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29.11.2009, 19:22

Gladbach bremst Schalke - Bremen rettet Punkt

Bayer bärenstark, Bayern Vierter

Bayer Leverkusen ist auch nach dem 14. Spieltag ungeschlagen und führt die Tabelle nach dem 4:0 über den VfB weiter an. Die Bayern kletterten durch ein 3:0 bei 96 auf Rang vier. Gladbach verhinderte gestern Schalkes Sprung an die Spitze. Bremens Serie hielt gegen Wolfsburg. Auch die Mainzer Heimserie hat nach dem 1:1 gegen Hamburg Bestand. Hoffenheim unterlag gegen Dortmund. Das Aufsteigerduell in Nürnberg entschied Freiburg für sich. Funkels Wiedersehen mit der Eintracht endete desaströs.

Bayer Leverkusen
Achter Saisonsieg: Bayer Leverkusen mit den Torschützen Kießling (Mitte) und Derdiyok (2.v.l.).
© imago

Bayer Leverkusen ist derzeit das Maß aller Dinge in der Bundesliga. Mit einem zu keinem Zeitpunkt gefährdeten und auch in dieser Höhe verdienten 4:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart unterstrich die Heynckes-Elf ihre Stellung und baute den Vorsprung an der Bundesliga-Tabellenspitze aus.

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Nach etwas verhaltenem Beginn steigerte sich Leverkusen bis hin zu einer Fußball-Demonstration! Verdienter Lohn gegen immer stärker nachlassende Schwaben waren unter anderem drei Treffer von Kießling, der nun zwölf Saisontore auf seinem Konto hat und damit die Torjägerliste anführt. Der VfB blieb vieles schuldig: Tempo, Ideen, Durchschlagskraft, Zweikampfstärke. Es ist aber nicht so, dass man den Schwaben das Bemühen hätte absprechen können. Es lag auch oder vor allem an Leverkusens Stärke. Dennoch forderte VfB-Sportdirektor Horst Heldt bereits zur Pause gegenüber "Sky" angesichts der Leistung seiner Mannschaft: "Alle elf auswechseln!"

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BL, 14. Spieltag

Bayer, das defensiv clever und äußerst wirksam agierte, brillierte offensiv, begeisterte die Zuschauer und hatte nicht nur bei zwei Kroos-Pfostentreffern Pech, sonst wäre ein echtes Schützenfest gegen Stuttgart drin gewesen. Kurz vor Spielschluss gab Patrick Helmes nach monatelanger Verletzungspause sein viel umjubeltes Comeback.

Bayern überspringen Hürde Hannover

Zum Abschluss des Spieltags kamen die Bayern am Abend in Hannover zu ihrem sechsten Saisonsieg. Thomas Müller vor, Ivica Olic kurz nach der Pause und Mario Gomez in der Nachspielzeit trafen für den Rekordmeister, der damit bei sechs Punkten Rückstand zur Spitze auf Rang vier kletterte. Der wechselwillige Luca Toni blieb über 90 Minuten auf der Bank. 96 hatte vor der Pause einige gute Chancen, scheiterte jedoch an Bayern-Schlussmann Butt. Hanke vergab freistehend per Kopf im zweiten Durchgang. Beim ersten Heimspiel nach dem Tod von Nationaltorwart Robert Enke platzierten die Niedersachsen bei einem reduzierten Rahmenprogramm ein großes Torwart-Trikot über der West-Tribüne.

Samstag: Gladbach bremst Schalke

Hart umkämpft: Gladbachs Levels (li.) und Schalkes Kuranyi schenkten sich nichts.
Hart umkämpft: Gladbachs Levels (li.) und Schalkes Kuranyi schenkten sich nichts.
© imagoZoomansicht

Im Spätspiel standen sich am Samstag Mönchengladbach und Schalke 04 gegenüber. Die Borussen beendeten ihre Negativserie und siegten erstmals seit dem 28. August (2:0 gegen Mainz) vor eigenem Publikum. Schalke dagegen unterlag nach sieben Ligaspielen ohne Niederlage erstmals wieder und verpasste zudem den Sprung an die Tabellenspitze. Auswärts datierte die letzte Pleite gar vom 10. Mai! Damaliger Gegner: Borussia Mönchengladbach (0:1)!

Gladbach begann stark und holte sich die frühe Führung. Im Laufe der Partie erarbeitete sich der FC Schalke 04 gegen kampfstarke Borussen immer mehr Spielanteile, war spätestens im Strafraum aber mit seinem Latein am Ende.

Nach dem Seitenwechsel konzentrierten sich die eminent fleißigen Borussen auf eine stabile Defensive, aus der heraus schnelle Gegenstöße gegen die teils ratlos wirkenden Schalker initiiert wurden. Rasse überwog insgesamt Klasse, dennoch war es ein unterhaltsames Spiel, dramatisch bis zuweilen hektisch, mit einem verdienten Sieger.

