Nach der Niederlage beim FC Schalke forderte Bochums Coach Marcel Koller von seiner Mannschaft mehr Leidenschaft. Und das Kämpferherz war bei den Bochumern beim Duell mit der Hertha jederzeit bis auf die Tribüne zu hören. Die Koller-Elf war viel zweikampfstärker als die Berliner und spielte über weite Strecken auch druckvoller nach vorne. Das Tor des Tages beim 1:0-Heimsieg des VfL resultierte allerdings aus einer Standardsituation: Yahia drosch einen indirekten Freistoß aus 18 Metern in die Maschen. Dadurch feierte der Revierklub seinen ersten Dreier in der laufenden Spielzeit, die Berliner indes verloren nach Gladbach und Bröndby ihr drittes Spiel in Folge.

Im ersten Gipfel der Saison war den Hamburgern sofort anzumerken, dass sie aus der Vorsaison noch etwas gutzumachen hatten. Damals stürzte der VfL den HSV gleich zweimal von der Spitze und wurde am Ende selbst Meister. Folglich gingen die Hanseaten extrem heiß in die Partie und legten los wie die Feuerwehr: Pechvogel Benaglio im Wolfsburger Tor lenkte einen Pfostenschuss von Guerrero ins eigene Tor, kurz darauf legte Elia energisch zum 2:0 nach. Der amtierende Meister war schockiert und musste die Labbadia-Elf bis zur 52. Minute schalten und walten lassen. Dann aber verkürzte Misimovic und fortan wirbelte der VfL, auch weil Martins als dritter Stürmer zur Pause kam. Der Neuzugang aus Newcastle glich per Kopf aus, doch in der Folge hatte sich der HSV wieder sortiert. Das überlegene Mittelfeld der Hanseaten legte den Schalter wieder auf Offensive um. Nach etlichen vergebenen Chancen war es schließlich Petric, der entscheidend knipste. Als der VfL hinten aufmachte, konterte der eingewechselte Castelen zum 4:2-Auswärtssieg. Die Wolfsburger kassieren die erste Saisonpleite, der HSV schließt nach Punkten mit Leverkusen und Schalke auf.
Werder Bremen feiert den ersten Liga-Sieg der Saison und das im Spaziergang. Gladbach war offensiv kaum auszumachen und defensiv anfällig. Insofern schmeichelte der Borussia das Endergebnis von 0:3. Pizarro erzielte eine Doppelpack, wobei der Perunaer beim zweiten Treffer mal wieder seine ganze Klasse unter Beweis stellte, als er eine scharfe Hereingabe mit der Hacke vollstreckte. Den dritten Werder-Treffer erzielte Abwehrmann Naldo, zuvor scheiterte Özil mit einem Foulelfmeter am Gladbacher Keeper Heimeroth, der die Borussia im zweiten Abschnitt vor einem Desaster bewahrte. Für Gladbach war es die erste Niederlage der Spielzeit - und die war hochverdient.
Hochkonzentriert, couragiert und engagiert waren die Mainzer von der ersten Minute an gegen die Bayern. Und so gingen die Rheinhessen denn auch verdient in Führung, wobei Rensing einmal mehr nicht die beste Figur machte. Und auch in der Folge waren die Mainzer überlegen, allein Bancé ließ zwei tolle Chancen aus und traf nur die Latte. Doch vor der Pause zeigte er sich per Kopf dann noch treffsicher: 2:0. Erst ein Eigentor von Noveski unmittelbar nach dem Wechsel küsste die Münchner wach. Aber Mainz hatte mit Müller einen tollen Rückhalt. Die Bayern erhöhten gegen müde Mainzer zwar stetig den Druck, doch es reichte eben nicht mehr. Und damit ist der Fehlstart perfekt: Zwei Punkte aus drei Spielen. Dagegen sonnt sich der freche Aufsteiger im oberen Drittel der Tabelle.
