
Der Tabellenführer beim Zweiten - Leverkusen zu Gast beim HSV. Ein Duell mit besonderer Note, denn in der vergangenen Spielzeit coachte Bruno Labbadia noch die Werkself, ehe es für ihn - und eine Ablöse von rund einer Million Euro - an die Alster ging. Labbadias Nachfolger Jupp Heynckes legte mit Bayer den besten Bundesligastart aller Zeiten hin, ein Fakt, den auch Labbadia für seine bisherige Arbeit beim HSV vorweisen kann. Beide sind noch ungeschlagen und haben schon sechs Siege eingefahren.
Leverkusens Trainer Heynckes strahlt denn auch großes Selbstbewusstsein aus. "Wir wollen jedes Spiel gewinnen, auch dieses." Er erwartet von "zwei sehr kreativen Mannschaften mit offensiver Spielphilosophie" eine Begegnung "mit hohem Tempo und hoher fußballerischer Qualität". Dafür standen die Kontrahenten schon bisher. Beide Teams spielten sich an den acht Spieltagen bisher 61 Torchancen heraus. Liga-Spitze! Die 18 Leverkusener Treffer sind bis dato nur vom HSV übertroffen: 20-mal jubelten die Hanseaten.
Personelle Probleme stellen sich Heynckes kaum. Toni Kroos wird nach seiner glänzenden Vorstellung beim jüngsten 4:0 gegen den 1. FC Nürnberg wieder in der Startaufstellung erwartet. In diesem Fall müsste Renato Augusto (nach mehreren Verletzungen fast wieder bei 100 Prozent) mit einem Platz auf der Ersatzbank vorlieb nehmen. Patrick Helmes (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) und Michal Kadlec (Syndesmose-Verletzung) fallen im Aufeinandertreffen der beiden einzigen ungeschlagenen Mannschaften weiter aus.
Für den tschechischen Nationalspieler Kadlec gab's sogar einen Rückschlag: Der Rechtsverteidiger muss wegen der Folgen des Syndesmoseanrisses, den er sich in der WM-Qualifikation Anfang September zugezogen hat, weiter behandelt werden. Das wirft den 24-Jährigen voraussichtlich weitere zwei Wochen zurück.
Auch Bruno Labbadia muss mit den langzeitverletzten Paolo Guerrero und Mladen Petric auf zwei eminent wichtige Spieler verzichten. Dass das Team das Fehlen der beiden Offensivkräfte wegstecken kann, davon zeigt sich Guy Demel (29) im aktuellen kicker überzeugt. "Die ganze Liga schaut jetzt auf uns und denkt, wir brechen ein. Aber wir müssen Charakter zeigen. Wenn wir aus dieser Situation rauskommen, dann ist für uns alles möglich." Demels Ziel: "Wenn Petric und Guerrero zurückkommen, wollen wir immer noch da stehen, wo wir mit ihnen hingekommen sind."
Ein Wiedersehen gibt's nicht nur für Labbadia, sondern auch für den derzeit überragenden Mittelfeldstrategen Zé Roberto, der von 1998 bis 2002 113 Bundesligaspiele für Leverkusen (17 Tore) absolvierte. Der Brasilianer brilliert derzeit als Takt- und Ideengeber der Hamburger und besticht zudem mit noch nicht gekannter Gefährlichkeit: Der 35-Jährige hat schon vier Tore und drei Vorlagen auf dem Konto.
Der HSV hat die zurückliegenden sechs Bundesliga-Duelle mit Leverkusen nicht verloren (vier Siege, zwei Remis). Letztmals gewann die Werkself in Hamburg am 22. April 2006 (2:0, Tore: Rolfes, Freier). Bayer siegte in dieser Spielzeit auswärts jedoch schon dreimal. Aber: Der HSV gewann alle vier Heimspiele dieser Saison und hat neben der Tabellenspitze eine weitere Motivation: Dem Bundesliga-Dino fehlt nur noch ein Zähler, um Bremen (Platz zwei, 2401 Punkte) in der ewigen Tabelle einzuholen. Spitzenreiter ist hier der FC Bayern (2899), der ist momentan aber nur Achter und hat am Samstag um 18.30 Uhr nach dem Spiel in Freiburg längst Feierabend.
Wer wird Meister?(23349 Teilnehmer)
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| Verein | Name | Datum | Position |
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08.02.12
Sturm
Freiburg: Nach 15 Ligaspielen wieder zu Niigata |
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31.01.12
Sturm
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31.01.12
Mittelfeld
Regensburg: Der vierte Neue kommt aus Freiburg |
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