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10.11.2009, 15:18

Martin Kind zunächst gescheitert

Klares Votum für 50+1

Im Streit um die so genannte 50+1-Regel im deutschen Profi-Fußball haben sich die 36 Erst- und Zweitligisten am Dienstag in Frankfurt/Main eindeutig für den Erhalt dieser Regelung ausgesprochen. Martin Kind, Klubchef von Hannover 96, ist damit mit seinem Wunsch gescheitert, die Investorenregel abzuschaffen. Er hätte für seine gewünschte Satzungsänderung eine Zwei-Drittel-Mehrheit benötigt.

Fans pro 50+1
Auch die Fans, wie hier in Köln, sind für den Erhalt der 50+1-Regelung.
© imagoZoomansicht

Im Rahmen des Treffens in Frankfurt stimmten die 36 Klubs bis auf eine Ausnahme pro 50+1. Auch der Antrag des Zweitligisten FSV Frankfurt, einen Kompromiss-Vorschlag zu erarbeiten, wurde bei nur zwei Ja-Stimmen abgelehnt.

Auch das Ansinnen des FC Schalke 04, die Investorenfrage mit dem Financial Fair Play der Europäischen Fußball-Union (UEFA) zu verknüpfen, ist kein Thema mehr. Dass die Diskussionen generell vom Tisch sind, ist eher unwahrscheinlich.

Denn Martin Kind hatte schon im Vorfeld der Mitgliederversammlung angekündigt, im Falle einer Niederlage vor das Schiedsgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) oder vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu gehen. "Wir werden gelassen diskutieren, ob wir diese Option ziehen", schränkte er jedoch in Frankfurt ein.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 10.11., 14:55 Uhr
Kind will Revolution - Streit um Investoren
Hannovers Präsident Martin Kind setzt sich seit langem für die Auflösung der so genannten "50 + 1"-Regel ein. Diese Festlegung verbietet Investoren, sich mit mehr als der Hälfte der Stimmanteile an Bundesliga-Klubs zu beteiligen. Die Liga ist in dieser Frage gespalten.
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Die 50+1-Regel verhindert, dass Investoren wie zum Beispiel in der englischen Premier League mehr als 50 Prozent der Klub-Anteile erwerben können. Martin Kind erhofft sich von einer Abschaffung der Regel eine Öffnung des Marktes für externe Arbeitgeber - und damit bessere Chancen im Vergleich zu den europäischen Topklubs. Der 96-Boss ist zudem der Meinung, dass die Regelung bei von Großsponsoren unterstützten Vereinen wie Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim "praktisch außer Kraft gesetzt" sei. Nach der Entscheidung vom Dienstag kritisierte er: "Es ist eine große Chance vertan worden."

Die Fußballfans dürfte das Abstimmungsergebnis erfreuen. Im Vorfeld der Mitgliederversammlung hatte die Interessen-Gemeinschaft "Unsere Kurve" schon 100.000 Unterschriften für den Erhalt der 50+1-Regel an Rauball übergeben. "Es herrscht Angst, dass die Mitglieder der Vereine das Sagen verlieren und die Klubs ihre Seele", hatte IG-Mitglied Christian Viering geäußert.

Supercup kommt - DFL-Spitze verlängert

Es fielen auch noch weitere Entscheidungen in Frankfurt. So steht nun fest, dass der Supercup wieder eingeführt werden wird - nach 14 Jahren Pause. Einstimmig beschlossen die Mitglieder, dass sich ab dem kommenden Sommer Meister und Pokalsieger wieder duellieren werden. "Die Fans können sich auf ein sportlich hochwertiges Gipfeltreffen freuen", erklärte Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball. "Der Zweikampf zwischen Meister und Pokalsieger ist in vielen europäischen Ländern schon lange äußerst populär und hat eine große Tradition."

Ferner wurde bekannt, dass mit Holger Hieronymus (Spielbetrieb) und Tom Bender (Marketing und Kommunikation) zwei Mitglieder der DFL-Geschäftsführung ihre Verträge vorzeitig bis 2013 verlängert haben. "Damit sind wir für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet, um das Produkt Bundesliga sowohl auf dem Rasen als auch auf den Bildschirmen weltweit weiter erfolgreich zu gestalten", sagt Rauball. Das Duo ist bereits seit Jahren in der DFL-Spitze vertreten. Zuvor hatte bereits der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, Christian Seifert, seinen Vertrag ebenfalls bis 2013 verlängert. Als sein Stellvertreter wird weiterhin Holger Hieronymus fungieren.

10.11.09
 

kicker-sportmagazin

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