
Der 51-Jährige, dessen Vertrag bei Werder 2009 ausläuft, war beim Rekordmeister Bayern München als Nachfolger von Uli Hoeneß ins Gespräch gebracht worden. Hoeneß selbst hatte in einem Interview den Namen fallen lassen, als es um sein Erbe ging: "Ich kann hier keinen 30-Jährigen hinsetzen wie den Heldt (den Stuttgarter Manager, d. Red.), da muss ich schon an einen wie Allofs denken."
Nahrung hatte das Gerücht an den Festtagen bekommen, als Allofs in der Bild mit den Worten zitiert worden war: "Ich kann nicht zusagen, dass ich in Bremen bleibe." Der seit 1999 an der Weser tätige Manager erläuterte nun, dass er damit keinesfalls einen Flirt mit den Rivalen aus dem Süden beginnen wollte. "Es liegt mir fern, irgendwelche Drohgebärden aufzubauen." Allofs will sich nicht weiter mit dem Thema beschäftigen, sondern verweist auf die Faktenlage: "Tatsache ist, dass ich Anfragen anderer Vereine habe. Dies weiß auch der Werder-Aufsichtsrat." Verhandlungen mit diesem haben bislang noch nicht stattgefunden, sollen nach der Rückkehr aus dem Trainingslager im türkischen Belek Mitte Januar beginnen.
Aus Bremen berichtet Hans-Günter Klemm
Allofs stellt nochmals klar, "dass Werder mein erster Ansprechpartner bleibt. Natürlich finden parallel dazu keine Gespräche mit anderen Interessen statt." Seiner Machtposition ist sich der frühere Klassespieler (424 Bundesliga-Spiele für Düsseldorf, Köln und Bremen, 177 Tore) durchaus bewusst. Ein Pokerspiel hat er wegen seiner Erfolge in den letzten Jahren, die seine Position im Klub gefestigt haben, nicht nötig.
Im Gespräch mit kicker online gab der ehemalige Klassestürmer zu verstehen, dass er durchaus an einer Fortsetzung des Engagements in Bremen interessiert sei. Allofs erneuerte seine Auffassung, die er unlängst in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung verkündet hatte: "Ich fühle mich total wohl bei Werder und habe nicht das Gefühl, dass meine Aufgabe hier in absehbarer Zeit zu Ende ginge."
Also ist nun der Aufsichtsrat des Tabellenzweiten am Zuge. Vorsitzender Willi Lemke, der Allofs-Vorgänger und jetzige Senator, macht sich für ein Bleiben seines Nachfolgers stark. Bereits kurz nach der Vertragsverlängerung von Trainer Thomas Schaaf hatte Lemke in einem kicker-Interview baldige Vertragsverhandlungen angekündigt und sich optimistisch gezeigt, dass das Gespann Schaaf/Allofs sein erfolgreiches Wirken in Bremen weiter gemeinsam fortsetzt. Schon am Wochenende will der Aufsichtsrat ein Vertragsangebot für den ehemaligen Nationalspieler ausarbeiten.
Hans-Günter Klemm
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