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22.10.2009, 14:01

Nürnberg: Vertrag des Argentiniers läuft aus

Pinolas Priorität heißt Nürnberg - bei Klassenerhalt

"Never change a winning team". Eine Fußballweisheit, über die Michael Oenning nachdenkt. Soll er in Hoffenheim der siegreichen Hertha-Elf vertrauen oder Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier einbauen? Der 20-Jährige darf sich normalerweise als gesetzt betrachten, verpasste das 3:0 aber wegen den Folgen eines Allergieschocks.

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1. FC Nürnberg: Javier Pinola
Stellt sich stets in den Dienst der Mannschaft: Die Club-Konstante Javier Pinola.
© imago Zoomansicht

Hält sich Oenning an besagte Weisheit, wonach es im Mittwochstraining aussah, hat Diekmeier zunächst Pech gehabt.

Javier Pinola können diese Gedankengänge egal sein. Der Argentinier gilt als feste Konstante, verpasste in dieser Saison lediglich acht Minuten (kicker-Notenschnitt 3,72). Seit 2005 trägt der 26-Jährige das Club-Trikot, ging in diesen gut vier Jahren durch viele Wellentäler. Höhen wie der Pokalsieg 2007 und die Berufung in die argentinische Nationalelf (1 Länderspiel) wechselten sich mit Tiefen wie dem Abstieg 2008 und einer Leistungskrise im vergangenen Herbst ab.

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Derzeit hat Pinola wieder gut lachen. "Pino war einer der Garanten, dass wir aufgestiegen sind", lobt Martin Bader. Der Sportdirektor schätzt an Pinola seit jenen Frühjahrstagen dessen Vielseitigkeit. Damals half er als Innenverteidiger aus und überzeugte. Je nach Bedarf agiert er nun als Linksverteidiger, wie zuletzt überzeugend gegen Hertha, oder eine Position weiter innen in der Viererkette. "Eigentlich spiele ich lieber links, aber es ist egal, die Leistung der Mannschaft ist wichtiger", stellt sich Pinola ganz in den Dienst des Teams.

Aber wie lange noch? Am Saisonende läuft der Vertrag des temperamentvollen Gauchos aus. Steigt der Club ab, trennen sich die Wege, weil Pinola nicht mehr zweitklassig spielen will und ihn sich der Club dort auch nicht mehr leisten könnte. Gelingt der Klassenerhalt, sieht es besser aus. "Nürnberg hat Priorität, aber erst wollen wir unser Ziel erreichen", sagt Pinola, der sich Zeit mit einer Entscheidung lassen will. Zeit, die ihm Bader gibt. "Die Gespräche laufen vernünftig und offen, es eilt nicht." Den nächsten Termin gibt es im November, wenn Pinolas Berater in Deutschland weilt.

Frank Linkesch

22.10.09
 
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