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27.08.2009, 15:39

DFB-Kontrollausschuss stellt Verfahren ein - Dortmunder muss zahlen

Tatsachenentscheidung: Keine Strafe für Lehmann und Subotic

Schiedsrichter Helmut Fleischer wurde zweimal befragt, die Stellungnahmen der beiden beteiligten Spieler geprüft, die Mitschnitte mehrerer Fernsehsender ausgewertet. Das Ergebnis: Jens Lehmann und Neven Subotic werden nach ihrer Auseinandersetzung am vergangenen Samstag beim Spiel zwischen Dortmund und Stuttgart (1:1) nicht bestraft. Der DFB-Kontrollausschuss hat das Ermittlungsverfahren eingestellt.

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Fußball, Bundesliga: Jens Lehmann (VfB Stuttgart) und Neven Subotic (r., Borussia Dortmund)
Keine Sperren: Jens Lehmann (verdeckt), hier im fairen Duell gegen Neven Subotic (r.).
© picture-alliance Zoomansicht

Diese Entscheidung wurde unter Zustimmung des DFB-Sportgerichts getroffen. Nachdem VfB-Keeper Lehmann und BVB-Verteidiger Subotic Ende der ersten Halbzeit im Strafraum mit den Ellenbogen aneinander geraten waren, war gegen die Streithähne wegen Verdachts des krass sportwidrigen Verhaltens in der Form einer Tätlichkeit ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.

Nun stellte der Kontrollausschuss fest, dass Schiedsrichter Fleischer eine Tatsachenentscheidung getroffen habe, die sportgerichtlich nicht mehr angreifbar sei. Zunächst hatte Fleischer angegeben, keine Ellenbogenschläge gesehen zu haben, vielmehr habe er auf Torwartbehinderung entschieden - ein Freistoß für den VfB war die Folge. Die erneute Befragung des Referees ergab nun, dass er eine Lösung des Kontaktes der beiden Spieler wahrgenommen hat.

Außerdem wurden weitere Mitschnitte analysiert. Vor allem anhand der Auswertung der Hintertor-Perspektive stellte der Kontrollausschuss fest, dass Fleischer das Geschehen im Stuttgarter Strafraum im Blickwinkel hatte. Der folgende Pfiff habe die Situation insgesamt und abschließend bewertet. Tatsachenentscheidung also, die ein nachträgliches sportgerichtliches Verfahren unmöglich macht und damit keine Sperren für die beiden Akteure zur Folge hat.

Die Borussia bestraft Subotic vereinsintern

Ganz ohne Bestrafung kam Subotic dann aber doch nicht davon: Die Borussia brummt dem Innenverteidiger eine vereinsinterne Geldstrafe auf, wie BVB-Manager Michael Zorc am Donnerstag ankündigte. Über die Höhe wurde nichts bekannt. Weitere Folgen haben die Vorkommnisse aber auch für den Dortmunder nicht, für die Startelf am Samstag bei Eintracht Frankfurt ist der 20-Jährige fest eingeplant.

27.08.09
 
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