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26.11.2009, 17:41

Auf einer Linie mit Beckenbauer

Bierhoff für Liberalisierung von Sportwetten

Nach DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und Franz Beckenbauer setzt sich auch Oliver Bierhoff, Manager der Nationalmannschaft für eine Liberalisierung des Wettmarkts ein. Derzeit ist in Deutschland das Monopol der Oddset-Sportwette im Staatsvertrag festgeschrieben. Die Realität sieht aber anders aus.

Der Manager der Nationalmannschaft: Oliver Bierhoff.
Der Manager der Nationalmannschaft: Oliver Bierhoff.
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Das Monopol der Oddset-Sportwette haben die Bundesländer bis 2011 in ihrem Staatsvertrag festschreiben lassen. Demnach ist Oddset in Deutschland neben Pferdewetten die einzige legale Sportwette. Im Dezember steht das Monopol wegen einer anberaumten Entscheidung des Europäischen Gerichtshof (EuGH) allerdings auf der Kippe.

Von politischer Seite gibt es Stimmen, die vor einer Abkehr vom staatlichen Wettmonopol warnen. "Die Flut kommerzieller Sportwetten ist eine große Gefahr für den Sport", glaubt die Präsidentin des bayerischen Landtages, Barbara Stamm. Der ehemalige Bundesinnenminister Rudolf Seiters argumentiert in dieselbe Richtung: "Eine Kommerzialisierung der Sportwetten, wie sie nunmehr von einzelnen Interessengruppen gefordert wird, ist genau der falsche Weg. Spätestens jetzt muss jedem klar sein, wohin ein grenzenloses Glücksspielangebot führt."

Positive Erfahrungen in Italien

Doch so einfach sind die Lösungen, um Manipulationen im Sport zu verhindern, offenbar nicht. Gerade die illegalen Wettanbieter sind faktisch unkontrollierbar, wie auch Carsten Koerl, Geschäftsführer von Sportradar und damit Experte für die Mechanismen im Wettbetrug, weiß. Seiner Ansicht nach könnte die Zulassung von privaten Wettanbietern zur Eindämmung des Schwarzmarkts beitragen. "Wenn sie sich einem Regelwerk unterwerfen und der Staat sie mit Lizenzen ausstattet, wurden damit durchaus positive Erfahrungen gemacht, wie in Italien", ist der Wettfachmann sicher.

In dieselbe Richtung zielen auch Aussagen von Oliver Bierhoff. "Es wäre gut, den Wettbewerb zu öffnen. Aber ich glaube nicht, dass allein damit die Korruption bewältigt wäre", sagte der Nationalmannschafts-Manager.

Wettmonopol für den Beckenbauer "ein Fehler"

Franz Beckenbauer hatte sich schon vorher in den Kreis der Befürworter einer Öffnung des Sportwettenmarktes für private Wettanbieter eingereiht. "DFB-Präsident Theo Zwanziger kritisiert zu Recht, dass das Monopol der staatlichen Sportwette Oddset viele Zocker auf den schwarzen Wettmarkt treibt. Eindeutig ein Fehler. Man sollte den Markt für seriöse, lizenzierte Anbieter öffnen", sagte der "Kaiser" im Bild-Interview: "Gegen den Schwarzmarkt muss man ein Bollwerk aufbauen." Der 64-Jährige ergänzte: "Legale Anbieter setzen Limits für Einsätze und Höchstgewinne. Um mitzuspielen, muss man sich ausweisen. So herrscht mehr Transparenz. Und: Die Firmen müssen sich strengen staatlichen Kontrollen und dem europäischen Frühwarnsystem unterwerfen. Für die Mafia wird es unattraktiver, an Fußball-Ergebnissen zu drehen, auch wenn man Kriminalität nie ganz verhindern kann."

Jörg Wacker, Direktor des privaten Wettanbieters bwin, sieht einen ähnlichen Ansatz: "Die Lösung ist ein staatlich reglementierter Markt mit privaten Wettanbietern. Durch unsere Sicherheitssysteme und Limits bei Einsätzen sowie Gewinnen schützen wir uns und den Sport vor der Wettmafia."

Wie verbreitet solche illegalen Wettbuden sind, sieht man nicht nur im Raum Hannover, wo im Oktober und November über 20 Wettbüros geschlossen wurden. Eigentlich müssten alle privaten Wettbuden zugemacht werden, doch haben Behörden häufig Bedenken, bei Prozessen gegen die Schließung zu verlieren und Schadensersatz leisten zu müssen. Aber gerade diese illegalen Wettbüros sind das Tor zum asiatischen Zockermarkt.

 

kicker-sportmagazin

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