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16.11.2009, 11:43

Leverkusen: Der Außenverteidiger hat sich durchgesetzt

Schwaab will es Heynckes schwer machen

Das Spiel des Spitzenreiters aus Leverkusen bei den Bayern am kommenden Sonntag hat Daniel Schwaab (21) noch gar nicht im Fokus. Des U-21-Nationalspielers Gedanken kreisen bis zum Abpfiff am Dienstag um das EM-Qualifikationsspiel gegen San Marino: "Wir müssen nicht nur gewinnen, wir müssen überzeugen. Alles andere ist jetzt ganz weit weg."

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Bayer Leverkusen: Daniel Schwaab
Hat sich schon in Freiburg vorbereitet: Daniel Schwaab stellte früh sein Training um.
© imago Zoomansicht

Anders als "sein" Nationalteam konnte Schwaab - der im Sommer mit der "alten" U 21 Europameister wurde - in dieser Saison durchaus überzeugen. Und deshalb wird er nach Lage der Dinge auch am Sonntag in der Leverkusener Startelf stehen, die den Rekordmeister besiegen will. Grundsolide (kicker-Note 3,44) hält er seit sechs Spielen die rechte Abwehrseite dicht und erfüllt seinen Vorsatz mit Leben: "Ich kam mit der Absicht nach Leverkusen, mich hier durchzusetzen."

Bis jetzt ist ihm dies gelungen. Nach der langwierigen Verletzung von Linksverteidiger Michal Kadlec (24, Syndesmose) rückte Gonzalo Castro (22) auf dessen Position, Schwaab rutschte rechts hinten ins Team. Gut vorbereitet übrigens: "Weil der Wechsel nach Leverkusen schon sehr früh feststand, habe ich bereits in Freiburg mein Training umgestellt." Vor allen Dingen an der körperlichen Robustheit arbeitete der Abiturient, der allerdings auch die Kopfarbeit nicht vernachlässigen will und ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Fernuni in Hagen absolviert: "Das lässt sich gut verbinden."

Schwaab und Leverkusen - das passt. "Das ist schon vergleichbar mit Freiburg", sagt der Blondschopf, der in der Aufstiegssaison 33 Spiele für den SCF absolvierte: "Das Umfeld ist ruhiger als bei anderen Klubs und beide Teams ähneln sich von der Spielanlage. Es wird offensiv gespielt, Wert auf Attraktivität gelegt, nicht nur der Ball lang nach vorne geschlagen."

All dies kommt ihm entgegen. Die Arbeit am Körper zahlt sich ebenfalls aus: "Mit der Defensivleistung bin ich zufrieden", resümiert er, "offensiv kann ich mich sicherlich steigern. Da passt die Abstimmung mit den Stürmern noch nicht immer, aber daran arbeiten wir." Wenn es nach ihm geht, auch noch länger. Den Automatismus, dass er wieder auf die Bank muss, wenn Kadlec fit ist, sieht Daniel Schwaab nicht: "Wenn ich das so sähe, wäre ich nicht Fußballer genug. Ich will es dem Trainer so schwer wie möglich machen."

Frank Lußem

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