Hamburger SV: Auch Berg angeschlagen
Labbadia bangt um Rost
"Wolfgang ist jemand, zu dem wir großes Vertrauen haben", betonte Labbadia, der keine Gefahr sieht, den unerfahrenen Hesl (bislang nur ein Bundesliga-Einsatz) vor ausverkauftem Haus gegen den BVB zu bringen. Hesl hatte bereits beim 0:1 im Rückspiel gegen Randers FC in der Europa-League-Qualifikation das HSV-Tor gehütet (kicker-Note 3). "Ich bin kein Rambo-Typ, der sich immer fitspritzen lässt", sagte Rost im kicker-Interview (Donnerstag-Ausgabe). "Nur, wenn ich beschwerdefrei bin, spiele ich auch gegen Dortmund. Ich muss bei 100 Prozent sein, sonst erweise ich der Mannschaft keinen Dienst."
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Eljero EliaNach dem Stotterstart in Freiburg fand der HSV-Keeper gleich klare Worte: "Sicherlich ist der Druck jetzt da. Aber wer damit nicht umgehen kann, ist fehl am Platz." Überhaupt nahm Rost gegenüber dem kicker kein Blatt vor den Mund. Es ärgere ihn, "wenn Spieler kommen und den Klub als Sprungbrett oder Durchgangsstation zu einem noch größeren Verein bezeichnen". Es sei die Aufgabe der Führung, diesem Trend schnell Einhalt zu gebieten.
Zwei Neuzugänge, die Rost explizit nicht angesprochen haben wollte, sind Marcus Berg und Eljero Elia. Der Schwede zog sich im Training eine Schienbeinverletzung zu. "Er hat einen Stollen abbekommen, aber es sieht schlimmer aus als es ist", meinte Labbadia. "Ich gehe davon aus, dass er am Samstag spielen kann. Ein bisschen Schmerzen gehören im Fußball dazu."
Elia steht kurz vor dem Sprung ins Team. "Ich bin bei 95 Prozent", sagte der Mittelfeldspieler, der nach einer Patellasehnendehnung auf einen Länderspieleinsatz mit den Niederlanden verzichtete. Momentan dürfte Jonathan Pitroipa, in Freiburg Torschütze zum 1:0, aber noch die Nase vorne haben.
Bereits seit Mittwoch wieder im Training ist Verteidiger Jerome Boateng. Einem Einsatz des U21-Europameisters, der sich beim Auftakt in Freiburg eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte, steht nichts im Wege. Neuzugang David Rozehnal muss nach schwachem Debüt als Einwechselspieler (kicker-Note 5) wohl wieder auf der Bank Platz nehmen.
Labbadia appelliert an Guerrero
Zum Thema Paolo Guerrero, der seinen 2010 auslaufenden Arbeitsvertrag verlängern will, bezog Labbadia indes eine klare Position: "Einen guten Stürmer gibt man nie gern her. Es liegt ein Stück an ihm, wenn er so zufrieden ist und die Stadt liebt. Paolo muss uns jetzt helfen." Zur Einigung kam es bislang vor allem wegen der hohen Gehaltsforderungen des Peruaners, die sich auf mehr als vier Millionen Euro pro Jahr belaufen sollen, noch nicht.
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