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08.11.2009, 19:24

Überblick: HSV-Remis bei 96 - Hertha am Boden

BVB nimmt Punkt aus Bremen mit

Bayer Leverkusen heißt der Gewinner des 12. Spieltags. Während die Rheinländer bereits am Freitag Frankfurt mit 4:0 beherrschten, ließ der Großteil der Verfolger Punkte liegen. Am Samstag trennten sich Bayern und Schalke 1:1, am Sonntag holten sowohl Werder (gegen Dortmund) als auch Hamburg (in Hannover) nur einen Zähler. Lediglich Meister Wolfsburg drehte das Spiel in Hoffenheim und drängt nach oben. Mainz schwimmt weiter auf der Euphoriewelle, in Bochum (1:2 gegen Freiburg) und Berlin (0:1 gegen Köln) herrscht Tristesse.

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Werder seit 19 Spielen ungeschlagen

Werder gegen den BVB: Getümmel im Dortmunder Strafraum
Offenes Duell an der Weser: BVB-Schlussmann Weidenfeller hielt seinen Kasten nach Özils Treffer sauber.
© imago Zoomansicht

Es wäre so schön gewesen: Werder schlägt Dortmund, zieht am Nordrivalen HSV vorbei und ist schärfster Verfolger von Primus Leverkusen. Ein Mann namens Barrios verhinderte dies. Der Argentinier in Diensten des BVB traf im fünften Ligaspiel in Serie und sicherte den Westfalen ein verdientes 1:1 an der Weser. Bremen war durch Özils sehenswerten Volleyschuss vor der Pause in Führung gegangen. Am Ende wackelte die Serie der Schaaf-Elf, Valdez hätte an alter Wirkungsstätte den Sieg sichern können, scheiterte aber an Wiese. Damit bleibt der SVW seit 19 Spielen ungeschlagen.

Kölner Befreiungsschlag beim Schlusslicht

Tief im Keller standen sich am Sonntagabend die Berliner Hertha und der 1. FC Köln gegenüber. Nach der 0:1-Niederlage der Hauptstädter, die unter der Woche mit dem 3:2 in Heerenveen wieder Hoffnung geschöpft hatten, drohen die Lichter in Berlin frühzeitig auszugehen. Vier Punkte nach zwölf Spielen - die Elf von Friedhelm Funkel bleibt abgeschlagen Letzter! Ein Heimsieg war drin, allein Raffael traf binnen Sekunden zweimal den Pfosten (40.). Berlin hatte die besseren Chancen, die bis dahin harmlosen Kölner entschieden in der 79. Minute das Spiel: Novakovic köpfte nach Podolskis Flanke ein.

Diskussionen in Hannover

Nordderby: Torun gegen Enke (re.)
Durch ein spätes Tor rettet 96 gegen den HSV einen Punkt. Hier beharken sich Torun und Enke (re.).
© picture-alliance Zoomansicht

Der Hamburger SV bleibt auch im vierten Pflichtspiel in Folge ohne Sieg und weist nach dem 2:2 im Nordderby in Hannover nun drei Punkte Rückstand auf zum Tabellenführer Leverkusen. Zweimal führten die Hanseaten am Sonntag bei 96, am Ende rettete ein umstrittener Elfmeter den Niedersachsen einen Zähler. Stajner verwandelte sicher, nachdem er im Duell mit Rincon zu Fall gekommen war (88.). HSV-Coach Bruno Labbadia protestierte so heftig, dass er auf die Tribüne verwiesen wurde. Der HSV hatte zuvor schon wie der sichere Sieger ausgesehen, 96 kam kaum zu zwingenden Torchancen, während insbesondere Torun (Pfosten, 53.) sogar noch hätte aufstocken können.

Bayern-Krise spitzt sich zu

Kevin Kuranyi (li.) gegen Daniel van Buyten
Kein Sieger: Schalke-Torjäger Kevin Kuranyi (li.) trotzt Bayerns Daniel van Buyten.
© picture alliance

Der FC Bayern tritt mit dem 1:1 gegen den FC Schalke 04 auf der Stelle und hinkt den eigenen Ambitionen weiter deutlich hinterher. Unruhe gab es schon im Vorfeld durch die Kritik von Lahm, im Spiel gegen die "Königsblauen" selbst fehlte den Münchnern erneut die letzte Entschlossenheit vor dem Tor. Dabei lief es für die optisch überlegene Elf von Louis van Gaal nach Plan, knackte der aufgerückte Abwehrchef van Buyten mit seinem dritten Saisontreffer doch den S04-Abwehrriegel nach einer guten halben Stunde. Felix Magath hatte bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte aber ein glückliches Händchen, denn A-Junior Matip gelang bei seinem Debüt noch vor der Pause der Ausgleich. Die Bayern mühten sich in Durchgang zwei vergeblich, haben nun schon sechs Punkte Rückstand auf Platz eins. Schalke bleibt auswärts unbesiegt (4/2/0) und oben dabei.

