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23.11.2009, 10:45

Köln: Unzulänglichkeiten sind das große Problem

Das Dilemma um Soldo und Meier

Ein Debakel. 0:4. Die Fans retten sich in Galgenhumor. Die Krise beim FC wird immer dramatischer. Doch wo liegen die Ursachen? Natürlich hat auch Zvonimir Soldo (42) Fehler gemacht. Doch die musste man einkalkulieren, wenn man einen Novizen verpflichtet.

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Lukas Podolski und Zvonimir Soldo
Betretene Mienen beim 1. FC Köln: Nationalspieler Lukas Podolski und Trainer Zvonimir Soldo.
© imago Zoomansicht

Und die entscheidende Frage lautet: Würde ein Trainerwechsel, den der Klub bei einer erneuten Pleite in Bochum wohl reflexartig vollziehen würde, überhaupt helfen?

Die Ursachen für die Misere liegen in der Vielzahl von Unzulänglichkeiten bei der Personalplanung der laufenden Saison, aber auch der vergangenen Jahre. Auch wenn Michael Meier dies anders sieht. "Es kann nicht daran liegen, dass wir falsch eingekauft hätten", erklärt der Manager, der - im Abstiegskampf fatal genug - nur zum wiederholten Male die Einstellung moniert. Fakt ist: Der Kader ist äußerst inhomogen, wie das 0:4 zeigte.

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Trainersteckbrief

Zvonimir Soldo

Die Außenverteidigerpositionen sind eine Problemzone. Fällt wie nun mit Pierre Wome einer aus, fehlt Soldo schon ein Spezialist. Christopher Schorch (20) ist dort nur ein Notstopfen. Den Innenverteidiger für eine Million Euro zu holen und keinen offensivstarken Außenverteidiger, erweist sich als Fehlplanung. Die nahm man sehenden Auges vor. "Wir haben (...) bewusst Lücken im Kader gelassen, damit wir einen Spieler dieses Kalibers verpflichten konnten", erklärte Meier jüngst zu Sommererwerbung Maniche (32).

Der gleiche Fehler wie in der Abwehr: Es wurden Spieler mit den Schwächen geholt, die auch die zuvor vorhandenen Akteure haben: Großverdiener Maniche fehlt wie Petit (33), der schon in der Vorsaison stark abbaute, die Spritzigkeit. Dazu die Fitness. Dass der Doppelsechser nun eine Absicherung durch Pezzoni benötigt, sagt alles.

Der gleiche Fehler im Sturm: Zu dem defensiv uninteressierten Torjäger Milivoje Novakovic verpflichtete man Zehn-Millionen-Mann Lukas Podolski, dem Ex-Manager Karl-Heinz Thielen zuletzt attestierte: "Er scheint mir im Moment etwas faul zu sein." Einen freischaffenden Künstler kann eine Elf auffangen, zwei nicht.

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23.11., 10:19 Uhr
 

kicker.tv Hintergrund

Podolski fehlt bei Soldos Rapport

Einen Tag nach dem blamablen 0:4 gegen Hoffenheim bat Kölns Trainer Zvonimir Soldo seine Profis zum Rapport. Lukas Podolski fehlte bei der Ansprache, da sein Magen streikte.



Dass die Flügel, seit Jahren eine Schwachstelle, kaum Akzente setzen, liegt auch daran, dass sie wegen Podolski und Novakovic defensiv (zu) viel arbeiten müssen. Dieses Problem ist in Bochum gelöst: Podolski fehlt gelbgesperrt ...

Die Führungskräfte versagen: Maniche fällt nur durch dauernde Rot-Gefährdung auf. Novakovic fand in den jüngsten drei Partien bis auf sein Tor in Berlin nicht statt, wirkt apathisch. Podolski schoss nicht einmal (!) aufs Tor, ließ jetzt einzig durch Fouls aufhorchen.

Dass Soldo bislang gegenüber den schwächelnden oder undisziplinierten Stars keine sportlichen Konsequenzen zog, kann man dem Kroaten trotz weniger Alternativen vorwerfen. Doch er verwaltet das schon zu Zeiten von Christoph Daum geschaffene Ungleichgewicht. Stopft Soldo eine Lücke, reißt die nächste, noch größere auf.

Somit steckt er genauso im Dilemma wie der dafür verantwortliche Manager Meier. Kein Wunder, dass dieser Soldo für Bochum eine Job-Garantie ("Das ist selbstverständlich") aussprach. Muss Soldo gehen, bleiben die Probleme trotzdem. Das Kölner Publikum weiß oder ahnt dies zumindest. Trotz des erneut desolaten Auftritts blieben die "Soldo-raus"-Rufe bis auf wenige zaghafte aus.

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23.11.2009, 10:45
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kicker-Sportmagazin

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Fairplay-Tabelle: Frankfurt mit 2 Platzverweisen

Zwei Platzverweise für eine Mannschaft in einem Spiel gab es in der laufenden Saison zum ersten Mal. Der Eintracht passierte dies zuletzt am 27. 8. 2006 beim 1:1 in Mainz. Seinerzeit war für Spycher (Gelb-Rot) und Vasoski (Rot) das Spiel vorzeitig beendet.
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