu einem 2:0-Erfolg, der die Magath-Elf neben Bayern und Dortmund zum Gewinner des Spieltags macht.
Schalke und Hertha boten zunächst fast nur Magerkost. Die Berliner bremsten das ideenlose Anrennen der Gastgeber fast mühelos aus. Nach dem Seitenwechsel änderte sich erstmal wenig. Doch nach einer knappen Stunde knackte Kuranyi (abseitsverdächtig) das Berliner Bollwerk und erzielte seinen 100. Bundesliga-Treffer! Bitter für Schalke, dass Abwehrchef Bordon die fünfte Gelbe Karte sah und in Bremen fehlen wird. Auch Berlin, das auf einem Abstiegsplatz überwintert, muss gegen Leverkusen einen Spieler ersetzen: Janker sah kurz vor Schluss Gelb-Rot.
Bremen trat ohne Nationalspieler Özil (Grippe) an. Beide Teams mussten mit ihren etatmäßigen Ersatztorhütern spielen. Bei Köln kam der Kessler (22) als Ersatz des verletzten Mondragon zu seinem vierten Erstliga-Einsatz. Bei Werder gab Mielitz (20) drei Tage nach seiner Premiere in der Europa League auch in der Bundesliga sein Debüt als Vertreter des Nationalkeepers Wiese (Grippe).
Bremen war in der ersten Hälfte tonangebend und machte das Spiel, kam gegen das Kölner Bollwerk aber nicht zu den ganz dicken Chancen. Der FC konterte nur selten, hatte durch Novakovic die bis dahin beste Chance des Spieles. Glück hatte Mohamad, als er nach Foul an Marin als letzter Mann nur Gelb sah. Nach dem Wechsel sank das Niveau der Partie. Bremen, nun seit 14 BL-Spielen unbesiegt, hatte zwar noch immer etwas mehr Ballbesitz, Novakovic aber erneut die beste Gelegenheit in einer alles in allem nun enttäuschenden, weil nicht allzu schnellen und höhepunktarmen Begegnung.
Im Kellerduell gegen den VfL Bochum war dem VfB Stuttgart am Samstagnachmittag die Verunsicherung deutlich anzumerken. Die allgegenwärtige Angst lähmte die Aktionen, Bochum war im ersten Durchgang einem Treffer näher. Zu allem Überfluss mussten Hitzlsperger und Kuzmanovic frühzeitig mit Muskelverletzungen raus. Nach der Pause kam das Babbel-Team engagierter aus der Kabine.
Zwar blieb spielerisch vieles im Argen, doch der Einsatz stimmte. Tasci sorgte dann mit seinem Tor für zwischenzeitliche Beruhigung. Als Klimowicz auch noch mit Rot runter musste, deutete alles auf den dringend nötigen Befreiungsschlag für die Schwaben hin. Doch Bochum schlug eiskalt zurück, Fuchs zerstörte mit seinem Tor alle Hoffnungen und sorgte so zumindest indirekt für das Ende von Babbels Amtszeit. Der VfL verließ durch den Punktgewinn den Relegationsrang, wo nun der VfB notiert ist.
Verkehrte Welt in Wolfsburg: Der VfL war die klar dominierende Mannschaft, doch Freiburg glänzte durch eine nahezu perfekte Chancenverwertung. Allerdings waren beide Treffer der Breisgauer umstritten. Der deutsche Meister gab sich auch nach dem zweiten Rückstand nicht auf, konnte aus der Feldüberlegenheit aber lange Zeit kein Kapital schlagen. Erst in der Schlussphase fiel noch der hochverdiente Ausgleich. Freiburg blieb zum zweiten Mal in Folge in der Fremde ohne Niederlage und hat sich im hinteren Mittelfeld eingerichtet. Das Team von Trainer Armin Veh feierte in der Generalprobe für das entscheidende Champions-League-Spiel am Dienstag gegen Manchester United zwar nur einen Teilerfolg, kann aber auf der Leistung auf jeden Fall aufbauen.