Erste 1899-Heimpleite

Im zweiten Spitzenspiel das Tages musste Hoffenheim die erste Heimpleite der Saison hinnehmen. Danach sah es nach 45 Minuten aber nicht aus, hatte 1899 doch das Spiel gegen den VfL Wolfsburg fest im Griff und führte durch Ibisevic. Misimovic und Grafite nutzen haarsträubende Abwehrfehler und drehten das Spiel zugunsten des deutschen Meisters, der damit weiter Boden gutmacht und sich auf Rang vier verbessert.

Slideshow zum Thema

Bundesliga, 12. Spieltag

Mainz bleibt eine Heimmacht

Im Duell der Aufsteiger kassierte der 1. FC Nürnberg in Mainz eine empfindliche Niederlage, bleibt auswärts sieglos und auch im Tabellenkeller. Der Club stand zunächst kompakt, geriet aber vor der Pause durch einen abgefälschten Soto-Schuss in Rückstand. Im zweiten Durchgang drängten die Franken auf den Ausgleich, agierten vor dem Tor aber nicht präzise genug. Mainz unterstrich seine Heimstärke (5/1/0) und spielt im Konzert der Großen auf Platz sechs mit.

12. Spieltag

Nullnummer in Mönchengladbach

Mönchengladbach hatte gegen Stuttgart über weite Phasen mehr vom Spiel, musste sich am Ende aber mit einem torlosen Remis begnügen. Die Borussen verpassten es, nach dem überraschenden 3:2 in Hamburg nun gegen die angeschlagenen Schwaben nachzulegen und sich ins gesicherte Mittelfeld zu verabschieden. Torwart Lehmann rettete dem VfB, der durch Kuzmanovic einen Pfostentreffer zu verzeichnen hatte, das dritte Pflichtspielunentschieden in Folge. Allerdings warten die Stuttgarter nun seit neun Pflichtspielen auf einen Sieg.

Reisinger schockt Herrlich

Auf einen Sieg bei seinem Heimdebüt hoffte Heiko Herrlich, doch der neue Trainer des VfL Bochum ging gegen Freiburg leer aus. Bis in die Nachspielzeit hatte der Revierklub noch ein Remis in der Tasche, nachdem Klimowicz die Führung der Freiburger egalisiert hatte, doch Reisinger traf den VfL spät mitten ins Herz. Der Sportclub arbeitet sich vom Tabellenkeller weg, wo Bochum verharrt.

Freitag: Bayer-Lawine überrollt Frankfurt

Der erste Streich: Stefan Kießling erzielte das erste Leverkusener Tor gegen die Eintracht.
Der erste Streich: Stefan Kießling erzielte das erste Leverkusener Tor gegen die Eintracht.
© imago Zoomansicht

Bayer Leverkusen hat am Freitagabend eindrucksvoll seine Bundesliga-Tabellenführung verteidigt. Das Team von Trainer Jupp Heynckes fertigte Eintracht Frankfurt mit 4:0 ab. Der Sieg hätte wohl noch deutlich höher ausfallen können, wenn die Werkself nicht nach einem Blitzstart mit den Toren von Kießling (2.), Reinartz (6.) und Kroos (11.) einen Gang herunter geschaltet hätte. Erst Bender setzte in der 86. Minute den Schlusspunkt. Leverkusen spielte die Partie im Schongang nach Hause, Fabian Giefer verlebte als Vertreter von Rene Adler im Bayer-Kasten einen ruhigen Abend. Auch auf Frankfurter Seite musste mit Ralf Fährmann der Ersatzkeeper ran, nachdem Oka Nikolov eine Knieprellung nicht rechtzeitig hatte auskurieren können.

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kicker-Sportmagazin


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Mit 31 Gelben Karten steht der VfL Bochum am Ende der Fairplay­-Tabelle. Den ewigen Rekord hält aber immer noch 1860 München (38-mal Gelb 1994/95).

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