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09.11.2009, 14:23

Bayern: Hoeneß spielt auf Zeit

Van Gaal: Bewährung bis Weihnachten

Für einen immerhin hatten die Aufreger um Philipp Lahm und Luca Toni einen angenehmen Effekt: Louis van Gaal (58), nach der Pleite gegen Bordeaux arg unter Druck geraten, musste keine intensiveren Fragen zu seiner Zukunft ertragen. Weil die Bayern gegen Schalke aber allenfalls bestrebt waren, fußballerisch jedoch erneut wenig boten, bleibt die Lage des Trainers angespannt.

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Bayern München: Uli Hoeneß und Trainer Louis van Gaal
Ist bemüht, die Situation zu beruhigen: Manager Uli Hoeneß setzt auf den Faktor Zeit.
© imago Zoomansicht

"Wir werden in aller Ruhe bis Weihnachten abwarten und gucken, wie das Zwischenergebnis ist", sagt Uli Hoeneß. Der Manager spielt sichtlich auf Zeit und hofft auf Besserung, um van Gaal zu stützen. Der nächste Härtetest kommt gegen Leverkusen in zwei Wochen.

Nach dem 1:1 gegen Schalke 04 verblüffte der Holländer mit einer erstaunlichen Analyse. "Wir haben uns im Spiel verbessert, auch ohne Ribery und Robben", erklärte der Fußballlehrer und fügte hinzu: "Ich verstehe die Kritik. Ich bin auch frustriert, wenn wir so viele Möglichkeiten haben."

Nur: Haben die Bayern tatsächlich so viele Torchancen? Nach zwölf Ligaspielen stehen 77 zu Buche, etwa sechs pro Spiel. Nicht viel. Vor einem Jahr kamen sie zum gleichen Zeitpunkt der Serie auf 85 Gelegenheiten. In den letzten 20 Jahren gab es überhaupt nur eine Saison, in der nach zwölf Partien weniger Chancen notiert wurden, 2004/05 mit 67. Sechsmal dagegen hatten die Bayern schon 100 oder mehr Gelegenheiten kreiert, in der Spitze satte 119 in 1998/99.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 09.11., 10:19 Uhr
Tollhaus FC Bayern
Hinter dem FC Bayern München liegt ein turbulentes Wochenende. Erst kritisiert Lahm Verein, Trainer und Mitspieler öffentlich, dann verlässt Toni beim 1:1 gegen Schalke das Stadion zur Halbzeit fluchtartig. Was ist los beim Rekordmeister? Die Ex-Profis Oliver Kahn und Lothar Matthäus nehmen Stellung.
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Viel brisanter sind für den Trainer jedoch die zwischenmenschlichen Probleme. Gomez wirkte nach dem Spiel völlig apathisch, Toni lief davon, Tymoshchuk ist genauso orientierungslos wie Altintop verunsichert: Weil sie der Coach ständig infrage stellt. Während sich Hoeneß mit seinen öffentlichen Aussagen müht, die Situation zu beruhigen, tun dies Karl-Heinz Rummenigge und Christian Nerlinger anders: Sie schweigen.

09.11.09
 
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