Nummer 21 für Bremen

Bremens Mertesacker gegen Wolfsburgs Dzeko
Bremens Mertesacker (ob.) setzte gegen Wolfsburg mit dem Doppeltorschützen Dzeko den Schlusspunkt.
© imagoZoomansicht

Werder Bremen schwimmt weiter auf der Erfolgswelle. Die Hanseaten kamen am Samstagnachmittag gegen den VfL Wolfsburg zu einem 2:2 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg und sind seit nunmehr 21 Partien ohne Niederlage. Wolfsburg dagegen musste den dritten Rückschlag binnen sieben Tagen hinnehmen und konnte den Rückstand auf die Spitzenteams nicht verkürzen. Im Weserstadion ging der deutsche Meister durch Dzeko (42., 85.) zweimal in Führung. Doch Nationalverteidiger Mertesacker rettete Sekunden vor dem Abpfiff das Remis für die Hanseaten.

Rückschlag für Hoffenheim

Neben den Bremern überzeugte zuletzt auch 1899 Hoffenheim. Das Rangnick-Team feierte vier Siege in den vergangenen fünf Partien. Am Samstag beendete Borussia Dortmund mit dem 2:1 (1:0) diese Serie. Die Westfalen überstanden dagegen auch die siebte Ligapartie ohne Niederlage. BVB-Coach Jürgen Klopp konnte so in seinem Jubiläumsspiel (150. Partie als Trainer) einen Erfolg feiern.

Doppeltes Pech für den HSV

Der Hamburger SV konnte auch in Mainz seine Abwärtsspirale der letzten Woche nicht stoppen und wartet nach dem 1:1 (0:1) seit sechs Pflichtspielen auf ein Erfolgserlebnis. Die Mainzer dagegen bewahrten vor heimischem Publikum ihre weiße Weste. Der HSV begünstigte den Ausgleich durch eine misslungene Abwehraktion das Gegentor selbst und verlor zudem noch Elia, der bereits in der ersten Halbzeit mit Verdacht auf eine Sprunggelenksverletzung ausgewechselt werden musste.

Hertha steht im Regen

Maximilian Nicu
Nicht zu fassen. Herthas Maximilian Nicu nach dem desaströsen 1:3 gegen Frankfurt.
© picture allianceZoomansicht

Was für ein trister Nachmittag für Hertha BSC. Statt des Befreiungsschlags setzte es bei strömenden Dauerregen eine bittere 1:3 (0:1)-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt. Herthas Trainer Friedhelm Funkel hätte sich das Wiedersehen mit seinem alten Arbeitgeber sicher anders vorgestellt. Beim Hauptstadtklub wartet der 55-Jährige weiter auf den ersten Sieg. Die Hessen dagegen feierten den dritten Auswärtssieg der Saison und können den Blick wieder nach oben richten.

Reisinger schockt den Club

Das Aufsteigerduell zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem SC Freiburg entschieden die Breisgauer mit 1:0 (1:0) für sich. Ausgerechnet der Ex-Fürther Reisinger (2001 bis 03 und 2006 bis 09) erzielte für den SCF das Siegtor. Das Team von Trainer Robin Dutt fuhr damit den zweiten Auswärtssieg in Folge ein und hat sich ein kleines Polster auf die gefährdete Zone erarbeitet. Der Club konnte den Schwung des 3:2-Sieges von Wolfsburg vor Wochenfrist nicht nutzen und verlor auch das zweite Duell gegen einen Mitaufsteiger. Die Franken agierten lange Zeit zu harmlos und hatten am Ende Pech bei einem Aluminiumtreffer.

Kampf pur in Bochum

Bochums Stanislav Sestak kann Kölns Faryd Mondragon nicht überwinden.
Chance vergeben: Bochums Stanislav Sestak kann Kölns Faryd Mondragon nicht überwinden.
© picture allianceZoomansicht

Am Freitagabend stand in der Partie zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Köln der Kampf um den Klassenerhalt im Vordergrund. Auch auf dem Feld war Kampf Trumpf. Im ereignisarmen ersten Durchgang hatte der FC mehr vom Spiel, in Hälfte zwei legte dann Bochum zu. Mit zunehmender Dauer stieg die Spannung, beide Teams suchten den Erfolg. Die "Geißböcke" waren näher dran, doch Petit (69.) und Novakovic (84.) ließen Großchancen liegen. Das Team von Trainer Heiko Herrlich verpasste es, nach dem überraschenden Erfolg in Hamburg (1:0) nachzulegen und die Kölner in der Tabelle zu überholen. Die Elf von Trainer Zvonimir Soldo, der eine unruhige Woche in der Domstadt erlebte und Novakovic als Kapitän entmachtete, kann etwas aufatmen.

29.11.09
 
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