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13.08.2009, 12:55

Hannover: Ya Konan soll für Tore sorgen

Simak: Alles nur ein Bluff?

Nachdem in kühnen Prognosen Stuttgarts Jan Simak schon Samstag im 96-Dress gegen Mainz auflaufen sollte, drehte sich zur Wochenmitte das Blatt. Mittwoch platzte der Transfer des Tschechen - angeblich wegen verschiedener Vorstellungen der Vereine. Beobachter fragen sich jedoch, ob Hannover den Transfer überhaupt wollte!

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Jan Simak verfolgt von Josué
Aus der Rückkehr nach Hannover wird wohl nichts: Jan Simak (verfolgt von Josué)
© imago Zoomansicht

Letzteres etwa bezweifelt das Simak-Lager. "Ich habe eher den Eindruck, dass der Name Jan Simak nur dazu benutzt worden ist, von anderen Problemen abzulenken", sagt Berater Christoph Leutrum, der von einem "nicht marktgerechten Angebot" aus Hannover für den Spieler spricht. Nach kicker-Informationen soll es sich hierbei um 250 000 Euro handeln, rund das Doppelte jedoch fordert der VfB.

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Die Rückholaktion von Publikumsliebling Simak - etwa alles nur ein Bluff? Fakt ist, dass der 30-Jährige die öffentliche Diskussion in Hannover seit einer Woche bestimmte und damit zumindest teilweise die Kritik an Trainer und Mannschaft überdeckte. Dass sich nun nichts spürbar bewegte, führte Jörg Schmadtke aber auf den wirtschaftlichen Rahmen zurück, in dem er sich bei Ablöse und Gehalt zu bewegen hat. "Da müssen wir Vernunft walten lassen." Man wollte "noch einmal nachhaken", so der 96-Manager zunächst. Doch als die Verhandlungspositionen nicht aufweichten, sagte Hannover den Schwaben schließlich offiziell ab.

Ya Konan schließt die Lücke im Angriff

Eine dringlichere Personalie schloss Schmadtke unterdessen in dieser Woche positiv ab. Der gesuchte schnelle Stürmer, der den langzeitverletzten Jan Schlaudraff (rätselhafte Leistenprobleme) ersetzen soll, wurde in dem Ivorer Didier Ya Konan bei Rosenborg Trondheim in Norwegen gefunden. 400 000 Euro zahlt 96 für den afrikanischen Angreifer, der einen Vertrag bis 2012 unterschrieb. "Er kann hängende Spitze oder auch offensives Mittelfeld spielen", beschreibt der Ex-Bremer Rune Bratseth, einst Rosenborg-Manager und inzwischen externer Berater des Klubs, den 25-Jährigen, "er ist stark am Ball, trickreich, macht Tore. Und er hat das Durchsetzungsvermögen, sich in einer starken Liga wie der Bundesliga zu behaupten." 2007 sei Trondheim auf Ya Konan aufmerksam geworden, als dieser "Spieler des Jahres" in der Liga der Elfenbeinküste geworden war.

Didier Ya Konan
Passte ins Anforderungsprofil: Didier Ya Konan.
© imago

Hannovers Dieter Hecking kannte den dreimaligen Nationalspieler seines Landes bislang nur von der DVD, erhielt aber "über unser Netzwerk verlässliche Auskünfte". Kommentar des am Samstag gegen Aufsteiger Mainz unter erheblichem Erfolgsdruck stehenden Trainers nach den ersten Trainingsimpressionen: "Didier ist technisch sehr gut. Das Anforderungsprofil war klar - er kann es erfüllen." Fraglich, ob schon von Beginn an, zumal Ya Konan Donnerstag noch zu pass- und arbeitsrechtlichen Formalitäten in die nächstgelegene deutsche Botschaft (von Hannover aus ist das Amsterdam) reisen muss.

Ein rechter Verteidiger könnte noch kommen

Ya Konan ist da - und womöglich kommt nun doch noch ein rechter Verteidiger. Die Suche nach einem solchen hatte 96 zurückgestellt, als sich US-Boy Steven Cherundolo nach Formkrise und Hüftoperation in der Vorbereitung wieder in alter Stärke präsentiert hatte. Schwach wie in der vergangenen Saison zeigte sich Cherundolo jedoch am Samstag beim 0:1 in Berlin (kicker-Note: 5). "Vielleicht tut sich noch etwas", deutet Jörg Schmadtke entsprechende Gedanken an, das vermeintlich für Simak bereitstehende Geld anderweitig zu investieren.

Michael Richter

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Fairplay-Tabelle: Frankfurt mit 2 Platzverweisen

Zwei Platzverweise für eine Mannschaft in einem Spiel gab es in der laufenden Saison zum ersten Mal. Der Eintracht passierte dies zuletzt am 27. 8. 2006 beim 1:1 in Mainz. Seinerzeit war für Spycher (Gelb-Rot) und Vasoski (Rot) das Spiel vorzeitig beendet.
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