Frankfurt: Rippenbruch bei Ochs
Amanatidis geht von OP aus
Diesmal versuchte sich Nikos Liberopoulos (34) an der Seite des umfunktionierten Mittelfeldspielers Alexander Meier (26). Der Grieche tauschte seinen Platz auf der Bank mit Martin Fenin (22). Treffsicherheit besitzt aber weder Liberopoulos, auch wenn er beim 2:1 gegen Bochum mehrere gefährliche Szenen hatte, noch der Tscheche. Der Kader ist zu dünn besetzt.
"Wir haben über 90 Minuten klar besser gespielt als der VfL. Es war ein hochverdienter Sieg", resümiert Trainer Michael Skibbe. Schmerzlich vermisste wurde wieder einmal Amanatidis. "Er ist unser teuerster und wichtigster Spieler", sagt Vorstandsboss Heribert Bruchhagen, "und er wird ganz sicher nicht in der Nationalmannschaft spielen, solange er für Eintracht Frankfurt nicht fit ist". Ein Comeback am 18. November beim WM-Quali-Relegationsspiel Ukraine gegen Griechenland scheint ausgeschlossen.
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Patrick OchsWie lange die Verletzung des Nationalstürmers andauert, ist sowieso plötzlich wieder völlig ungewiss. Neue Kernspinaufnahmen ergaben, dass sich am Knochen im rechten Knie, wo vor einem Jahr der Knorpel operiert wurde, "Flüssigkeit gebildet hat" (Amanatidis). Ein erneuter Eingriff scheint nicht mehr ausgeschlossen. Der Spieler selbst erklärte inzwischen gegenüber der "Frankfurter Rundschau" geknickt: "Von alleine geht das nicht weg." Eine Operation sei unumgänglich.
"Ioannis wird uns länger fehlen. Ich will nichts vorwegnehmen, aber ich habe so eine Ahnung", sagte Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen nach dem Sieg gegen den VfL Bochum. Am Dienstag soll abschließend darüber entschieden werden, wie Amanatidis weiter behandelt werden soll. Sogar der US-amerikanische Kniespezialist Richard Steadman aus Vail/Colorado wurde zu den Beratungen hinzugezogen. Es ist möglich, dass der Torjäger erst gegen Ende der Saison auf den Platz zurückkehrt. Um die Fortsetzung seiner Laufbahn bangt Amanatidis jedoch nicht. "Ich nehme die Verletzung jetzt so hin und mache danach das beste daraus", sagte er gegenüber der "Frankfurter Rundschau". Das Thema WM-Teilnahme ist erst einmal in weite Ferne gerückt. Michael Skibbe denkt derweil schon über Verstärkung nach. "Im Angriff haben wir eine Lücke."
Ochs muss pausieren, Nikolov atmet auf
An Patrick Ochs ging der 2:1-Erfolg gegen die Bochumer am Sonntag nicht spurlos vorüber: Der 25-Jährige zog sich bei einem Zweikampf mit Christian Fuchs in der 55. Minute der Partie einen Rippenbruch zu. Skibbe rechnet zwar erst im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach am 21. November wieder mit seinem Schützling. Doch Ochs selbst sagte im Gespräch mit dem kicker, er habe die Hoffnung auf einen Einsatz am Freitag in Leverkusen noch nicht ganz aufgegeben. Auf jeden Fall wolle er am Donnerstag im Training einen Versuch unternehmen.
Auf einen Einsatz in Leverkusen hofft auch Torhüter Oka Nikolov, dessen Knieblessur sich als Prellung herausstellte.
Unterdessen haben Bruchhagen und Skibbe Ende vorige Woche in einem mehrstündigen Gespräch Meinungsverschiedenheiten ausgeräumt. "Ich halte es für reinigend, wenn man nicht immer nach außen so tut, als wäre es eine heile Welt", betont Skibbe. Bruchhagen will zu dem Thema "keinen Kommentar mehr abgeben".
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