Nur mit einer gehörigen Portion Glück vermied Bayer Leverkusen die erste Saisonniederlage. Hannover 96 war gegen den Spitzenreiter die dominierende Mannschaft, ließ vor dem gegnerischen Tor aber selbst beste Chancen liegen. Die Rheinländer retteten den einen Zähler über die Zeit, der ihnen die Tabellenführung auf jeden Fall sichert. zudem stellte Bayer nun mit 15 Spielen ohne Niederlage einen neuen vereinsinternen Startrekord auf. Die Niedersachsen belohnten sich für eine mehr als ansprechende Leistung nur teilweise.
Wenig zu berichten gibt es aus Hamburg, wo sich der HSV mit einem torlosen Remis von 1899 Hoffenheim trennte. Beide Mannschaften kamen bei regnerischem Herbstwetter zu keiner Zeit auf Betriebstemperatur und boten den Zuschauern bei widrigen äußeren Bedingungen eine eher mäßige Partie. Der Punkt bringt den beiden ambitionierten Teams herzlich wenig.
Bereits in der Frühphase der Partie bog Borussia Dortmund gegen den 1. FC Nürnberg auf die Siegerstraße ein. Großkreutz (8.) und Barrios (13.) sorgten für einen beruhigenden Vorsprung der Westfalen. Das Team von Trainer Jürgen Klopp geriet danach nicht mehr in Gefahr, da die Franken den Weg zurück in die Partie nicht fanden. Im Gegenteil, die Schwarz-Gelben wurden von einer desolaten FCN-Abwehr zum Toreschießen eingeladen, Zidan (36.) und Hummels (62.) durften auch mal ran. Durch die leichten drei Punkte halten die Westfalen, die seit nunmehr acht Ligaspielen nicht mehr verloren haben, Kontakt zu den internationalen Startplätzen. Nürnberg dagegen rutscht nach der zweiten Niederlage in Folge auf einen Abstiegsplatz ab.
In einem unterhaltsamen Abendspiel gewann Eintracht Frankfurt mit 2:0 (1:0) gegen den 1. FSV Mainz 05 und rückt in der Tabelle bis auf einen Punkt an den Aufsteiger heran. Die Mainzer verloren nicht nur die drei Punkte, sondern auch noch Amri, der mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen wurde. Beide Teams boten eine Partie mit offenem Visier, auch wenn spielerisch bei Weitem nicht alles klappte. In der zweiten Hälfte kam Hektik auf, Schiedsrichter Dr. Felix Brych hatte alle Hände voll zu tun. Immer mit dabei war der Frankfurter Torschütze Franz.
Am Freitagabend wollten die Bayern Selbstbewusstsein tanken vor dem Gruppenendspiel in der Champions League am Dienstag bei Juventus. Vom Ergebnis her schafften dies die Münchner: 2:1 gegen Gladbach, das im ersten Abschnitt klar besser war und im zweiten Abschnitt gekonnt verteidigte, doch ein direkter Freistoß von Holger Badstüber machte den Borussen ihre Serie kaputt. Für den Linksverteidiger war es der erste Bundesliga-Treffer. Gomez hatte den Rekordmeister zunächst in Führung geschossen, Brouwers schlug eiskalt und überlegt zurück. Nach fünf ungeschlagenen Spielen am Stück, in denen die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck elf Zähler sammelte, musste die Borussia den Platz mal wieder als Verlierer verlassen. Die pomadigen Bayern, die erst mit der Einwechslung von Robben etwas zielstrebiger wurden, schließen nach Punkten mit den Bremern auf und sind aktuell Dritter.
Wer wird Meister?(23349 Teilnehmer)
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| Verein | Name | Datum | Position |
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08.02.12
Sturm
Freiburg: Nach 15 Ligaspielen wieder zu Niigata |
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31.01.12
Sturm
Stuttgart: Aufregung nach Wechsel zu Fulham |
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31.01.12
Mittelfeld
Regensburg: Der vierte Neue kommt aus Freiburg |
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- 10.02.12, 01:29 - 1 mal gelesen
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- 10.02.12, 01:05 - 16 mal gelesen
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