Spiel eins nach Dieter Hecking führte Hannover zum 1. FC Nürnberg. Und U23-Coach Andreas Bergmann, der die Niedersachsen vorübergehend betreut, durfte als erster jubeln, nachdem Stajner ins Netz traf. Der Club war gegen gut organisierte Gäste viel zu harmlos. Als Stajner dann in der 54. Minute zum Elfmeter antrat und verwandelte, schien die Partie gelaufen. Doch Schiedsrichter Drees ließ wiederholen und den zweiten Versuch parierte Keeper Schäfer. Aber die Franken waren in ihren Aktionen nicht zwingend genug und als erneut Stajner mit einem schönen Tor auf 2:0 erhöhte, stand der erste Sieg für Hannover fest.
Die Partie in Köln war fußballerisch zwar kein Leckerbissen, wurde aber von beiden Teams leidenschaftlich geführt. Etwas übertrieben hat es dabei der Frankfurter Patrick Ochs, der Ehret abgrätschte und mit Rot vom Platz musste (54.). Tore blieben aber Fehlanzeige, weil den Kölnern in der Offensive einfach kein Mittel gegen die dezimierten Hessen einfiel. Immerhin ist damit der erste Punkt eingefahren, wohl ein schwacher Trost.
1:4 beim HSV, 0:5 im Jubiläumsspiel am Mittwoch gegen Real Madrid. Die Woche verlief für Dortmund alles andere als rund. Und die Rückschläge schienen sich fortzusetzen. Bereits nach vier Minuten musste Tinga mit Verdacht auf Muskelfaserriss verletzt vom Feld. Dann wurde einem Tor von Valdez die Anerkennung verweigert. Doch mit Wut im Bauch nutzte der Paraguayer die Lücken in der desorganisierten VfB-Defensive und erzielte noch vor der Pause die Führung. Doch gleich nach dem Wechsel glichen die Schwaben aus. Die Partie war danach ausgeglichen und das Ergebnis folglich auch leistungsgerecht. Für Dortmund geht damit eine Serie von sechs siegreichen Heimspielen zu Ende.

Der SC Freiburg verschenkte in der ersten Hälfte die Chancen im Minutentakt. Leverkusen hielt abgezockt dagegen und nutzte seine Chance eiskalt. Die Folge war eine glückliche Führung der Heynckes-Elf, die direkt nach der Pause auf 2:0 erhöhte. Freiburg ließ sich nicht unterkriegen und ackerte weiter, blieb im Abschluss aber glücklos. Besser machte es die Bayer-Elf, die per Freistoß auf 3:0 erhöhte. Damit war der Widerstand der Breisgauer gebrochen und Bayer schoss den SC noch mit 5:0 in den Tabellenkeller und sich selbst zumindest bis Sonntag an die Spitze.
Mit einem brisanten Duell startete die Liga am Freitag. Ex-Schalke-Coach Ralf Rangnick wartete mit Hoffenheim auf die mit zwei Siegen stark in die Spielzeit gekommenen "Königsblauen". Vor dem Spiel forderte Rangnick sein Team nach der Pleite in Leverkusen auf, dagegenzuhalten. Zumindest in diesem Punkt konnte der 1899-Coach mit seiner Elf nach der durchschnittlichen Nullnummer zufrieden sein. Die Durchschlagskraft in der Offensive ließ dagegen zu wünschen übrig, zu viele Chancen ließ 1899 liegen. So bleibt Hoffenheim in dieser Saison noch ohne Sieg. Der FC Schalke verließ erstmals nicht als Gewinner den Platz - bleibt aber unter Felix Magath weiter ungeschlagen.
Wer wird Meister?(23349 Teilnehmer)
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| Verein | Name | Datum | Position |
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08.02.12
Sturm
Freiburg: Nach 15 Ligaspielen wieder zu Niigata |
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31.01.12
Sturm
Stuttgart: Aufregung nach Wechsel zu Fulham |
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31.01.12
Mittelfeld
Regensburg: Der vierte Neue kommt aus Freiburg |
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VfB Stuttgart
von:
goaheadeagle
- 09.02.12, 19:06 - 1 mal gelesen
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Re (2): Hoppenheim ist ein Arsch
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rote-erde
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Re: Hoppenheim ist ein Arsch
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g.polt
- 09.02.12, 19:04 - 7 mal gelesen
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