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01.12.2009, 17:50

VfB Stuttgart: Babbel bleibt zumindest bis zum Winter

Delpierre bekommt die Binde

Präsident Erwin Staudt vom Bundesliga-Vorletzten VfB Stuttgart hat am Dienstag angekündigt, dass Teamchef Markus Babbel trotz der sportlichen Talfahrt und der 0:4-Niederlage vom Sonntag beim Spitzenreiter Bayer Leverkusen weiterhin im Amt bleiben wird - zumindest bis zur Winterpause. Dann wollen die Schwaben einen "Kassensturz" durchführen, so Staudt. Dabei soll jedoch keinesfalls das Trainerteam um Babbel "geopfert" werden.

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Erwin Staudt, Präsident des VfB Stuttgart
Weiter mit Babbel: VfB-Präsident Erwin Staudt.
© picture-alliance Zoomansicht

Grünes Licht für Markus Babbel! Obwohl die Mannschaft des VfB Stuttgart nach 14 Spielen nur zwei Siege auf dem Konto hat und mittlerweile den vorletzten Platz im Tableau einnimmt, stützt der Klub dem Teamchef den Rücken. Abermals. Bereits nach der 0:1-Pokalschmach beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth am 27. Oktober war Babbels Kopf von Kritikern vehement gefordert worden. Auch damals hatte der VfB Babbel im Amt belassen.

Und vor dem Spiel in Leverkusen hatte Babbel durch den 2:0-Erfolg in der Champions League bei den Glasgow Rangers zwischenzeitlich durchatmen können. "Die Situation ist nach wie vor schwierig", hatte der Teamchef nach der Partie in Schottland geäußert. Wie schwierig, zeigte sich am Sonntag in Leverkusen. Die Leistung der Schwaben in der BayArena brachte VfB-Sportdirektor Horst Heldt auf die Palme. Bereits zur Pause bezeichnete er die Leistung der Mannschaft in einer Wutrede gegenüber "Sky" als "dämlich, dilettantisch und katastrophal".

Die Tage des Markus Babbel am Neckar schienen gezählt. Doch nun kommt alles anders. Staudt kündigte am Dienstag zwar Konsequenzen für den Winter an, doch die werden zunächst einmal nicht das Trainerteam betreffen, sondern die Mannschaft. "Das 0:4 in Leverkusen steckt uns noch in den Knochen, das wird Konsequenzen haben. Aber die Konsequenzen werden nicht sein, dass wir ein Trainerteam opfern, das sich voll reinhängt", betonte Staudt. Also darf Babbel nach dieser Aussage Staudts ganz klar darauf hoffen, auch nach der kurzen spielfreien Weihnachtspause mit seiner Elf in die Rückrunde gehen zu können. Der Teamchef freute sich in einer ersten Reaktion darüber, "dass das Vertrauen in unsere Arbeit immer noch da ist".

Hitzlsperger "nicht der Sündenbock"

Matthieu Delpierre
Der neue Kapitän bei den Schwaben: Matthieu Delpierre.
© picture alliance Zoomansicht

Kapitän Thomas Hitzlsperger wurde indes am Dienstag seine Spielführerbinde los. "Er ist nicht der Sündenbock. Aber ich wollte diesen Ballast von ihm wegnehmen, damit er sich wieder voll auf sich selbst konzentrieren kann. Wir brauchen ihn in Bestform", sagte Babbel. Sein Nachfolger wird wie schon bei der 0:4-Niederlage in Leverkusen Matthieu Delpierre.

Der Franzose absolvierte 128 Spiele im Trikot mit dem roten Brustring. "Wir sind in einer sehr schwierigen Situation, aus der wir nur gemeinsam herauskommen können. Am Samstag steht ein richtungsweisendes Spiel auf dem Programm, das wir mit aller Macht gewinnen müssen", so der 28-Jährige auf der Website des Vereins.

Hitzlsperger nahm seine Degradierung professionell. "Natürlich ist das keine erfreuliche Situation für mich. Ich war gerne Kapitän dieser Mannschaft und habe immer versucht, mich auf und neben dem Platz im Sinne des Vereins einzubringen. Die Entscheidung ist hart, aber es geht in unserer momentanen Lage einzig und allein um den VfB Stuttgart. Jeder muss seine eigenen Interessen hinten an stellen und ist mehr denn je gefordert, alles für den Erfolg der Mannschaft zu tun. Und genau das werde ich auch in Zukunft machen."

zum Thema

Der Teamchef und seinem Trainerstab bleiben vorerst noch vier Spiele im laufenden Kalenderjahr, um gemeinsam mit der Mannschaft den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Ein eminent wichtiges steht am Samstag mit der Heimbegegnung gegen den Tabellen-16. VfL Bochum auf dem Plan.

Am darauffolgenden Mittwoch kann der VfB in der "Königsklasse" gegen den rumänischen Vertreter Unirea Urziceni mit einem Sieg das Achtelfinalticket lösen. Danach stehen noch Ligapartien in Mainz und gegen Hoffenheim an.

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Zwei Platzverweise für eine Mannschaft in einem Spiel gab es in der laufenden Saison zum ersten Mal. Der Eintracht passierte dies zuletzt am 27. 8. 2006 beim 1:1 in Mainz. Seinerzeit war für Spycher (Gelb-Rot) und Vasoski (Rot) das Spiel vorzeitig beendet.
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